Gesamtdurchquerung Pfälzerwald

Anspruchsvolle Rundwanderung durch den gesamten Pfälzerwald. (Autor: Matthias Wittber)
199 km
4425 m
10.00 h
Diese Tour lässt sich in fünf große Abschnitte einteilen:
1. Abschnitt: Schweigen (Weintor) – Annweiler am Trifels: entlang der Ostgrenze des Pfälzerwalds – durchs Rebenmeer.
2. Abschnitt: Annweiler am Trifels – Hochspeyer: durch tiefen Pfälzerwald .
3. Abschnitt: Hochspeyer – Hardenburg: durch den Diemersteiner Wald, den Stumpfwald und das Leininger Land.
4. Abschnitt: Hardenburg – Hinterweidenthal: das Zentrum des Pfälzerwalds.
5. Abschnitt: Hinterweidenthal – Schweigen (Weintor): durchs Dahner Felsenland und das Grenzgebiet zum Elsass.
1. Abschnitt.
Start und Zielpunkt ist das Deutsche Weintor in Schweigen. Wir starten in nördliche Richtung, gehen die Gutenbergstraße aufwärts und kommen rechts abbiegend am kleinen Friedhof des Ortes vorbei. Es geht hinunter zum Weiher, dann folgt der erste kurze, aber steile Anstieg. Wir genießen den Blick zurück nach Schweigen-Rechtenbach, wandern ein Stück durch den Wald und kommen das erste Mal in die Weinberge oberhalb von Oberotterbach. Es geht hinunter in den Ort; auf der Oberdorfstraße halten wir uns rechts und biegen dann die zweite Abzweigung nach links ab in die Handwerksgasse. Es folgt der nächste Anstieg; der Blick reicht über das Rheintal, zum Bienwald und zum Schwarzwald. Ein Stück geht es hinunter zum Dierbach, den wir auf einer kleinen Brücke überqueren. Es folgt sodann der Anstieg nach Dörrenbach, das wir beim Sportplatz erreichen. Nun durch Wald hinunter in den Ort direkt zur sehenswerten Wehrkirche. Wir halten uns rechts, gehen etwas ortsauswärts, bis uns die Markierung nach links in die Wiesenstraße abbiegen lässt. Es folgt ein lang gezogener Abstieg, erst durch den Wald, dann durch die Weinberge, bis wir Bad Bergzabern in Höhe des Kurparks erreichen. Wir gehen das kurze Stück zur B427, überqueren diese und finden gleich wieder die Markierung, die uns nach Pleisweiler führen wird. Der Weg steigt zuerst durch Wohnbebauung an; bald befinden wir uns oberhalb von Bad Bergzabern und genießen die Sicht auf die Stadt aus anderer Perspektive.
Der Ort Pleisweiler wird in seinem oberen Teil durchquert, dann geht es durch Gleishorbach. Über einen weiteren Anstieg und an der Kirche St.Dionysis vorbei erreichen wir Gleiszellen. Es folgt ein steiler Abstieg über viele Stufen hinunter in das Tal des Klingbachs. Wir erreichen die Landesstraße 493, die wir zur anderen Seite überqueren. Steil geht es zur Burg Landeck hinauf. Auf der Straße, die zur Landeck führt, wandern wir hinunter zur Pfalzklinik, an der wir etwas oberhalb weiter nach Norden vorbeigehen. Im Tal des Kaiserbach kommen wir an die viel befahrene B48, die nach etwa 20Metern rechts mit der gebotenen Vorsicht zu überqueren ist. Jetzt folgt der lang gezogene, im letzten Teil in Zickzacklinien verlaufende Anstieg zur Madenburg. Von dort geht es hinunter zum Parkplatz. Es muss ein Stück die Straße benutzt werden, dann geht es nach links in den Wald hinein und bald sind wieder die Weinberge erreicht. Der Blick fällt auf den Ort Eschbach, auf den Leinsweilerhof, auf die Kleine Kalmit und den Slevogthof, der unser nächstes Ziel darstellt.
Wir beachten weiter die Markierung »grünes Dreieck«, die uns zum äußeren Ende von Leinsweiler und dann in den Ort selbst hineinführt. Es folgt der letzte anstrengende Anstieg zum Slevogthof; dahinter geht es immer noch ein Stück nach oben, bevor der Abstieg zum Zollstock erfolgt. Noch einmal ein steiles Stück abwärts; bevor wir die Bebauung von Annweiler erreichen, sehen wir vielleicht noch einen Schäfer im Schnittpunkt zwischen Wald und Weideland. Durch das Wohngebiet erreichen wir den Kurpark. Von dort sind es nur noch wenige Meter bis zum Marktplatz des sehenswerten Stadtkerns. Der Bahnhof Annweiler bildet den Endpunkt dieser Etappe.
Übernachtungsmöglichkeiten in Schweigen, Dörrenbach, Bad Bergzabern, Klingenmünster, Annweiler; Wanderkarten: Östlicher Wasgau und Bad Bergzabern
2. Abschnitt.
Aus dem Bahnhof von Annweiler am Trifels heraustretend, halten wir uns rechts (Richtung Westen, Markierung »blauer Strich«), gehen bis zu der Kirche und dort nach rechts einen kleinen Weg entlang, der uns zu einer Steinbrücke führt. Auf dieser überqueren wir die Bahnlinie Landau– Pirmasens. Der Weg steigt steil an, lässt den Sportplatz und das Turnerheim links liegen und kommt nach einem weiteren Anstieg zum Krappenfelsen. Der ausgezeichnete Blick auf Annweiler und den Trifels und der herrliche Baumbestand (Eichen- und Kastanienbäume) rechtfertigen eine Rast an diesem Aussichtspunkt. Der weitere Weg Richtung Taubensuhl ist durch ständige kleine An- und Abstiege gekennzeichnet. Selten geht es einmal ein längeres Stück eben dahin. Wir erreichen den Forstwart-Kühner-Platz, an dessen Holzbank sich im dichten Wald die nächste Rast anbietet. Eine Einkehrmöglichkeit gibt es schließlich im Forsthaus Taubensuhl.
Ab dort folgen wir der Markierung »rotes Kreuz«. Die Topografie bleibt gleich: Kurze An- und Abstiege wechseln sich ab bis zur Schutzhütte »An der Wurzel«. Im weiteren Verlauf des Weges achten wir auf die Markierung »blau-gelb«, deren Weg von links kommt und der wir nach rechts folgen. Etwas aufgepasst werden muss im Bereich der B48 und der Kreisstraße 58; wir beachten die »blau-gelbe« Markierung, die nach Überqueren der Kreisstraße steil hinab nach Erlenbach führt.
Der Weg verläuft auf der rechten Talseite entlang nach Speyerbrunn und weiter nach Mückenwiese. Bei der dortigen Holzfabrik überqueren wir die Straße und nehmen den nächsten Anstieg in Angriff. Hinter der Wegspinne Dämmchen folgt der Abstieg nach Waldleiningen. Wir durchqueren diesen kleinen Ort mit Einkehrmöglichkeiten und folgen am Ortsausgang links der Straße weiter der Markierung »blau-gelb«. Ein weiterer Anstieg ist erforderlich, um zur Bundesstraße 48 zu gelangen. Von dort geht es nur noch bergab bis nach Hochspeyer. Im Ort treffen wir wieder auf die B48, der wir bis zur Unterführung der Bahnlinie Kaiserslautern – Neustadt folgen. Dahinter nach rechts zum Bahnhof von Hochspeyer. Von dort gibt es Direktverbindungen nach Kaiserslautern, Neustadt/Weinstraße sowie Mannheim/Ludwigshafen.
Übernachtungsmöglichkeiten auf diesem Abschnitt in Hofstätten (nicht direkt an der Route), Speyerbrunn, Waldleiningen, Hochspeyer; Wanderkarten: Oberhaardt von Neustadt an der Weinstrasse bis zum Queichtal, Vom Johanniskreuz bis Pirmasens sowie Kaiserslautern und Umgebung.
3. Abschnitt.
Von Hochspeyer geht es mit der Markierung »weiß-blau« bis Alsenborn, dann mit der Markierung »grün-blau« über Stumpfwaldgericht zum Gollheimer Häuschen und weiter mit dem »blauen Balken« zum Rosenthalerhof. Dort nehmen wir das »gelbe Kreuz« als Markierung auf, das uns an Eisenberg vorbei über Wattenheim und Altleiningen nach Höningen führt. Wieder umfängt uns der dichte Pfälzerwald bis nach Hardenburg. Von dort gibt es Busverbindungen ins nahe Bad Dürkheim.
Übernachtungsmöglichkeiten auf diesem Tourabschnitt in Alsenborn, Eisenberg, Wattenheim, Altleiningen, Höningen und Bad Dürkheim; Wanderkarten: Kaiserslautern und Umgebung sowie Grünstadt und Sumpfwald mit Leiningerland.
4. Abschnitt.
Von Hardenburg geht es über Kehrdichannichts zum Lambertskreuz (Markierung »gelbes Kreuz«). Ab hier wechselt die Markierung: Wir folgen »grün-weiß« über Neidenfels nach Esthal und wechseln zu »gelb-rot«, um über Elmstein nach Mitteleiche zu gelangen. Bei der Kreisstraße 58 kreuzen wir den Hinweg. Ab dem Orientierungspunkt Preußenstein geht es über längere Zeit fast ausschließlich durch bewaldetes Gebiet bis zur Burgruine Gräfenstein. Mit der Markierung »roter Strich« wird als Endpunkt dieses Abschnitts der Ort Hinterweidenthal erreicht. Von dort Bahnverbindung nach Pirmasens bzw. Landau (Pfalz).
Übernachtungsmöglichkeiten auf diesem Wanderabschnitt in Bad Dürkheim, Neidenfels, Elmstein, Merzalben (etwas abseits der Strecke), Hinterweidenthal; Wanderkarten: Mittel- und Unterhaardt mit Bad Dürkheim und Leiningerland; Oberhaardt von Neustadt an der Weinstraße bis zum Queichtal; Vom Johanniskreuz bis Pirmasens.
5. Abschnitt.
Von Hinterweidenthal folgen wir der Markierung »grün-gelb« über Salzwoog, dem Wegkreuz »Am Sack« und dem Mückenkopf nach Fischbach und Schönau (Pfalz). Von dort geht es durchgehend mit der Markierung »grüner Balken« über Nothweiler, Bobenthal, St.Germanshof und Wegscheid zurück zum Ausgangspunkt am Weintor in Schweigen.
Übernachtungsmöglichkeiten auf diesem Abschnitt in Hinterweidenthal, Fischbach, Schönau, Nothweiler, Bobenthal, Schweigen. Von Schweigen erreicht man mit dem Bus Bad Bergzabern oder Weißenburg/Wissembourg. Von dort gibt es mit der Regionalbahn jeweils Anschluss nach Winden (Pfalz) und von dort nach Neustadt/Weinstraße oder Karlsruhe; Wanderkarten: Westlicher Wasgau mit Dahn; Östlicher Wasgau mit Bad Bergzabern.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour199 km
Höhenunterschied4425 m
Dauer10.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSchweigen, Deutsches Weintor.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterFür Freunde des Weitwanderns empfiehlt sich diese schöne Tour durch den gesamten Pfälzerwald, die in Form einer Acht verläuft.
Beste Jahreszeit
KartentippEs werden insgesamt 11 Wanderkarten, 1:25000 (Wanderkarten des Pfälzerwald-Vereins e.V.) benötigt (siehe Text).
MarkierungenSiehe Text.
VerkehrsanbindungAnfangs- und Endpunkte der einzelnen Abschnitte sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen (siehe Text).
GastronomieIn jedem Abschnitt gibt es zahlreiche Einkehrmöglichkeiten (siehe Text).
Tipps
Zeiteinteilung. Aus gutem Grund werden zu dieser Tour keine Tagesabschnitte beschrieben: Zu unterschiedlich sind die Laufgeschwindigkeiten der einzelnen Wanderer. Grundsätzlich sind aber genügend Übernachtungsmöglichkeiten auf dieser Tour vorhanden. Außerdem gibt es Hotel- und Pensionsbesitzer, die den Wanderer gerne am Ende einer Tagesetappe abholen und am nächsten Morgen zum Ausgangspunkt der nächsten Etappe hinbringen.
Tourismusbüro
Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH, Löhrstraße 103–105, 56068 Koblenz, Tel 0261/91520-0, www.rlp-info.de

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