Gamshag (2178 m)

Anstrengende Tagestour mit beachtlichem Höhenunterschied und großer Entfernung. Prächtige Aussicht vom Gipfel in die Zillertaler Alpen, die Venedigergruppe und die Hohen Tauern. (Autor: Siegfried Garnweidner)
10 km
1330 m
7.00 h
Vom Wanderparkplatz über den Schradlerhöfen kurz auf der Straße talein und gleich bei der ersten Kehre den Fahrweg nach rechts verlassen. Auf einer Brücke über den Sintersbach und gleich darauf sich links haltend dem Wanderweg in die Klamm hinein folgen. Nun moderat ansteigend neben dem Wildbach im Wald nach Osten hinauf. Ein Wegstück auf labilem Hanggrund ist bei jedem stärkeren Unwetter rutschungsgefährdet, weshalb eine Umleitung durch den Hörgerwald fest installiert wurde. Sie knickt vor der Reisse rechts ab, führt weit oberhalb der gefährdeten Hangstellen durch den Wald dahin und fällt allmählich wieder zum alten Weg ab. Im weiteren Verlauf kommt man nach links zu einem Steg, der über den Sintersbach führt und ein paar Meter gegen Osten zur Fahrstraße ansteigt. Auf dieser nach Südosten weiter, anfangs recht flach, im weiteren Verlauf ziemlich steil, an der Fahrwegabzweigung geradeaus und am Punkt 1173 m nach rechts und wieder über den Bach. Der Bergweg führt über einen Seitenarm des Sintersbachs und steigt im Wald gegen Südosten an, bis in einer Rechtskehre des Bergpfads nach links ein kurzer Wegstich zum Sintersbachwasserfall abzweigt. Auf ihm in wenigen Minuten zum eindrucksvollen Wasserschauspiel hinunter. Nach dem überaus lohnenden Besuch dieser Wasserfalllandschaft mit etlichen kleinen Stegen, auf denen man bei starker Wasserführung schon mal mit einem Duschbad rechnen muss, geht es zum Bergweg zurück. Auf ihm steigt man anfangs nach Südwesten, dann in Kehren gegen Süden an, bis der Weg unter markanten Felsenwänden links abknickt und nach Osten durch den Wald ansteigt. Dann wird die Forststraße »Bärensteinweg« erreicht. Auf ihr nach rechts weiter, sogleich nach links durch eine Kehre und anschließend auf dem Sträßchen etwa dem Verlauf des alten Wanderweges folgen. Nach der Bachbrücke auf 1572 m Höhe links abbiegen und auf einer Fahrstraße in ausholendem Bogen weiter zur Achental-Grundalm. Dort links abdrehen und auf grobem Fahrweg lange den Arnika-Wiesenhang nach Nordosten hinauf, an der Hochalm vorbei, bis man endlich im Hochtor auf 1999 m ankommt. Durch das Hochtor und gleich nach links auf einen markierten Bergpfad abbiegen. Weitgehend eben über felsige Alpenrosenhänge zum Torsee, an seinem linken Ufer vorbei, um den Gipfel des Gamshags in Angriff zu nehmen. Anfangs am schönen Wiesenhang, dann aber immer steiler und zuletzt recht mühsam neben einem scharfen Abbruch zum Gipfelkreuz hinauf.
Abstieg.
Vom Gamshaggipfel geht man nach Nordwesten ziemlich steil und fast ein wenig ausgesetzt auf markierter Route forsch hinab und kommt in eine Gratsenke. Aus ihr stramme 50 Höhenmeter in der gleichen Richtung über einen steilen Wiesenhang zum Kleinen Schütz (oder Schotting; 2078 m) hinauf. Vom zweiten Gipfelziel in der gleichen Richtung absteigen und sich im Sattel unmittelbar vor dem Gipfelaufschwung zum Schützkogel links halten. Auf schmalem Steig nun relativ flach nach Süden weiter, wobei sich die Wegspur immer wieder verliert, bis schließlich die Wild-Hochalm (1804 m) erreicht ist. Dort stehen wieder Wegtafeln, die nach Nordwesten hinunter weisen. Dem alten Viehweg bis kurz vor die Hochalm folgen, am Waldrand links abdrehen und auf freien Wiesenhängen in Kehren zur Jausenstation Wildalm. Dort stößt man auf eine Straße, die in weit ausholenden Kehren lange bis ins Sintersbachtal abfällt, wo die Aufstiegsroute erreicht wird. Auf ihr oder bequemer auf dem Fahrweg zum Ausgangspunkt zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied1330 m
Dauer7.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSchradler, südlich von Jochberg (993 m; Wanderparkplatz neben dem Sintersbach)
EndpunktSchradler, südlich von Jochberg (993 m; Wanderparkplatz neben dem Sintersbach)
TourencharakterEin schöner Klammweg, ein spannender Wasserfall und der kristallklare Torsee sind neben den Gipfel-Höhepunkten die Glanzlichter auf dieser enorm langen Wanderung. Wenn man ganz ehrlich ist, muss man zugeben, dass es zwischendurch auch weniger aufregende Abschnitte gibt, doch diese sind in der Minderheit, und auf so langen Touren muss man auch mal Forst- bzw. Almstraßen in Kauf nehmen. Solange man schöne, freie Ausblicke von den Fahrwegen aus genießen kann, sind Forststraßen schon in Ordnung.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass-Wander-, Rad- und Skitourenkarte 1:50000, Blatt 29 (Kitzbüheler Alpen)
MarkierungenWandertafeln und Wegemarkierungen
VerkehrsanbindungBusverbindung ab Bahnhof Kitzbühel zum Gashaus Alte Wacht
GastronomieJausenstation Wildalm
Tipps
Über den Teufelssprung. Statt zum Torsee kann man beim Aufstieg aus dem Hochtor auf markierter Route direkt zum Teufelssprung (2174 m) aufsteigen und von dort über den langen Gratrücken zum Gamshag queren. Damit kommt man zwar nicht zum malerischen Torsee, kann aber einen Gipfel mehr für diesen Tag im Tourenbuch vermerken.
Höchster Punkt
Gamshag (2178 m)
Unterkunft
Gasthäuser und Pensionen in Jochberg
Tourismusbüro
Jochberg, Tel. 0043/5356/66660; www.tirol.at/jochberg
Mehr zum Thema