Historische Altstadt und Badefreuden

Abwechslungsreiche Wanderung auf Wald- und Uferwegen, schöne Aussichten zum Müggelsee und mehrere Bademöglichkeiten. (Autor: Tassilo Wengel)
12 km
80 m
3.00 h
Über die Schlossinsel zur Müggelspree Vom S-Bahnhof Köpenick gehen wir die Bahnhofstraße entlang und an der Lindenstraße nach links. Wir überqueren die Spree auf der Dammbrücke und folgen der Straße Alt Köpenick geradeaus am Rathaus vorbei bis zur Schlossinsel. Hier lohnt sich ein Rundgang am Ufer der Dahme und ein Besuch des Schlosses, ein Juwel der Berliner Baukunst. Wir überqueren die Schlossbrücke, wenden uns nach rechts (Markierung roter Querstrich) und gehen die Müggelheimer Straße weiter, bis links die Amtsstraße abzweigt (Wegweiser Altstadt). Der Amtsstraße folgen wir nur einige Meter und dort, wo sie einen Linksbogen macht, gehen wir geradeaus weiter. Wir kommen direkt zum Ufer der Müggelspree und biegen nach rechts ab. Es folgt ein schöner Uferweg, auf der gegenüberliegenden Seite reihen sich am Ufer kleine Gärten und Häuser, als Klein Venedig bekannt. Unser Weg mündet über eine Treppe auf die Wendenschlossstraße. Hier wenden wir uns nach links, überqueren die Salvador-Allende-Straße und halten uns wieder links, um an das Ufer der Müggelspree zu kommen. Dort wandern wir nach rechts und folgen dem schönen Uferweg durch Kiefernwald, der mit Laubgehölzen durchmischt ist. Mehrere Badestellen laden zur Rast ein, bevor der Kiefernwald von Laubmischwald mit Birken, Ahornen, Eichen und Akazien abgelöst wird. Zahlreiche Boote beleben diese stark befahrene Wasserstraße, die sich in Friedrichshagen an einer sehr engen Stelle mit dem Müggelsee verbindet. An dieser Stelle befindet sich ein Spreetunnel, an dem wir auf unserem Wanderweg das Ufer des Müggelsees erreichen. Hier halten wir uns links, gehen durch den Spreetunnel und wandern bis zum Müggelseedamm.Variante: Vom Müggelseedamm erreicht man den S-Bahnhof Friedrichshagen in 20Minuten.Am Ufer des Müggelsees entlang Wir wenden uns nach dem Spreetunnel nach rechts und folgen dem Bölschewanderweg (Markierung grüner Querstrich). Bei der Straßenbahnhaltestelle Bruno-Wille-Straße bietet sich die Gelegenheit, von einem kleinen Sitzplatz aus den Schiffsverkehr auf dem Müggelsee zu beobachten. Wir kommen am einstigen Wohnhaus von Wilhelm Bölsche (1861–1939) vorbei, der zusammen mit Bruno Wille Gründer des Friedrichshagener Dichterkreises war, zu dem auch Heinrich und Julis Hart, Erich Mühsam und Knut Hamsun gehörten. Unser Weg führt an der Endhaltestelle der Straßenbahnlinie 60 vorbei zum riesigen Gelände des Wasserwerkes Friedrichshagen, das sich zu beiden Seiten der Straße erstreckt. Lohnend ist hier auf jeden Fall ein Besuch des Museums im Wasserwerk (geöffnet Di–Fr 10–16Uhr, So, feiertags 10–17Uhr, vom 1. November bis 28. Februar eine Stunde früher geschlossen), bevor es zunächst weiter dem Fuß-Radweg neben der Straße folgend weitergeht. Er mündet auf einen festen Sandweg und schwenkt dann in den Wald. Wir kommen nach wenigen Minuten zu einer kleinen Badestelle am Müggelsee und bleiben auf dem Uferweg (Markierung grüner Querstrich). An einigen Bänken vorbei wandern wir an einer Art Hochufer entlang. In Abständen bieten kleine Treppen die Möglichkeit, zu den Badestellen mit kleinen Sandstränden abzusteigen. Wir kommen zum Gelände des Jugenddorfes Müggelsee, das wir umgehen müssen. Neben der Straße Fürstenwalder Damm erreichen wir nach kurzem Weg den Eingang des Strandbades Müggelsee.Wir gehen durch das Eingangstor des Strandbades Müggelssee und folgen dem Weg entlang dem Seeufer nach links, wo sich die Surf- und Segelschule Müggelsee sowie ein Strandcafé befinden. Hier führt der Weg wieder aus der Anlage heraus auf den Fuß-Radweg neben der Straße. Nach rechts kommen wir zum Schild »Revierförsterei Müggelsee«, verlassen den Weg an der Straße und folgen dem befestigten Weg zur Revierförsterei Müggelsee. Der Weg führt uns zurück zum Fürstenwalder Damm und in wenigen Minuten sind wir an der Endhaltestelle der Straßenbahnlinie 61 bei der Gaststätte Waldschänke.Zum S-Bahnhof Rahnsdorf Bei der Endhaltestelle der Straßenbahn 61 halten wir uns links und folgen nach wenigen Metern dem Waldweg nach rechts (Markierung grüner Querstrich). An der folgenden Gabelung wählen wir den rechten Weg und wandern am Rahnsdorfer Rückhaltebecken, einem Staubecken des Fredersdorfer Mühlenfließ, entlang, wenden uns dann nach links und erreichen auf einem schönen Waldweg die Straße nach Fichtenau. Diese überqueren wir und gelangen auf dem parallel führenden Fußweg in 30Minuten zum nahen S-Bahnhof Rahnsdorf.Schloss Köpenick Theodor Fontane erwähnt in seinen »Wanderungen durch die Mark Brandenburg« auch das Schloss Köpenick und beschreibt unter anderem den Wappensaal. Er ist zweifellos der schönste und prachtvollste Raum des Schlosses, das zwischen 1677 und 1681 von dem holländischen Architekten und Maler Rutger van Langenfeld als barocker Bau mit holländischen Stilelementen als Residenz und Lustschloss für den Kurprinzen und spä-teren König FriedrichI. geschaffen wurde. Nach umfangreichen Restaurierungen ist das Schloss seit Frühjahr 2004 wieder geöffnet.

S-Bahnhof Köpenick – Schlossinsel 0.30Std. – Müggelsee 1.15Std. – Strandbad Müggelsee 1Std. – S-Bhf Rahnsdorf 0.30Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied80 m
Dauer3.00 h
AusgangspunktS-Bahnhof Köpenick.
EndpunktS-Bahnhof Rahnsdorf.
TourencharakterWo sich Spree und Dahme vereinen, liegt Köpenick mit seiner sehenswerten Altstadt und dem aufwändig sanierten Schloss. Ein schöner Wanderweg führt von hier am Ufer der Müggelspree entlang zum Müggelsee. Er ist neben Tegeler See und Wannsee eine beliebte »Badewanne der Berliner« und vor allem im Sommer ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Neben reichlich Bademöglichkeiten bieten sich auch beste Bedingungen für zahlreiche Wassersportarten, unter denen vor allem Segeln und Surfen sehr beliebt sind.
KartentippKompass Wanderkarte Nr.746 Märkische Schweiz, 1:50000.
VerkehrsanbindungAuto: Autobahn A10 (Berliner Ring), Abfahrt Erkner, über Erkner nach Köpenick. Bahn/Bus: S-Bahn S3 bis Köpenick.
GastronomieKöpenick: Restauration Zur Alten Laterne, Alt Köpenick 31/33; Ratskeller im Rathaus Köpenick, Alt Köpenick; Schlosscafé im Schloss Köpenick.
Tipps
Ratskeller in Köpenick Das berühmte Rathaus von Köpenick – bekannt durch den »Hauptmann von Köpenick« – beherbergt den historischen Ratskeller. Anfang der 1990er Jahre restauriert, weht seitdem ein frischer Wind im alten Gemäuer. Im großen Gewölbeschankraum steht die »Zwanzigratsherrentafel«, ein 5,20m langer Holztisch, an dem ebenso wie an zahlreichen anderen Tischen original Berliner Küche serviert wird. Dazu gehört auch das Leibgericht des »Hauptmanns von Köpenick«, alias Wilhelm Voigt, nämlich eine auf Buchenspänen heiß geräucherte Schweinshaxe mit deftigem Kraut und Erdäpfeln. Außerdem gibt es unter anderem Anna Grothes Frikassee vom Huhn nach dem Rezept der ersten Wirtin im Ratskeller von 1905, Königsberger Klopse in Kaperntunke, Berliner Bulette mit Letschogemüse, ofenfrischen Lachsstrudel auf Hummersamtsoße oder Filet vom Havelzander an Krebssoße.
Unterkunft
Unterkunft über Tel. 030/250025 oder Internet-Buchung: www.berlin-tourist- information.de

Lust bekommen? Noch mehr Touren finden Sie in unserem Buchtipp:

Tassilo Wengel

Genusswandern Berlin und Umgebung

35 abwechslungsreiche Wanderungen, von der historische Stadtmitte bis zu reizvollen märkischen Dörfern. Mit zahlreichen Tipps zu Kultur und Kulinaria.

Jetzt bestellen
Mehr zum Thema