Kochel und der Jochberg

Auf geht's zu Gipfel, Turbinen, Kunstmuseum – und einer Rast am See. Wie bei einigen der bislang vorgeschlagenen Tagesausflüge lässt sich auch in Kochel Wandern und Baden ideal miteinander kombinieren. (Autor: Michael Pröttel)
2 km
750 m
3.00 h
Vom Kesselbergsattel dem Wegweiser zum Jochberg folgen. In angenehmer Steigung gewinnt man in schönem Bergmischwald schnell an Höhe. Nach etwa einer Stunde gelangt man zu einem Waldsattel und wendet sich an der Gabelung einem Schild folgend
nach links. Bald erreicht der Weg die gewaltigen Nordabstürze des Jochbergs.

Kurz danach tritt man aus dem Wald heraus und erreicht die Wiesen der Jocher Alm. Man folgt bei der nächsten Gabelung wieder dem linken Weg und gelangt über diesen zum 1565 Meter hohen Gipfelkreuz.

Abstecher zur Jocher Alm

Nachdem man sich an der einzigartigen Aussicht sattgesehen hat – im Norden liegt tief unten das Alpenvorland mit seinen bezaubernden Seen, im Süden ragt hinter dem Walchensee das beeindruckende Karwendelgebirge in den Himmel – steigt man zur letzten Weggabelung wieder hinab. Wenn die Jocher Alm geöffnet ist, bietet sich der Abstecher nach links zu der Jausenstation an, bevor man wieder zum Ausgangspunkt zurückwandert. 

Auf dem Rückweg vom Kesselbergsattel nach Kochel sollten eigentlich nicht nur Technikfreunde am Fuße der Kesselbergstraße das Walchenseekraftwerk besichtigen, das bereits im Jahr 1924 eröffnet wurde. Im dortigen Infozentrum werden Idee und Geschichte des Kraftwerks dokumentiert. Eindrucksvolle Turbinenmodelle, interaktive Touch-Screen-Terminals, Internet-Stationen und Kommunikationstafeln vermitteln alles Wissenswerte rund um die Wasserkraft.

Zum Franz-Marc-Museum

Kunstfreunde fahren noch ein Stück weiter nach Kochel, wo sich am Ortseingang rechter Hand das Franz-Marc-Museum befindet. Franz Marc (1880–1916) war der Landschaft um Kochel zeitlebens besonders verbunden. Seit seiner Kindheit verbrachte er zahlreiche Aufenthalte in und um Kochel. 1908 verlegte Marc seinen Wohnsitz in das oberbayerische Voralpenland. Lenggries, Sindelsdorf und ab 1914 Ried bei Kochel, wo er ein Haus erwarb, waren die Stationen.

Im Jahr 1986 wurde das Franz-Marc-Museum eröffnet und 2006 umgebaut und erweitert. Heute werden wichtige Werke aus dem Nachlass Franz Marcs, Leihgaben aus Privat- und Museumsbesitz sowie Dokumente zum Leben des Malers gezeigt. Hinzu kommen Werke von Kandinsky, Münter, Macke, Klee, Jawlensky und anderen, welche die Bedeutung Franz Marcs im Kreis des Blauen Reiters verdeutlichen.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour2 km
Höhenunterschied750 m
Dauer3.00 h
Ausgangspunkt B11 zwischen Kochel und Urfeld, Kesselbergsattel (850 m)
Endpunkt B11 zwischen Kochel und Urfeld, Kesselbergsattel (850 m)
TourencharakterWie bei einigen der bislang vorgeschlagenen Tagesausflüge lässt sich auch in Kochel Wandern und Baden ideal miteinander kombinieren. Zusätzlich kommen vor oder nach der Besteigung des Jochbergs sowohl Kunst- als auch Technikfreunde auf ihre Kosten, denn das Franz-Marc-Museum wie auch das Kraftwerk-Museum sollte jeder einmal besichtigt haben.
Beste Jahreszeit
VerkehrsanbindungMit dem Auto von München auf der A95 bis Ausfahrt Murnau; auf der St2062 weiter über Schlehdorf nach Kochel; hier auf der B11 in Richtung Walchensee zum Kesselbergsattel.
Mit dem Zug von München über Tutzing nach Kochel und weiter mit dem Bus 9608 zum Kesselbergsattel
GastronomieJocher Alm, geöffnet Pfingsten bis Kirchweih (dritter Sonntag im Oktober)
Tipps
Bade-Tipp: Die nächste Bademöglichkeit befindet sich direkt an der Straße in Richtung Kesselberg zwischen Walchenseekraftwerk und dem Franz-Marc-Museum.
Informationen
Franz-Marc-Museum, geöffnet Di–So, Fei 10–18Uhr (AprilOkt), 10–17Uhr (Nov– März). Walchenseekraftwerk, geöffnet Mo–So 9–17Uhr