Durch die Üderheide

Kontrastreiche Wanderung auf breitem Wald- und idyllischem Uferweg am Werbellinsee entlang, viel Schatten, mehrere Badestellen. (Autor: Tassilo Wengel)
14 km
170 m
3.00 h
Über Werbellin zum Werbellinsee Wir starten bei der Schleuse Eichhorst, gehen über die Brücke und gelangen an der Revierförsterei Eichhorst vorbei auf eine schmale Asphaltstraße. Sie führt in den Hochwald (Markierung grüner Querstrich). Nach fünf Minuten kommen wir bei einem stattlichen Bergahorn zu einer Gabelung und wählen den halbrechten Weg. Auf diesem wandern wir in die Üderheide, teils durch Eichenwald, teils Mischwald und hohen Kiefernwald. Dieser breite Waldweg führt direkt in das Dorf Werbellin.Am Ende des Ortes folgen wir dem Altenhofer Weg (Markierung blauer Querstrich), zunächst eine Asphaltstraße, die bald in einen breiten Feldweg übergeht. Von Heckenrosen begleitet, kommen wir nach Altenhof, wo am Wanderweg rechts das Waldcafé zu einer Rast einlädt. Wir überqueren eine Asphaltstraße, gehen einen schmalen Pfad abwärts und kommen zum Uferweg am Werbellinsee.Zum Askanierturm Dort wenden wir uns nach links (Markierung roter Querstrich) und wandern nun auf diesem schönen Weg am See entlang. Mehrere Badestellen laden ebenso zu einer Rast ein wie zahlreiche Bänke am Seeufer. Der Wanderweg führt zum Campingplatz Süßer Winkel, wo sich eine große Liegewiese mit Badestelle befindet.Dort, wo unser Wanderweg eine Linkskurve beschreibt, mündet der Werbellinkanal in den Werbellinsee. Nun geht es unmittelbar am Kanal entlang, auf der anderen Seite sehen wir bald den Askanierturm aufragen. Ihn weihte Prinz Carl von Preußen 1879 zum Gedenken an die Askanier ein, die den Hohenzollern durch ihre Ostkolonisation die Mark Brandenburg bescherten. An diesem historischen Ort soll im 13.Jh. die Burg Werbellin gestanden haben, eine Trutzburg des Fürstengeschlechts der Askanier. Unsere Wanderung nähert hier schon dem Ende, denn der Ausgangspunkt an der Schleuse in Eichhorst ist bald erreicht.Variante Von der Schleuse Eichhorst bietet sich auch ein Spaziergang zum Askanierturm an. Man folgt der Markierung grüner Punkt auf einer Seite des Kanals, überquert dort eine Holzbrücke und wandert auf der andern Seite zur Schleuse zurück (1Std.).

Schleuse Eichhorst – Werbellin 1.30Std. – Uferweg am Werbellinsee 0.45Std. – Campingplatz Süßer Winkel 0.45Std. – Eichhorst 0.45Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied170 m
Dauer3.00 h
AusgangspunktSchleuse Eichhorst.
EndpunktSchleuse Eichhorst.
TourencharakterAls 1766 das Werbellinfließ zum Werbellinkanal erweitert wurde, konnten die Lastkähne den Wasserweg über die Havel und die Spree nach Berlin nehmen. Heute sind es vor allem zahlreiche Sportboote, die den Wer-

bellinkanal nutzen und dabei die Schleuse Eichhorst passieren müssen. Von hier führt ein schöner Wanderweg durch die Üderheide und am Ufer des Werbellinsees entlang.
KartentippKompass Spezialwanderkarte Schorfheide Werbellinsee Nr.1040, 1:50000.
VerkehrsanbindungAuto: Autobahn A11 Berlin – Prenzlau, Abfahrt Joachimsthal, auf B198 über Joachimsthal nach Eichhorst oder von Abfahrt Finowfurt nach Eichhorst. Bahn/Bus: Busverbindung mit Eberswalde.
GastronomieAltenhof: Waldcafé am Wanderweg, Unter den Buchen 3; Restaurant Seeblick, Am See 1, Tel. 033363/2234. Campingplatz Süßer Winkel: Café Maritim.
Tipps
Einkehr in Altenhof Direkt am Werbellinsee gelegen, lädt das Restaurant Seeblick zur Rast ein. Hier gibt es deftige Hausmannskost wie Kohlrouladen, Königsberger Klopse oder Gepökeltes Eisbein. Hirschbraten »Jägerart« mit Wildrahmsoße, Klößen und Preiselbeeren findet man ebenso auf der Speisekarte wie Steaks und Fisch von Aal über Forelle und Maräne bis Zander (www.seeblick-altenhof.de). Groß Schönebeck Im westlichen Teil der Schorfheide gelegen, ist Groß Schönebeck bequem mit der Heidekrautbahn erreichbar. Das Jagdschloss im Ort beherbergt das Schorfheidemuseum mit Ausstellungen zum Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin (Tel. 033393/65272). Sehenswert ist außer der Feldsteinkirche der Wildpark, wo vom Aussterben bedrohte Haustierrassen und hier beheimatete Wildtiere wie Auerochen, Elche, Wisente und Wölfe zu sehen sind. Es gibt außerdem einen Streichelzoo und im Feldsteinofen wird täglich Brot gebacken (www.wildpark-schorfheide.de).
Unterkunft
Joachimsthal: Hotel Wenzelhof, Tel. 033361/6290, www.hotel-wenzelhof.de; Pension »Zur Schorfheide«, Tel./Fax 033361/9605, www.barnim.de/infothek/ eisenbl.htm

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