Der Spitzstein von Sachrang

Ausgeschilderte Berg- und Wirtschaftswege. Der Gipfelweg ist teilweise steinig, der Abstiegsweg über die Mesneralm führt ein Stück durch Unterholz, ansonsten auf schönem Bergsteig. Am Gipfel Vorsicht! (Autor: Heinrich Bauregger)
10 km
556 m
4.00 h
Wir starten unsere Tour im typischen Chiemgauer Bauerndorf Sachrang, das uns mit seinem auch heute noch ursprünglichen Dorfbild beeindruckt. Von der barocken Kirche wandern wir auf der Kirchstraße bis zum Ortsende südwestwärts, bis uns ein Wegweiser die Richtung hinauf nach Mitterleiten zeigt. Rechts haltend gelangen wir so durch Wald am Prienbach entlang zum Ortsteil Mitterleiten (Zufahrt ist möglich, aber es gibt kaum Parkplätze). Am oberen Rand des Weilers treffen wir auf den erst vor einigen Jahren renovierten »Filmhof« des Müllner Peter von Sachrang. Wir gehen rechts am Haus vorbei, folgen einem lehmigen Graben in den Wald hinein und erreichen so die Goglalm. Über ein wenig steiles Almgelände geht es dann zum ganzjährig bewirtschafteten Spitzsteinhaus, das sogar mit einer Terrasse aufwarten kann. Obwohl es sich hier um ein Alpenvereinshaus handelt, weist es eher den Charakter eines Berggasthauses auf (das alte, gemütliche Haus war abgebrannt).
Der weitere Anstieg auf den Spitzsteingipfel wird nun etwas anstrengender. Wir folgen dem Wegweiser und den vielen roten Markierungspunkten über den steilen und zerfurchten Berghang. (Abkürzer vermeiden, um die Erosion nicht noch zu verschlimmern!) Weiter oben führt der Weg dann durch lichten Wald und über felsiges Gelände. Und bald ist auch der Gipfel mit Kreuz und Kapelle erreicht. Beeindruckend der Blick ins Inntal, auf das Kaisergebirge und all die anderen zahllosen Gipfel in der Runde!
Der Abstieg bis zum Spitzsteinhaus erfolgt zunächst auf dem Anstiegsweg. Am Haus halten wir uns dann jedoch links und folgen dem etwas ansteigenden Fahrweg etwa 200 Meter weit. Dann weist ein Schild Richtung Sachrang. Über Trockensteinmauern hinweg wandern wir über Bergwiesen in den Wald hinein. Der sumpfige Mesnerboden wird durchschritten, dann erreichen wir die Mesneralm (1197 m). Das Gebäude steht noch, aber die Almwiesen sind verschwunden. Auf schönem Bergweg gelangen wir schließlich in Serpentinen durch Wald hinab nach Sachrang zur Kirche und gehen links vor zum Wanderparkplatz.

Dauer - Für den Anstieg zum Spitzsteinhaus benötigen wir 2 Std., für den Gipfelweg knapp 1 Std., Abstieg über die Mesneralm 2 1/2Std.; insgesamt 4 1/2 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied556 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortSachrang
AusgangspunktSachrang, Wanderparkplatz
EndpunktSachrang, Wanderparkplatz
TourencharakterIm hintersten Priental erhebt sich ein Gipfel, der vom Tal aus wenig beeindruckt, denn der Spitzstein, unser Tourenziel, stellt seine markante Form dem Wanderer erst dann zur Schau, wenn er bereits einige Höhenmeter hinter sich gebracht hat – am besten natürlich auf der gegenüberliegenden Talseite. Neben der berühmten Kaisersicht hat diese Tour aber noch ein paar weitere Pluspunkte zu verzeichnen - Auf der Südseite steht das ganzjährig bewirtschaftete Spitzsteinhaus, und im Ortsteil Mitterleiten, den wir auf unserer Wanderung berühren, passieren wir den Bauernhof, der als Filmkulisse für den Hof des Müllner Peter in »Eine Chronik aus den Bergen« manch einem bekannt sein dürfte.
Beste Jahreszeit
KartentippTopographische Karte 1 - 50 000, Chiemsee – Chiemgauer Alpen (BLVA).
VerkehrsanbindungSalzburger Autobahn bis Inntaldreieck, weiter Richtung Innsbruck bis Ausfahrt Oberaudorf, über die Autobahn und weiter nach Niederndorf, nach 3 km links hinauf ins Priental nach Sachrang; Wanderparkplatz am östlichen Ortsrand.
GastronomieDas Spitzsteinhaus (1335 m) ist von Anfang April bis Anfang November bewirtschaftet (Übernachtung).
Tipps
Und nach der Tour - Ein Besuch des Wildparks Wildbichl (ganzjährig geöffnet) gleich hinter dem ehemaligen Grenzübergang bei Sachrang.
Höchster Punkt
Spitzstein, 1597 m.