Kesselkogel (3002 m)

Gesicherte Steige in großer Felsarena, die Erfahrung und Trittsicherheit erfordern; beim Zugang über dem Santnerpass ein echter, mäßig schwieriger Klettersteig und eine oft schneegefüllte Schlucht. (Autor: Dieter Seibert)
14 km
1560 m
9.00 h
Über den Santnerpass zur Vajolethütte (2.45 Std.).
Fahrt mit dem Gondellift zur Rosengartenhütte (2339 m, CAI) in herrlich freier Lage. Über eine Felsstufe mit Drahtseil auf eine geneigte Terrasse. Dort ein gutes Stück ohne Steigung nach Norden zum Felsbeginn. Nun mit Hilfe von Drahtseilen, Stiften, Klammern und einer Leiter über Rinnen und Felsstufen in ein Schartl und hinab in die Eisrinne. Auf der linken Seite wieder empor und über eine letzte Stufe in den Santnerpass mit der gleichnamigen Hütte (2734 m, privat, 8 Schlafplätze; 1.30 Std.), überraschender Blick auf die berühmten Vajolettürme. Durch das »Gartl« – einst König Laurins Rosengarten, heute ein felsiges Hochtal – zur Gartlhütte (2621 m, privat, 40 Schlafplätze, Tel.: 0462/763428) und auf stark begangenen, steinigen Wegen hinab zur Vajolethütte (2243 m), neben der die kleine Preußhütte steht.
Normalweg auf den Kesselkogel (2.30 Std.).
Von der Hütte immer am linksseitigen Hang schräg aufwärts und über Schutt in den Grasleitenpass (2599 m, kleine Hütte). Nach rechts an das Massiv des Kesselkogels. Ein Stück empor, dann rechts durch eine kleine Lücke und über ein ausgesetztes Band (am Schluss eine kurze Leiter). Durch eine Rinne und einen Kamin zum großen Westwandband. Auf ihm erst flach nach Norden, dann über Schrofen und Geröll auf den frei stehenden Gipfel.
Abstieg (4.15 Std.).
Auf dem gut gesicherten, etwas anspruchsvolleren Felsensteig mit zwei Leitern nach Osten hinab ins oberste Antermojakar, wieder empor auf den Antermojapass (2769 m), dann hinab zum Grasleitenpass und weiter zur Vajolethütte. Von dort kurz hinab Richtung Gardeccia, dann Querung unter der eindrucksvollen Ostwand der Rosengartenspitze, bei der Verzweigung rechts und empor ins Tschagerjoch (2630 m). Drüben steil über Geröll und Schrofen hinab, nach Norden und Schlussabstieg zur Rosengartenhütte.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied1560 m
Dauer9.00 h
Schwierigkeit
StartortWelschnofen (1182 m) oder – schöner gelegen – Tiers (1019 m) mit eindrucksvoller Dolomiten-Kulisse
AusgangspunktTalstation des Rosengartenlifts (1743 m)
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterNicht die Rosengartenspitze und noch weniger die Vajolettürme ragen in dieser Gruppe der Dolomiten am höchsten auf, sondern der Kesselkogel, der es gerade noch über die Dreitausend-Meter-Grenze »schafft«. Vom Grasleitenpass führt ein Steig zu unserem Gipfel empor, auf dem sehr viele unterwegs sind, obwohl jeder eine Reihe von gesicherten Felsstellen und eine ziemlich ausgesetzte Passage überlisten muss. Deutlich ruhiger geht es beim Abstieg nach Osten zu, der etwas höhere Anforderungen stellt.
Der schnellste Zugang auf den Kesselkogel würde in Vigo di Fassa beginnen. Mit der Seilbahn fährt man nach Ciampedie hinauf und erreicht in 1.45 Std. über Gardeccia die Vajolethütte. Wir bieten hier jedoch einen viel spannenderen Zugang an, der aber einige Erfahrung auf Klettersteigen erfordert.
Hinweise
Siehe Tour 64 in Karte.
KartentippTabacco-Karte, Blatt 029 (Rosengarten)
VerkehrsanbindungEntweder von Bozen nach Welschnofen und am Karersee (15 km) vorbei oder von Bozen nach Tiers und über den Nigerpass (13 km) zum Ausgangspunkt
Höchster Punkt
Südtirol
Unterkunft
Vajolethütte (2339 m), CAI, 50 Schlafplätze, Tel - 0462/ 763292

Lust bekommen? Noch mehr Touren finden Sie in unserem Buchtipp:

Dieter Seibert

Leichte 3000er in den Ostalpen

50 hochalpine Touren über Wege und Steige zwischen Verwall und Dolomiten. Mit Karten, Piktogrammen und detaillierten Routencharakteristiken.

Jetzt bestellen
Mehr zum Thema