Hochstubaier Hochgefühle

Anstieg vom Osterfelderkopf auf die Alpspitze 2 Std., Abstieg zum Stuibensee 1.30 Std., weiter zum Kreuzeck 1.30–2 Std.; insgesamt 5–5.30 Std. (Autor: Michael Pröttel)
16 km
2250 m
10.00 h
Freitag 5,5 km 2.30 Std. ’ 900 HmHüttenzustieg Nürnberger HütteBergwanderung durch ein wunderschönes Stubaier SeitentalHüttenparkplatz – Bsuchsalm – Nürnberger HütteWegverlauf Vom Hüttenparkplatz (1380 m) folgt man ein kurzes Stück einem breiten Fahrweg und kann ihn aber sogleich an einer Kehre verlassen, indem man geradeaus auf einem Steig weitergeht. Er führt nun steiler durch den Wald bergan und stößt dann wieder auf den Fahrweg. Nun geht es immer parallel zum Langentalbach nach Süden. Nachdem man eine Brücke überquert hat, erreicht man auch schon die Jausenstation Bsuchsalm (0.45 Std., 1572 m). Von hier aus wandern wir noch ein Stück lang flach weiter und dann nach rechts vor dem Talschluss in Kehren über einen breiten Kegel steiler empor. Der Anstieg wendet sich nach links auf einen Absatz zu und dann, wieder im Zickzack, durch Buschwerk zu freien Hängen hoch. Über weite Grashänge geht es wieder angenehm ansteigend weiter in Richtung Süden. Die Hütte ist hier schon sichtbar. Das Ge-lände wird schließlich zunehmend felsiger, bevor man schließlich die Nürnberger Hütte (2.30 Std., 2297 m) erreicht. Von der Hütte genießt man eine prächtige Aussicht auf die Gipfel der beiden Feuersteine mit ihren Fels- und Eisflanken. Sehenswert sind außerdem die besonders schönen und großflächigen Gletscherschliffe in der Umgebung der Hütte.Samstag 12 km 7 Std. ’ 650, ‘750 HmÜber den Wilden Freiger zur SulzenauhütteAuf einen aussichtsreichen Dreitausender im Stubaier HauptkammNürnberger Hütte – Seescharte – Wilder Freiger – Seescharte – SulzenauhütteWegverlauf Von der Nürnberger Hütte (2797 m) geht man zunächst Richtung Süden und an der ersten Gabelung geradeaus. Zunächst noch in flachem Gelände, hält man sich bei den folgenden zwei Gabelungen jeweils rechts, und der Anstieg wird steiler. Man wandert nun unterhalb der Urfallspitze-Südwestflanke hindurch, hinter der steilere Serpentinen zur Seescharte (2762 m) hinauf-führen. Hier stößt der leichteste Anstiegsweg von der Sulzenau-hütte hinzu. Diese Stelle muss man sich also für den Abstieg merken. Man läuft weiter immer südwestlich und unterhalb der Gamsspitze entlang zu einem Eisfeld. Der frühere Anstieg führte nördlich des Eisfelds zum Grat. Wegen Steinschlaggefahr wird nun aber im Sommer ein Stück abgestiegen, um östlich unterhalb des Eisfelds zu einem Rücken zu gelangen, auf dem erst der Anstieg zum Grat erfolgt. Über den Grat erreicht man P. 3222, wo man den Gletscher betritt. Man steigt über die weitem sanft geneigten Firnfelder empor, geht rechts am Signalgipfel vorbei und schließlich über den Südostgrat zum Gipfelkreuz des Wilden Freigers (4 Std., 3418 m).Zurück zur Seescharte (2762 m). Hier wendet man sich nach links. Über ein mäßig steiles Firnfeld (keine Spalten, aber bei hartem Schnee sind Steigeisen hilfreich) erfolgt der weitere Abstieg nun hinunter in das Kar nördlich der Urfallspitze. Im Karboden wandert man zunächst nach Nordosten und wendet sich dann nach links, um eine Felsstufe in einem Rechtsbogen zu umgehen. Man läuft parallel oberhalb des Grünausees weiter und hinter diesem über einen Moränenrücken hinab zu einem Bach, den man kurz darauf überquert. Wenig später wird ein zweiter Bach überquert, und man steigt wieder bergan zu einem Geländeabsatz. Hinter diesem spaziert man nun wunderschön über wellige Böden zur herrlich ge-legenen Sulzenauhütte (7 Std., 2196 m).Sonntag 8,5 km 5.30 Std. ’ 700, ‘1200 HmÜber den Großen Trögler zur Dresdner HütteKammüberschreitung mit einzigartigem GletscherpanoramaSulzenauhütte – Großer Trögler – Dresdner Hütte – MutterbergalmWegverlauf Von der Sulzenauhütte (2196 m) wandert man zunächst in westlicher Richtung bis zu einer Weggabelung. Hier geht es nach rechts mäßig steil über Moränen- bzw Hochalm-gelände bis hin zum Pfaffenlehner. In Serpentinen schlängelt sich der Weg nun hinauf. An einer Felsrippe (Drahtseile) steilt sich das Gelände auf. Diese Stelle ist recht kurz und wenig problematisch. Über leichte Gratkletterei erreicht man wenig später das Gipfelkreuz des Großen Trögler (2.30 Std., 2902 m), von dem aus man eine einzigartige Aussicht auf den wild zerrissenen Sulzenauferner und das über ihm thronende Zuckerhütl hat. Man folgt weiter dem Grat und steigt in eine markante Scharte ab; der Pfad wendet sich nun nach rechts. Recht steil geht es über den weiterhin gut markierten Steig in ein langes Kar hinab, wo es wieder etwas flacher wird. Das Kar verengt sich, und nochmals wird der Abstieg steiler. In vielen Kehren erreicht man einen Absatz, wo von links der Weg zum Peiljoch hinzustößt. Wir gehen geradeaus (westlich) weiter, gelangen über letzte Serpentinen ins breite Fernautal und queren angenehm zur Dresdner Hütte hinüber (4.30 Std., 2308 m). Von der Dresdner Hütte geht es schließlich auf sehr deutlichem und gut markiertem Weg immer parallel zur Seilbahntrasse zur Talstation der Mutterbergalm (5.30 Std., 1720 m) hinab.Zweitagesvariante Wer nur zwei Tage Zeit hat, kann den Großen Trögler auslassen und von der Sulzenauhütte auf dem gut markierten Hüttenzustieg direkt ins Stubaital absteigen. Der Zeitbedarf dazu beträgt etwa 90 Minuten.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour16 km
Höhenunterschied2250 m
Dauer10.00 h
AusgangspunktStubaital, 1 km hinter Ranalt (1380 m).
EndpunktTalstation des Stubaier Gletscherskigebiets an der Mutterbergalm.
TourencharakterDiese kleine Hochstubai-Durchquerung von der Nürnberger zur Dresdner Hütte stellt eine besonders abwechslungsreiche Berg-tour dar. Nach einem sehr schönen Hüttenzustieg folgt am Samstag der »große Gipfeltag«, an dem man mit dem Wilden Freiger einem der höchsten, aber zugleich auch einem der leichtesten Stubaier Dreitausender aufs Haupt steigt.Die Sonntagsetappe wartet dann schließlich mit der wunderschönen Gratüberschreitung des Großen Tröglers auf, von der aus sich die vielleicht beeindruckendste Aussicht auf die wilde Gletscherwelt des Stubaier Hauptkammes bietet. Sie entschädigt im Voraus für den einzigen Wermutstropfen, den man auf dieser tollen Tour in Kauf nehmen muss: Der Abstieg von der Dresdner Hütte hinab zur Mutterbergalm wird von der Seilbahn des Stubaier Gletscherskigebiets begleitet.
Beste Jahreszeit
KartentippAlpenvereinskarte Nr. 31/1 »Hochstubai« 1:25000.
VerkehrsanbindungÜber die Salzburger Autobahn (A 8) zur Inntalautobahn (A 12) und auf dieser Richtung Innsbruck. Kurz davor auf der Brennerautobahn A 13 bis zur Ausfahrt »Stubaital« und durch das Stubaital Richtung Gletscherskigebiet bis etwa einen Kilometer hinter Ranalt. Hüttenparkplatz auf der linken Seite. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: mit dem Zug bis nach Innsbruck und weiter mit der Buslinie »ST« ins Stubaital. Der Bus hält am Ausgangspunkt zur Nürnberger Hütte. Aktuelle Verbindungen: www.oebb.at. Zurück von der Mutterbergalm ebenfalls mit der Buslinie »ST«.
Unterkunft
Nürnberger Hütte (DAV, 2297 m), geöffnet von Anfang Juni bis Anfang Oktober, Tel. 0043/5226/ 2492; Sulzenauhütte (DAV, 2196 m), geöffnet von Anfang Juni bis Anfang Oktober, Tel. 0043/5226/ 2432, Internet: www.sulzenau.com.