Eibseebahn

Deutschlands längste und höchste Seilbahn Der Abstieg über die Südwestkante der Zugspitze aufs Zugspitzplatt ist nur trittsicheren und schwindelfreien Berggehen möglich (Drahtseilsicherungen). Diese Schwierigkeit kann mit der Gletscherbahn überwunden werden. Der weitere Abstieg ist leicht, aber anstrengend (bei Nebel können am Zugspitzplatt allerdings Orientierungsprobleme auftreten). Bis zur Reintalangerhütte hinab Bergsteig bzw. Bergwanderweg, dann schmaler, zuletzt breiter Wirtschaftsweg. Durch die Partnachklamm angelegter Steig.
Um die Zugspitze dreht sich im Werdenfelser Land alles, nahezu alles. Und es sind auch nur zehn Minuten Fahrt vom Tal hinauf zum höchsten Gipfel Deutschlands. Die Bayerische Zugspitzbahn ist daher auch mit 250 Mitarbeitern umsatzstärkste Bergbahn Deutschlands. Denn die Anziehungskraft dieses Gipfels ist enorm; im Winter wie im Sommer. Für Wanderer und Bergsteiger, für »normale« Bergbahnausflügler, die »nur« die wahrlich grandiose Aussicht genießen wollen, für jeden ist etwas dabei. Zudem sind alle Bahnen im Garmischer Raum seit einigen Jahren im Verbund zusammengeschlossen, damit sind auch Rundreisen kostengünstig möglich. Wer sich jedoch das Wettersteingebirge wandernd erschließen will, ist mit folgendem Routenvorschlag bestens bedient.
Der lange Weg durchs Reintal Von der Bergstation (2950 m) führt ein markierter, aber ausgesetzter und mit Drahtseilen gesicherter Klettersteig über den Südwestgrat zum Schneefernerhaus hinab. Dort in direkter Linie hinab zum Platt. Oder von der Talstation der Gletscherbahn am Restaurant SonnAlpin rechts vorbei und auf Schotterweg zum Pfad, der von links von der Zugspitze herabführt. Dort nun rechts auf leichtem, ausgeschildertem Weg (bei Nebel allerdings Orientierungsprobleme; Eisenstangen als Markierung) am linken Rand im Auf und Ab durch die Moränenlandschaft des beinahe abgeschmolzenen
Zugspitzgletschers, und in Serpentinen durch grüne Matten hinab zur bald sichtbaren Knorrhütte. Dann weiter – bei der Wegverzweigung unterhalb rechts halten – über zwei Geländestufen hinab ins bewaldete Reintal. Über magere Bergweiden weiter, links auf Steg über die Partnach und durch ein Waldstück zur Reintalangerhütte. Von dort führt der schmale Hüttenfahrweg (Mark.-Nr. 801) talwärts, überwindet den folgenden Talriegel mit ein paar Kehren, passiert einen schönen Wasserfall und erreicht die Blaue Gumpe. Dann nahezu eben hinaus durch lichten Wald zur Bockhütte. Rechts über die Partnach und links an dieser entlang zum Materiallagerplatz der Reintalangerhütte. Von hier folgen wir immer der Forststraße durch das Reintal talwärts, bis wir auf den Steg über den Ferchenbach treffen. Links über diesen und an der Partnach entlang in die reizvolle Partnachklamm hinein (am Ausgang ist dann eine Gebühr zu entrichten). An deren Ende dann auf der gesperrten Fahrstraße zu Fuß oder mit Stellwagen zum Olympiastadion. Mit Bus über das Ortszentrum von Garmisch-Partenkirchen zurück zum Ausgangspunkt.

Dauer:

Abstieg von der Bergstation aufs Zugspitzplatt 3/4 Std.; Abstieg zur Reintalangerhütte 3 1/2 Std., der weitere Abstieg ins Tal 4 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour20 km
Dauer7.00 h
Schwierigkeit
TourencharakterDie Großkabinenbahn ist mit 4453 m Länge Deutschlands längste und höchste Seilbahn. Nach aufwändiger Bauzeit wurde die Bahn 1963 für den öffentlichen Verkehr freigegeben. Zwei Kabinen mit je 45 Personen Fassungsvermögen befördern die Fahrgasten über knapp 2000 Hm von von der Talstation (1000 m) hinauf auf den Zugspitzgipfel (2962 m). Fahrzeit 10 Min. Die Gletscherbahn ist eine Pendelbahn, die zwischen dem Zugspitzplatt (2590 m) und der Zugspitzbergstation (2950 m) verkehrt. Länge der Trasse 1000 m, Förderkapazität 1000 Pers./Std.
Beste Jahreszeit
KartentippBLVA, topograf. Karte 1:50 000 Werdenfelser Land.
VerkehrsanbindungAuto Auf der Garmischer Autobahn (A 95) bis zum Ende, dann auf der B 2 nach Garmisch-Partenkirchen und weiter in Richtung Griesen. Am Ortsende links auf der St. 2061 bis zu deren Ende an den Großparkplätzen am Eibsee. Achtung: Wer den langen Abstiegsweg begehen will, muss an einem Parkplatz entlang der Straße parken (Übernachtungsverbot am Eibseeparkplatz). Bahn/Bus Im Werdenfelstakt von München nach Garmisch-Partenkirchen zum Hauptbahnhof; dort umsteigen in die Zugspitzbahn und mit dieser zum Bahnhof Eibsee (auch mit Bus möglich); von dort sind es nur ein paar Minuten zur Talstation der Eibseebahn.
GastronomieMünchner Haus (2964 m), siehe Tour 24. n Gipfelstüberl (2960 m) siehe Tour 24. n SonnAlpin (2600 m), siehe Tour 24. n Knorrhütte (2052 m), AV-Hütte, von Mitte Mai bis Anfang Oktober bewirtschaftet, 34 Betten, 88 Lager; Tel. 0 88 21/29 05. n Reintalangerhütte (1366 m), AV-Hütte, bewirtschaftet von Ende Mai bis Mitte Oktober, 20 Betten, 70 Lager; Tel. 0 88 21/29 03. n Bockhütte (1052 m), privat, im Sommer einfach bewirtschaftet, Brotzeit.
Tipps
Auf dieser langen Wanderung bergab – immerhin über 2000 Höhenmeter – empfiehlt sich eine Übernachtung in der Reintalangerhütte. Dort kann man nicht nur am »Lido« seine Füße ins kalte und klare Wasser der Partnach halten, sondern auch noch ein musikalisches Hüttenensemble erleben. Allmorgendlich werden die Gäste mit Live-Musik geweckt.
Höchster Punkt
Bergstation der Eibseebahn/Aussichtsplattform (2950 m), Zugspitze (2962 m).
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