Feldberg (1813 m)

Panoramareiche Rundtour, die stellenweise etwas Trittsicherheit verlangt. Kurze, unschwierige Etappe am Drahtseil. (Autor: Siegfried Garnweidner)
13 km
1160 m
6.00 h
Zuerst einmal folgt man dem Fahrweg am Waldrand gegen Westen, kurzzeitig gering ansteigend nach Nordwesten, und im weiteren Verlauf wieder mehr gegen Westen. In der ersten scharfen Linkskehre muss man sich entscheiden, ob man lieber auf dem etwas ausholenden, aber relativ flachen Sträßchen aufsteigt oder doch lieber dem schattigen, guten und deutlich steileren Wanderweg folgt. Da sich Fahrweg und Waldpfad beim langen Anstieg nach Westen hinauf immer wieder berühren, lässt sich das auch von Fall zu Fall entscheiden. Kurz vor der Kohlalm vereinen sich die beiden Routenvarianten endgültig und führen noch kurz auf dem Sträßchen dahin. Unter der letzten Almhütte verlässt man geradeaus die Straße und bleibt auf einer unbefestigten Fahrtrasse, die zunächst relativ flach durch den weiten Talgrund verläuft. Im feuchten Boden gedeihen viel Schnittlauch und auch andere Nässe liebende Bergpflanzen. Allmählich wird der Untergrund steiniger, und bis in den Hochsommer hinein liegt unter den gewaltigen Felsabstürzen des Feldbergs oft noch fest gepresster Lawinenschnee. Dann schwingt sich die markierte Route immer mehr auf, und erstaunlich schnell kommt man im Sattel zwischen Kohllahnerkopf und Feldberg an. Im freien Sattel links abbiegen. Ein schmaler Bergweg schlängelt sich steil durchs Latschenkrummholz in einer breiten Gasse hinauf und dreht allmählich etwas rechts ab. Dort nimmt die Steigung deutlich ab; man quert einen Steilhang, ehe die Route wieder links abdrehend über eine freie Schafwiese führt. Von einer verfallenen Alm geht man dann fast eben über einen Wiesenhang weiter und erreicht nordöstlich der Tristecken den stark frequentierten Wanderweg zum Feldberg. Auf ihm zwischen Latschen nach Nordosten hinauf und auf der einst schönen und nun durch Schafüberweidung für immer zum Brennnesselbiotop verkommenen Bergwiese zum Gipfelkreuz hinauf.
Abstieg.
Der Rückweg führt vom Gipfel nach Osten weiter. In ständigem Auf und Ab folgt man dem Gratweg durchs Krummholz in dieser Richtung. Zwischendurch wird es kurz manchmal etwas steiler, ein paar Meter kann man sich sogar am Drahtseil festhalten und nach den kaum merklichen Gipfeln Wasserlahnerkopf und Scheibenbühelberg kommt man vor dem Punkt 1511 m in eine Gratsenke. Von links um den Punkt 1511 m herum und zur Oberen Scheibenbichlalm. Bei der Alm beginnt ein Fahrweg, von dem am oberen Rand des wild abbrechenden Großen Bärentals der markierte Wanderweg nach Südosten abzweigt. Nun nicht der Wanderwegmarkierung folgen, sondern am Sträßchen in etlichen engen Kehren anfangs nach Norden, dann Osten hinab. In einer Lichtung stößt man zu ein paar Wegtafeln. Der Rückweg zweigt links ab und taucht nach der Lichtung in schattigen Mischwald ein.
Anfangs fällt der Weg gering, dann in einem von Steinschlag gefährdeten Felssturzgebiet in ein paar Kehren steil ab, bis er aus dem Wald austritt und in eine verkrautete Bergwiese führt. Über diese steinige Wiese – weitgehend weglos, aber deutlich markiert – zur Kohlalm zurück, wo die Aufstiegsroute erreicht wird. Auf ihr ins Kohlental zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour13 km
Höhenunterschied1160 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktFahrwegabzweigung im Kohlental, nördlich von Griesenau in der Nähe des Jodlerhofs (685 m)
EndpunktFahrwegabzweigung im Kohlental, nördlich von Griesenau in der Nähe des Jodlerhofs (685 m)
TourencharakterZwischen dem Kaiserbachtal im Süden und der Kohlalm im Norden zieht sich, eingesäumt vom Zahmen und vom Wilden Kaiser, ein langer Bergkamm hin. Er beginnt beim Stripsenjoch und verläuft in weitem Bogen über die Tristecken, den Feldberg, den Wasserlahnerkopf und den Schneebichl, um nördlich von Griesenau ins Kohlental abzufallen. Über diesen aussichtsreichen Bergzug führt der Länge nach ein markierter Wanderweg, der allerdings für eine Tagestour fast ein wenig zu weit ist. Deshalb beschränken wir uns hier auf die interessanteste Etappe. Damit diese nicht zur Mammuttour ausartet, kann man zur Kohlalm mit dem Mountainbike hinauffahren. Dann läuft es wenigstens talwärts recht flott.
Beste Jahreszeit
KartentippAlpenvereinskarte 1:25000, Blatt 8 (Kaisergebirge)
MarkierungenWegtafeln und deutliche Markierungspunkte
VerkehrsanbindungBusverbindung ab St. Johann bzw. Kössen; mit dem Auto von Kössen oder St. Johann durch das Kohlental zum Ausgangspunkt, wo Parkplätze vorhanden sind
GastronomieJausenstation Kohlalm (ab Anfang Juli geöffnet)
Tipps
Über das Stripsenjoch. Etwas kürzer, aber technisch anspruchsvoller wäre die Überschreitung des Feldbergs von der Griesner Alm über Stripsenjoch, Tristecken und Ranggenalm. Dabei könnte man noch die lohnende Besteigung des Stripsenkopfs (1807 m) einbauen.
Höchster Punkt
Feldberg, 1813 m
Unterkunft
Auf der Route gibt es keine Möglichkeit, man könnte aber die Tour ausweiten und über die Tristecken zum Stripsenjochhaus gehen.
Tourismusbüro
St. Johann in Tirol, Tel. 0043/5352/63335-0; www.stjohanntirol.at
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