Corona dei Pinci, 1293 m

Abwechslungsreiche Gipfelüberschreitung auf ordentlichen Wegen. Von der Corona dei Pinci fantastische Aussicht über den Lago Maggiore und die Magadino-Ebene. Für den nordseitigen Abstieg sind Teleskopstöcke angenehm (Autor: Eugen E. Hüsler)
10 km
900 m
5.00 h
Sonnenwandern Zu sehen (und zu fotografieren) gibt’s auch einiges am Weg zum Gipfel. Er führt von der Hauptstraße in Arcegno (387 m) zunächst auf Asphalt zwischen Ferienhäusern und Villen bergan, knickt dann nach links ab (Hinweis »Ronco«) und taucht ein in den Kastanienwald. Knapp zehn Minuten geht’s flach dahin, dann weist ein gelbes Schild nach rechts: hinauf! Die etwas undeutliche Spur schraubt sich zwischen Felsen aufwärts und mündet dann in die Straße zu den Monti di Ronco. Man kreuzt sie und folgt einem Fahrweg, der flach zu ein paar Ferienhäusern und zu einem ersten prächtigen Seeblick leitet (1 Std.). Wenig höher informiert ein Schild, dass gerade ein Drittel des Aufstiegs geschafft ist: »Corona di Pinz, 100 Min.« Der weitere Aufstieg vollzieht sich an der südseitigen Flanke des Berges, wird mehr und mehr zur Sonnenwanderung. Oberhalb von Porano quert man erneut die Straße; hinter der Häusergruppe von Calzo (799 m; 1.30 Std.) wird aus dem Hangweg ein Serpentinenpfad. In weiten Schleifen gewinnt man zügig an Höhe, mit zunehmend freier Aussicht. Der Weg steigt oberhalb der Monti di Ronco (Grotti) an zu der kleinen Senke (1273 m) im Rücken der Corona dei Pinci. Rechts auf schmaler Spur zur Gipfelwiese (1293 m) mit einmaligem Tiefblick (3 Std.). chattenwandern Der Abstieg vollzieht sich über die dem großen See abgewandte Nordseite der Corona dei Pinci; er führt aus der seichten Senke vor dem Gipfel durch einen prächtigen Buchenwald hinab zur großen Lichtung von Survi (1175 m). Hier heißt es aufpassen: Nicht geradeaus weitergehen, sondern scharf rechts in eine deutliche Wegspur einbiegen (eine einzige weiß-rot-weiße Markierung, keine Tafel!), die – einen seichten Graben querend – sanft bergabläuft zu einer Wegkreuzung. Hier folgt man geradeaus dem ordentlichen Pfad. Im Zickzack geht’s hinab zu einer Lichtung, wo das Grotto Cortonella (951 m; 3.45 Std.) zur Rast einlädt. Der weitere Abstieg verläuft nach einer kurzen Rechtsquerung in vielen Kehren – angenehm schattig – an dem Rücken zwischen dem Val Riò und dem Val Brima bergab. Oberhalb von Arcegno stößt man auf eine Fahrspur, die hineinführt ins Dorf und zur Hauptstraße (5 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied900 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
StartortArcegno (387 m)
AusgangspunktParkplatz bzw. Bushalt in Arcegno
EndpunktParkplatz bzw. Bushalt in Arcegno
TourencharakterUm gut tausend Meter überragt die »Krone« (corona) den Spiegel des Lago Maggiore bei einem Horizontalabstand von gerade anderthalb Kilometern. Daraus resultiert eine mittlere Hangneigung von etwa siebzig Prozent – und vor allem eine phänomenale Schau über den Langensee, bei klarer Sicht bis hinunter in die Gegend um Arona. Dort wacht die bronzene Riesenstatue des heiligen Carlo Borromeo (1538–1584) über den See und seine Anwohner. Er war als Bischof von Mailand auch zuständig für die südlichen Alpentäler mitsamt den Tessiner Vogteien. Dabei zeigte er sich als gnadenloser Gegenreformator, der Protestanten im Misox, im Veltlin und bis ins Engadin verfolgte. Manch einer endete als Ketzer auf dem Scheiterhaufen oder unter der Folter … Fernsicht Von der Corona dei Pinci aus sind die Borromeischen Inseln nicht zu sehen; sie verstecken sich hinter den Ausläufern des Gridone- Massivs. Dafür schaut man direkt hinab auf die beiden Brissago-Inseln; weiter südlich, vor Cánnero – also bereits in Italien –, liegen noch zwei winzige Inseln: die Castelli di Cánnero, einst als Räubernest berüchtigt. Nachdem Filipo Maria Visconti 1414 die Feste hatte schleifen lassen, errichtete Lodovico Borromeo auf ihren Trümmern sein Schloss La Vitaliana – heute als pittoreske Ruine ein beliebtes Fotomotiv
KartentippSwisstopo 1:50 000, Blatt 276 T »Val Verzasca«
MarkierungenGelbe und weiß-rot-weiße Markierungen, gelbe Wegweiser
VerkehrsanbindungArcegno erreicht man von Locarno bzw. Ascona über gute Straßen. Buslinie
GastronomieDrei Grotti auf den Monti di Ronco, Grotto Cortonella
Tourismusbüro
Ente Turistico Lago Maggiore, Via B. Luini 3, CH-6600 Locarno; Tel. +41/(0)91/791 00 91, buongiorno@maggiore.ch, www.maggiore. Ch

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