Dem Hochstaufen aufs Haupt

Lange Bergwanderung mit Kletterstellen im ersten Schwierigkeitsgrad. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. (Autor: Michael Pröttel)
Direkt gegenüber dem Parkplatz weist ein weißes Schild »Hochstaufen über Steinernen Jäger« in den Wald. In diesem geht es gleich recht steil bergan; bei einem Querweg biegen wir rechts ab. Bei der nächsten Gabelung folgt man den Schildern nach links. Der Weg wendet sich an die Südseite, und wir kommen an den ersten Felsen vorbei. Es folgen leicht ausgesetzte Wegschleifen mit tollem Blick Richtung Salzburg. Schließlich erreichen wir den schönen felsigen Bergrücken des Fuderheusteins, wo wir den Hochstaufen schon vor uns sehen. Dieser ist aber weiter entfernt, als es von hier aus den Anschein macht. Sehr schön geht es entlang dem Rücken weiter nach Westen. Man kann auch einen kleinen Abstecher zum höchsten Punkt des Fuderheusteins machen. Der Weg wendet sich auf die Nordseite und führt leicht absteigend zu einem Sattel. Hier geht es leicht bergab und dann wieder auf der Nordseite bergauf. An einem weiteren breiten Waldsattel treffen wir auf einen Wegweiser »Hochstaufen, Reichenhaller Haus« (2 Std.). Dieser führt uns geradeaus in Serpentinen bergan zu einer steilen Leiter. Entlang einem aussichtsreichen Bergrücken steigen wir in die Latschenzone. Ab jetzt muss man gut auf die roten Markierungen achten. Der nun schlechtere Steig quert in die Südflanke des Hochstaufens, über die es nun – immer den Markierungen folgend – in leichter Kletterei (etwa Schwierigkeitsgrad I der UIAA) bergauf geht. Zuletzt wird der Steig wieder etwas flacher und quert hinüber zum Reichenhaller Haus (3:15Std.). Dahinter geht es rechts noch ein Stück bergan. Wir erreichen den breiten Gipfelrücken und wenden uns nach links, um kurz darauf das Gipfelkreuz des Hochstaufens zu erreichen (3:30 Std.,1771m). Das Panorama wird von zwei vollkommen unterschiedlichen Landschaftsbildern dominiert: Im Osten breitet sich das Salzburger Becken vor uns aus, in dem Saalach und Salzach ineinander fließen; im Süden stehen die beeindruckenden Kalkberge der Berchtesgadener Alpen.
Nun steigt man entweder auf demselben Weg wieder ab (6 Std.), oder man wählt folgende Rundwanderung als Alternative: Am Reichenhaller Haus folgen wir rechts dem Wegweiser »Reichenhall«. Auf weitaus besserem Weg steigen wir leicht bergab und haben dabei schöne Blicke auf den Mittelstaufen und den Zwiesel. An einem Sattel (bei dem der Klettersteig zum Mittelstaufen beginnt) halten wir uns links und folgen den breiten Serpentinen weiter bergab. Bald erreichen wir die Waldzone, durch die uns der gut markierte Weg ohne Orientierungsprobleme zu einer Forststraße bringt, der wir nach rechts folgen. Kurz darauf kommen wir zum Parkplatz der Padinger Alm (5:30Std.), deren schöner Biergarten sich zum Einkehren geradezu aufdrängt. Von hier folgen wir der Teerstraße bergab, um sie bei der ersten großen Kurve nach links zu verlassen. Wir kommen an Häusern vorbei und halten uns immer geradeaus in Richtung Osten (nicht nach rechts Richtung Kirche). Immer am Waldrand entlang geht es angenehm bergab, bis wir im Tal auf einen breiten Fahrweg treffen. Diesem folgen wir nun immer parallel zur Saalach in Richtung Nordosten. Hinter einem Campingplatz erreichen wir eine Teerstraße und wandern auf ihr das letzte Stück geradeaus bis zum Ausgangspunkt (6:30 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied1370 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktMauthausen kurz vor der Staufenbrücke.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterGanz im Osten der Chiemgauer Alpen wartet der Hochstaufen mit tollen Blicken auf das Salzburger Becken und die Berchtesgadener Alpen auf. Nach den vielen nicht zu schweren Touren dieses Buches wählen wir hier den anspruchsvollen und relativ einsamen Anstieg über den Steinernen Jäger. Besonders schön ist es, am Gipfelhaus zu übernachten.
Beste Jahreszeit
KartentippTouristenkarte Berchtesgadener Alpen, 1:50000, Bayerisches Landesvermessungsamt.
MarkierungenWegweiser und rote Punkte.
VerkehrsanbindungAuf der A8 bis Ausfahrt Bad Reichenhall und weiter Richtung Bad Reichenhall nach Piding/Mauthausen. Hier noch vor der Saalachbrücke rechts abbiegen Richtung Staufenbrücke. Nach wenigen Metern kleine Parkmöglichkeit an der linken Straßenseite.
GastronomieReichenhaller Haus (DAV), bewirtschaftet Mitte Mai bis Mitte Oktober, Tel. Hütte: 08651/5566.
Tourismusbüro
Bad Reichenhall, Wittelsbacherstraße 15, 83435 Bad Reichenhall, Tel. 08651/6060, E-Mail: info@bad-reichenhall.de

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