Großer Hafner (3076 m)

Nur anfangs Forst- und Almsträßchen, dann Bergwege, am Gipfel steiler und steiniger, einige Felsen; Trittsicherheit nötig (Autor: Dieter Seibert)
16 km
1570 m
8 h
Zur Kattowitzer Hütte (2.30 Std.).
Auf dem Forstweg meist im Wald ein gutes Stück empor zu einer Kehre und zur Oberen Maralm (1816 m) mit einem Jagdhaus. Gleich danach über den scharfen Einschnitt des Moaralmbachs und diagonal aufwärts über die immer freieren Hänge mit letzten Zirben und Lärchen zu einem kleinen Boden. Mit vielen Serpentinen gerade empor und nach links zur Hütte am unteren Rand des Ochsenkares.
Auf den Großen Hafner (2.15 Std.).
Von der Hütte eine halbe Stunde über die Matten des Ochsenkars empor zur Wegverzweigung. Auf dem linken Steig weiter über die Hänge aufwärts, die allmählich steinig werden, und über eine Stufe auf den Südwestgrat des Hafners. Auf und rechts neben dem anfangs ausgeprägten Grat zu einem Geröllrücken, über ihn zum Gipfelgrat und oberhalb der 500 Meter hohen Nordwand zum Kreuz hinüber.
Abstieg (3.15 Std.) auf der Aufstiegsroute.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour16 km
Höhenunterschied1570 m
Dauer8 h
Schwierigkeit
StartortMalta (843 m), Ferienort im sonnigen, gleichnamigen Tal
AusgangspunktParkplatz (1512 m) bei der Abzweigung einer Forststraße im inneren Maltatal
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterDie letzte »Abteilung« der Hohen Tauern ganz im Osten ist die Hafnergruppe. Mit dem Großen Hafner ragt dort nochmals ein ins Auge fallender Dreitausender auf. Er passt bestens in dieses Buch, führt doch ein angelegter Steig bis auf den Gipfel, der über seine Umgebung deutlich dominiert. Eine eigene Hütte steht für die Besteigung bereit, die Route ist kurzweilig, im oberen Abschnitt mit dem Gang über die Grate auch spannend. Dazu kommt der weite Gipfelblick; sogar die großen Felszinnen der Julischen Alpen gehören zum Panorama.
Der Hüttenname dokumentiert europäische Geschichte - Die sehr alpenferne schlesische Sektion Kattowitz erbaute 1930 diesen Stützpunkt, heute liegt die Stadt in Polen und heißt Kattowice, während die Hütte von Salzgitter bei Braunschweig aus betreut wird. Es gibt noch ein echtes Hafner-Kontrastprogramm: Das im Nordosten eingeschnittene, kurze und auffallend steile Rotgüldental ist von wilder Urwüchsigkeit. Aus einem jähen, zerschründeten, allerdings stark zusammengeschmolzenen Gletscher wächst die düster-schwarze Nordwand des Großen Hafners 500 Meter hoch empor, so steil, dass man dort Kletterrouten bis zum Schwierigkeitsgrad VI findet. Als Gegenstück zum Hochalpinen füllt das erste Talbecken der immerhin 1,2 Kilometer lange Untere Rotgüldensee, an dessen Ufer, noch zwischen einzelnen Bäumen, die gleichnamige Hütte liegt. Um sie zu erreichen, fährt man von St. Michael im Lungau (Tauern-Autobahn) durch das ganz enge obere Murtal bis Arsenhaus (1330 m) und steigt in einer Stunde zum Ziel hinauf. Über die Wastlkarscharte kann man den Großen Hafner besteigen. Das teilweise recht steile Gelände und eine Aufstiegszeit von fünf Stunden sind die Merkmale dieser Route.
Hinweise
Siehe Tour 62 in Karte.
KartentippAV-Karte, Blatt 44 (Hochalmspitze, Ankogel)
VerkehrsanbindungAuf der Tauern-Autobahn nach Gmünd, von dort nach Norden ins innere, sehr malerische Maltatal (Maut) mit sehenswerten Wasserfällen, an der Gmünder Hütte (OeAV) vorbei und durch drei Tunnel, nach dem letzten noch etwa 1,5 km zum Ausgangspunkt
Höchster Punkt
Großer Hafner (3076 m)
Unterkunft
Kattowitzer Hütte (2321 m), DAV, 56 Schlafplätze, Tel. - 04784/647

Buchtipp

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