Kloster Walkenried und Sachsaburg

Vom Zisterzienserkloster Walkenried mit seiner imposanten gotischen Kirchenruine führt diese idyllische Rundwanderung zu den Walkenrieder Teichen und über das Gipskarstmassiv des Höllsteins zur Ruine der Sachsaburg an den Sachsensteinklippen. (Autor: Chris Bergmann)
8 km
118 m
3.00 h
Vom Bahnhof Walkenried zur Straße tretend, wenden wir uns rechts und wandern die erste Straße (Bahnhofstraße) links hinauf Richtung »Klosterruine«. Nach wenigen Minuten gelangen wir zum Torhaus (12. Jh.), durchschreiten es und befinden uns auf dem Gelände des Klosters mit der monumentalen frühgotischen Kirche Sancta Maria (Ruine).

Ins Naturschutzgebiet Priorteich-Sachsenstein

Auf Höhe des Klostercafés folgen wir der Markierung des Karstwanderwegs rechts und die erste links und zweigen nach Queren des Bahngleises rechts auf die Anliegerstraße Richtung »Höllteiche« ab. Am letzten Haus endet der Asphaltbelag, wir gelangen zum waldumrahmten Röseteich, queren am Ende die Straße, sehen jenseits des Höllteichs den Ravensberg und treten in das Naturschutzgebiet Priorteich-Sachsenstein ein.

Auf dem Höllsteinklippenweg, einem Laubwaldpfad, dem auch der Karstwanderweg folgt, gelangen wir zum Höllstein-Aussichtspunkt hoch über den Teichen, folgen dem Klippenweg längs der Abbruchkante in urtümlichem Naturwald hinab zur mächtigen Sachseneiche und gelangen dahinter an den Rand einer Wiese; hier wandern wir halb links/geradeaus am Waldsaum entlang. An der nächsten Verzweigung verlassen wir den in die Wiese abzweigenden Karstwanderweg und folgen dem Waldsaumweg weiter Richtung »Kutzhütte«, an der ersten Verzweigung im nächsten Waldstück rechts.

Oben an der Helbinghütte (geradeaus führt ein Pfad zu den Sachsensteinklippen) treffen wir wieder auf den Karstwanderweg, folgen ihm rechts hinab, nächste rechts und gelangen zurück zur Wiese. An ihrem Anfang folgen wir dem Karstwanderweg auf einem Pfad links hinauf, überqueren an Drehkreuzen die Bahnlinie und gelangen auf dem Bahnparallelweg zur Burgruine Sachsenstein (Sachsaburg).

Die Ruinen der Sachsaburg

Von der Ruine gehen wir wenige Meter zurück zur letzten Verzweigung, biegen hier links ab und gelangen auf einen schönen Waldweg, der in altem Buchenwald an einem Angelteich vorbeiführt und kurz vor der Straße eine Verzweigung erreicht. Hier wandern wir rechts hinauf über die Blumenbergsköpfe und am Priorteich vorbei. Der größte Teil des Teichs steht unter Naturschutz, am Nordufer ist ein Badebereich ausgewiesen. Hinter dem nächsten Teich, dem Affenteich, verlässt der Weg das Naturschutzgebiet und mündet auf den Sachsaer Weg, dem wir geradeaus zum Bahnhof folgen.

Die Ruinen der Sachsaburg erheben sich auf einem steil in das Uffetal abfallenden Bergsporn an den weiß leuchtenden Gipskarstfelsen der Sachsensteinklippen am Harzsüdrand zwischen Bad Sachsa und Walkenried. Der König und nachmalige Kaiser Heinrich IV. ließ sie als salische Reichsburg vermutlich auf dem Gelände einer vorgeschichtlichen Burgstätte errichten, musste jedoch 1074 im Frieden von Gerstungen ihrer Zerstörung durch die sächsischen Aufständischen zustimmen. Unmittelbar neben der Ruine wurde 1869 der Gipskarstberg durchstochen, um den Bau der Bahntrasse Bad Sachsa – Walkenried zu ermöglichen. Heute liegen die Ruinen in einem stimmungsvollen Naturschutzgebiet mit schönem altem Laubwaldbestand.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied118 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBahnhof Walkenried (250 m).
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterBequeme Wald- und Teichewanderung.
Beste Jahreszeit
KartentippWandern im Westharz (Landesvermessungsamt Niedersachsen).
MarkierungenNamentliche Ausschilderung, grünes Dreieck.
VerkehrsanbindungB 243 Seesen – Osterode – Nordhausen, abzweigen nach Walkenried; außerdem Bus- und Bahnanbindung.
Unterkunft
Im Luftkurort Walkenried finden sich zahlreiche Unterkunftsmöglichkeiten.
Tourismusbüro
Touristeninformation Walkenried, Pfarrplatz, 37445 Walkenried, Tel. 05525/350, Internet: www.walkenried.de

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