Falkenhütte

Die Falkenhütte wurde auf dem Boden der ehemaligen Winkelmoosalm, direkt gegenüber der Riesenmauer der Laliderer Wände, errichtet. Die Sektion Oberland hat sich damit im Jahre 1923 eine Bergsteigerunterkunft erbaut, die besonders den Extremen unter den Bergsteigern lange Jahre zweite Heimat war. (Autor: Heinrich Bauregger)
6 km
880 m
2.00 h
1 Aus der Eng Von den großen Parkplätzen wandern wir auf dem asphaltierten Weg in 10 Minuten hinüber zu den Engalmen (1227 m). Hinter den Almen folgen wir noch etwa 100 Meter geradeaus dem Fahrweg, passieren ein Weidegatter und orientieren uns dann rechts am Wegweiser, der uns hinauf zur Falkenhütte führt. Auf einem der zahlreichen Pfade wandern wir nun über die sonnigen Almwiesen und erreichen einen lichten Bergwald, lassen diesen aber auch bald wieder hinter uns und kommen zu den weiten Wiesen am Hohljoch (1794 m). Jenseits geht es nun etwas hinab und über die Laliderer Reisen (Kare) nahezu eben zum Spielißjoch (1773 m) und rechts hinauf zur Falkenhütte. 2 Durchs Laliderer Tal Vom Parkplatz (980 m) am Eingang ins Laliderer Tal folgen wir zunächst der Forststraße (Weg-Nr. 232) auf der orographisch rechten Seite des Laliderer Baches und queren kurz vor dem Gumpenalm-Niederleger auf die andere Talseite. Der Anstiegsweg verläuft sanft ansteigend bis zur Almsiedlung Laliders (1526 m). Dort zweigen wir links ab und folgen den steilen Serpentinen des in den letzten Jahren sanierten Anstiegsweges hinauf zur Falkenhütte. 3 Von Hinterriß Vom Alpenhof queren wir auf einem Weg die Wiese und über eine Brücke den Rißbach und folgen dann dem markierten Steig (Weg-Nr. 231), der zunächst steil durch Wald hinauf zu einer Forststraße führt. Dieser folgen wir links um das Luchsegg herum in das Johannestal. Am Ende der Straße geht es weiter auf Steig zur verfallenen Johannestalalm. Dort treffen wir auf die Johannestalstraße, der wir bis zum Hermann-von-Barth-Denkmal im Kleinen Ahornboden folgen. Dann geht es weiter wie auf Hüttenweg 4 hinauf zur Falkenhütte. 4 Übergang vom Karwendelhaus Ein schöner und gut markierter Höhenweg (Mark.-Nr. 201; auch E4a) führt über den Hochalmsattel (1803 m) hinab ins Unterfilztal zum Hermann-von-Barth-Denkmal im Kleinen Ahornboden. Von dort wandern wir auf Fahrweg durch den Sauißwald hinauf zur Ladizalm (1573 m), weiter hinauf (Abkürzer möglich) zum Spielißjoch (1773 m) und links in Kehren hinauf zur Falkenhütte.

Hütte

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied880 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
TourencharakterDie Falkenhütte wurde auf dem Boden der ehemaligen Winkelmoosalm, direkt gegenüber der Riesenmauer der Laliderer Wände, errichtet. Die Sektion Oberland hat sich damit im Jahre 1923 eine Bergsteigerunterkunft erbaut, die besonders den Extremen unter den Bergsteigern lange Jahre zweite Heimat war. 1960 wurde der Bau erweitert und erhielt damit seine heutige Gestalt. In einem kleinen Zusatzbau ist der Winterraum untergebracht. Mit dem Beinamen »Adolf-Sotier-Haus« sollte das Verdienst des 1. Vorsitzenden der Sektion gewürdigt werden, der neue Name hat sich allerdings nie durchgesetzt. Durch ihre Lage an einem der schönsten Flecken des Karwendelgebirges und an der Route der großen Karwendeldurchquerung ist sie heute eine beliebte Unterkunft für Wanderer.
Hinweise
Dauer: Hütte Zeit Aus der Eng: 2 Std.; durch das Laliderer Tal: 3 Std.; von Hinterriß: 3 1/2 Std.; Übergang vom Karwendelhaus: 2 1/2 Std. Schwierigkeit Durchweg leichte, manchmal jedoch auch steile ausgeschilderte Bergwanderwege, zum Teil auch Forststraßen. Gipfel Zeit Mahnkopf: insgesamt 1 1/2 Std. Steinfalk: Von der Falkenhütte: 3 Std., Abstieg zur Hütte: 2 Std.; insgesamt: 5 Std. Schwierigkeit Zum Mahnkopf leichte Wanderung, zum Steinfalk anspruchsvolle Bergwanderung, die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraussetzt, jedoch durchgehend markiert ist.
KartentippTopogr. Karte 1 : 50 000 Karwendelgebirge (LVG). Alpenvereinskarte 1 : 25 000, Karwendelgebirge, mittleres Blatt.
GastronomieWeitere Hütten Engalmen, 1227 m (privat, Almdorf mit Einkehrmöglichkeit und Kaufladen für Almprodukte; in einigen der Almen kann auch übernachtet werden, siehe Tafeln!). Alpengasthof Eng, 1203 m (privat, von Anfang Mai bis Ende Oktober bewirtschaftet, 33 Betten, 30 Lager; Tel. 0043/5245/231).
Informationen
Die Hüttengipfel Mahnkopf, 2094 m: Von der Falkenhütte geht es auf markiertem Steig zunächst nahezu eben links bzw. rechts um das Ladizköpfl herum in das Ladizjöchl (1825 m). Auf der Kammhöhe folgen wir dem rotweiß markierten Steig in zahlreichen Serpentinen hinauf zum Mahnkopf, den ein Gipfelkreuz schmückt. Steinfalk, 2347 m: Eindrucksvoll gestaltet sich die Wanderung auf den Steinfalk. Dort lässt sich der gewaltige Eindruck des Karwendel-Bergerlebnisses sogar noch steigern. Zunächst steigen wir ins Ladizjöchl, dann auf einem Steig durch den latschenbewachsenen Westhang des Mahnkopfes zu einem Sattel südlich des Steinfalk (1965 m). Über den grünen Kamm geht es nun aufwärts, bis dieser steil und schmal wird. Hier halten wir uns nun links auf einem Pfad und gelangen leicht absteigend über die Arzklamm, dann durch einen Graben über schrofiges Gelände zum Grat. Schließlich erreichen wir links über eine Schulter den Gipfel.
Höchster Punkt
Falkenhütte, 1846 m; Mahnkopf, 2094 m; Steinfalk, 2347 m.
Unterkunft
Falkenhütte, 1846 m (AV-Hütte, Kat. I, 23 Betten, 110 Lager, bewirtschaftet von Anfang Juni bis Mitte Oktober; Winterraum mit 8 Plätzen und Selbstversorgerraum, AV-Schlüssel; Tel. 0043/5245/245).

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