Freundschaftsinsel und Neuer Garten

Bequemer Spaziergang, vorwiegend auf Asphaltwegen, teilweise auf festen Sandwegen. (Autor: Tassilo Wengel)
7 km
50 m
1.00 h
Wir starten am Hauptbahnhof in Potsdam und nehmen den Ausgang zur Friedrich-Engels-Straße. Dort wenden wir uns nach rechts und gehen zur Langen Brücke, die zwei Havelarme – Alte und Neue Fahrt – überspannt. Nachdem wir die Neue Fahrt überquert haben, verlassen wir die Brücke nach rechts, um der Freundschaftsinsel einen Besuch abzustatten. Sie ist als Staudengarten angelegt und von schönen Spazierwegen durchzogen. Nach dem Rundgang setzen wir unseren Weg über die Lange Brücke weiter fort und folgen der Friedrich-Ebert-Straße. Links ist das Filmmuseum zu sehen, rechts der Alte Markt mit dem Alten Rathaus und der Nikolaikirche. Wir kommen an der Brandenburger Straße, einer Fußgängerzone mit Geschäften, Restaurants und Cafés vorbei, rechts sehen wir das Holländische Viertel, bevor wir durch das Nauener Tor gehen. Dieses Stadttor geht auf die einstige Akzisemauer zurück, die im 18.Jh. die barocke Stadterweiterung umschloss. Es wurde von Johann Gottfried Büring mit gotischen Flankentürmen und seitlichen Torhallen 1754/1755 errichtet. Wir folgen weiter der Friedrich-Ebert-Straße bis zur Alleestraße, wenden uns hier rechts und folgen dieser zum Neuen Garten (45Min.). Diesen Park ließ Friedrich Wilhelm II., der Nachfolger Friedrichs des Großen, am Heiligen See als Sommerresidenz im englischen Landschaftsstil anlegen.
Durch das Hauptportal führt unser Weg zur Orangerie und weiter zum Marmorpalais am Seeufer. Dieser Bau entstand im frühklassizistischen Stil am Ende des 18.Jh. nach Plänen von Karl von Gontard. Wir folgen dem Weg am Ufer des Heiligen Sees weiter, wenden uns beim Roten Haus nach links und steuern direkt auf das Schloss Cecilienhof zu, das zwischen 1913 und 1917 als Fachwerkbau im Stil englischer Landsitze für den Kronprinzen und seine Frau Cecile erbaut wurde (1Std.).
Berühmtheit erlangte Cecilienhof vor allem 1945, da hier die Konferenz der Siegermächte des 2. Weltkrieges stattfand. Vom Schloss Cecilienhof folgen wir dem Weg an der Muschelgrotte vorbei zum Ufer des Jungfernsees. Nun wandern wir am Ufer entlang, genießen den Blick hinüber zur Pfaueninsel und überqueren den Hasengraben, die Verbindung zwischen Jungfernsee und Heiligen See. Unser Weg führt nun auf der Schwanenallee entlang zur Glienicker Brücke, wo sich ein schöner Blick zum Park Babelsberg sowie zum Park Glienicke bietet (1:30Min). Von der Haltestelle Schwanenallee/Glienicker Brücke fährt die Tram 93 zurück zum Hauptbahnhof.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied50 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktPotsdam Hauptbahnhof.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDie malerische Lage von Potsdam wird auch im Norden deutlich, wo sich Seen und Havel die Hände reichen. Auf einem schönen Spaziergang lässt sich diese reizvolle Gegend an der Grenze zu Berlin in vielen Facetten genießen.
Beste Jahreszeit
KartentippStadtplan von Potsdam.
Markierungenkeine.
VerkehrsanbindungS-Bahn: S1 Oranienburg–Potsdam. Auto: A10, Ausfahrt Potsdam Nord oder Potsdam Süd.
GastronomieAuf der Freundschaftsinsel, im Neuen Garten sowie zahlreiche Möglichkeiten am Weg.
Tipps
Die Freundschaftsinsel. Von den beiden Havelarmen Alte Fahrt und Neue Fahrt umschlossen, präsentiert die Freundschaftsinsel vor allem Blumensorten des Bornimer Staudenzüchters Karl Foerster. Das Gelände wurde bereits 1936 als Sichtungsgarten für Stauden von Gartengestalter Hermann Mattern angelegt. Nach dem 2. Weltkrieg nutzte man die Fläche zunächst für den Gemüseanbau, 1953 entstanden der Schau- und Sichtungsgarten neu. Anlässlich der Bundesgartenschau in Potsdam 2001 wurde das 6,5ha große Gelände durch umfangreiche Maßnahmen nach historischem Vorbild wieder hergestellt. Es entstand die Torhausanlage mit ihrem zweiten Torhaus sowie der Einfriedung neu, die Wasserachse und die Sandsteinpergola wurden in Stand gesetzt. Dazu wurden 100000 Stauden neu gepflanzt, zu denen auch 200 Sorten gehören, die von Karl Foerster stammen. Ein Rundgang über die malerisch gelegene Insel mit ihrem Blütenreichtum, Rastplätzen und Einkehrmöglichkeiten ist ein besonderes Erlebnis. Eine kleine Broschüre, der »Pflanzenführer Freundschaftsinsel«, gibt exakte Auskunft über die vorhandenen Pflanzen.
Unterkunft
Hotel am Jägertor****, Tel. 0331/2011100, Fax 0331/2011333; Hotel Mercure Berlin Potsdam, Lange Brücke, Tel. 0331/2722, Fax 03317 293496.
Tourismusbüro
Potsdam-Information, Friedrich-Ebert-Straße 5, 14467 Potsdam, Tel. 0331/27558-0, Fax 0331/2755889, E-Mail: information@potsdam.de

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