Im Terentener Mühlental

Erlebnispfad auf dem Sonnenbalkon des Pustertals.
Leichte Rundwanderung auf Waldwegen und Wirtschaftswegen, etwa 200 m Höhendifferenz, Markierung mit blauem Mühlrad (Autor: Peter Mertz)
4 km
240 m
2.00 h
Der Terentener Mühlenweg.
Wir wandern vom Dorfplatz entlang der »Strada del Sole« 150 Meter westwärts und treffen auf den Bachweg, der in nördlicher Richtung taleinwärts zieht. Er ist identisch mit dem Fußweg zum Hotel Falkensteiner. Von dort gehen wir weiter zum Terentener Bach und weiterhin taleinwärts. Gleich nach einer Brücke treffen wir auf die erste Mühle, die Toldenmühle. Sie steht am rechten Bachufer und ist nicht mehr funktionsfähig. Wir folgen dem nun leicht ansteigenden Waldpfad, überqueren nach etwa 20 Minuten den Bach und treffen wenig später neben der Jausenstation Jenneweinhof auf die Erdpyramiden, die den Steilhang gegenüber dem lauschigen Gasthof zieren. Erdpyramiden wirken sehr trocken, sind aber ein Werk des Wassers. Sie bestehen aus weichem Moränenmaterial, in dem größere Steinbrocken enthalten sind. Liegen Decksteine so, dass sie wie ein Dach wirken, wird das weiche Material rundherum ausgewaschen und im Laufe der Zeit bilden sich bizarre Säulen, die nach unten immer dicker werden. Die Terentener Erdpyramiden stehen zwar denen am Ritten in Größe und Anzahl nach, dennoch können sie mit Recht als außergewöhnliches Naturdenkmal bezeichnet werden.
Zu den alten Kornmühlen.
Wir wandern entlang der asphaltierten Straße taleinwärts und wechseln in einer Serpentine auf den Waldpfad, der uns zu den renovierten Mühlen bringt. Als erste liegt die Hansenmühle am Wegesrand. Die alten Kornmühlen werden mit großen Wasserrädern betrieben, zu denen das Wasser über Holzkandeln transportiert wird. Unmittelbar vor dem Wasserrad geht das auf meterhohen Stelzen liegende Gerinne in die beweglich aufgehängte, steile Schussrinne über. Die Achse des Wasserrads treibt im Inneren die Mühlsteine an. Früher nutzte man die Mühlen, um das Getreide, das auf der Sonnenterrasse angebaut wurde, zu mahlen. Man speicherte es in so genannten Kornkästen, wie einer noch beim Oberleitnerhof zu sehen ist. Als Nächstes folgen Gassermühle, Hansleitnermühle und zuletzt die Jakobemühle, ehe der schmale Waldpfad den Bach quert und sich im östlichen Hang des Terentenbachs fortsetzt. Bald passieren wir das Gelände des alten Flitschhofs. Von dort führt der neu angelegte Flitschweg in weit ausladenden Serpentinen durch Wiesengelände zum Oberleitnerhof hinab. Danach unterqueren wir die Skipiste, kommen zum Feuerwehrhaus und kehren nach rechts ins Zentrum von Terenten zurück.

Dauer: Terenten – Jenneweinhof 40 Min. – Tal der Mühlen 20 Min. – Flitschhof 15 Min. – Terenten 45 Min.; Gesamtgehzeit 2 Std. ;
Motto: Wandern am Wasser

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour4 km
Höhenunterschied240 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktTerenten (1233 m), nahe Gemeindehaus und Tourismusbüro
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterEine »Strada del Sole« gibt es nicht nur in Mittelitalien, sondern auch im sonnigen Pustertal, genauer gesagt entlang der Pustertaler Sonnenterrasse. Die erst 1961 gebaute Straße führt von Vintl zuerst nach Terenten. Jahrhundertelang war dieser Ort auf sich selbst gestellt, sodass die Bauern und Handwerker für Nahrung und Kleidung sorgen mussten. Die ersten Mühlen werden in Urkunden ab dem Jahr 1629 erwähnt. Unsere gemütliche Rundwanderung führt uns von Terenten ins Tal der alten Kornmühlen und zu gleißend ockerfarbenen Erdpyramiden.
Beste Jahreszeit
KartentippFreytag & Berndt Wanderkarte 1:50000, Blatt WKS 4 (Sterzing)
VerkehrsanbindungVon Niedervintl an der Pustertalstraße SS 49 über die »Strada del Sole« nach Terenten zum Parkplatz am Gemeindezentrum Mehrere Busverbindungen von Brixen und Bruneck
GastronomieJenneweinhof gegenüber den Erdpyramiden (Mai bis Ende Oktober), Hotel Falkensteiner in Terenten, weitere Gasthöfe und Lebensmittelmarkt in Terenten
Tourismusbüro
Tourismusverein Terenten, St. Georgenstraße 1, I–39030 Terenten, Tel.: 0472/546140, terenten@dnet.it www.terenten.com

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