Hochstaufen

Von Bad Reichenhall über die Stoanern Jager
Am Nordwestrand der Kurstadt Bad Reichenhall, des „bayerischen Meran“, steht ein isolierter, mehrgipfeliger Gebirgskamm, dessen markanteste Erhebung, der Hochstaufen, sich 1300 Meter über dem Talboden erhebt. Als alpines Wahrzeichen der Stadt, die sich weniger als Bergsteigerstadt denn als Salzmetropole einen Namen gemacht hat, kann sich der Hochstaufen nicht nur seiner imponierenden Gestalt, sondern mehr noch seiner Aussicht wegen eines regen Zulaufs erfreuen. An klaren Tagen bietet sich von seinem Gipfel nicht nur eines der besten Panoramen der Berchtesgadener Alpen, ja, der Blick Richtung Osten reicht dann bis zu den Kämmen des Bayerischen Waldes. Knapp unter seinem Gipfel liegt das einladende Reichenhaller Haus.
Zwei sehr unterschiedliche Steige bieten sich auf der Südseite zu einer abwechslungsreichen Rundtour an, wobei der Aufstieg am besten über die so genannten „Stoanern Jager“ zwei sagenumwobene Felsgestalten auf dem Ostgrat , der Abstieg aber über die bequemere Bartlmahd erfolgt.
Vom Parkplatz oberhalb der Padinger Alm, unserem Ausgangspunkt, gehen wir zunächst auf einer Forststraße durch flachen Nadelwald bis zu einer Wegverzweigung. Dort rechts auf einem Waldweg weiter, der sich bald zu einem Steig verengt. Zuerst noch durch Wald, dann über freieres Gelände, vorbei an einem Brunnen, über die Buchmahd hinauf zum luftigen Ostgrat. Zuerst auf diesem, dann etwas unterhalb durch das stufige Gelände der Südflanke (im Sommer stark der Sonne ausgesetzt) zum Unterkunftshaus knapp unterhalb des Gipfels. Von dort in wenigen Minuten hinauf zum kreuzbesetzten höchsten Punkt. – Der Abstieg erfolgt auf dem breiten Weg, der zuerst auf, dann knapp unterhalb des Grates verläuft, der Hoch- und Mittelstaufen verbindet, und dann in Serpentinen durch schrofiges, latschendurchsetztes Gelände zu den steilen Wiesen der Bartlmahd hinabführt. Dort links haltend (Wegverzweigung) nun durch Wald hinab, bis wir wieder auf die Forststraße treffen, die wir bereits zu Beginn des Anstiegs benutzt haben, und hinab zum Parkplatz bei der Padinger Alm.

Dauer:

Vom Hauptbahnhof zur Padinger Alm 1 Std., von dort zum Reichenhaller Haus bzw. zum Staufen-Gipfel 3 Std., Abstieg

2 bis 3 Std. Gesamtgehzeit: 5–6 1/2 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBad Reichenhall, 472 m. Ausflugsgaststätte Padinger Alm, 667 m, oberhalb von Nonn.
TourencharakterTrittsicherheit und Schwindelfreiheit für den Anstieg über die Stoanern Jager erforderlich; der Abstieg über die Bartlmahd ist leicht (auch als Anstiegsweg für Kinder geeignet).
Beste Jahreszeit
KartentippTopographische Karte 1:50 000, Sonderblatt „Berchtesgadener Alpen“ (LVG).
Verkehrsanbindunga) mit dem Auto: Auf der Salzburger Autobahn bis zur Ausfahrt Piding, dann auf der Landstraße (Umgehungsstraße) rechts seitlich an Bad Reichenhall vorbei bis zur Abzweigung nach Karlstein. Über die Kretabrücke, dann rechts nach Nonn und hinauf zur Padinger Alm. Dort Wanderparkplatz am Ende der Fahrstraße. b) mit der Bahn: Mit Kurswagen oder Direktverbindung von München nach Bad Reichenhall (Hbf). Vom Bahnhof auf der Bahnhofstraße, dann auf deren Verlängerung – der Wittelsbacherstraße – zu Fuß bis zur Kurfürstenstraße. Dort rechts zur Umgehungsstraße, durch die Unterführung und auf Wanderweg der Markierung K4 und N3 folgend zuerst über den Nonner Steg, dann links haltend durch den Kurpark Nonner Au auf gut beschildertem Weg hinauf zur Padinger Alm.
GastronomieReichenhaller Haus, 1771 m (Mitte Mai bis Mitte Oktober bewirtschaftet, 6 Betten, 16 Lager); Padinger Alm, 667 m (ganzjährig bewirtschaftet).
Höchster Punkt
Hochstaufen, 1771 m.
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