Blomberg und Zwiesel

Breite Wanderwege, die leicht begehbar sind. Lediglich in Gipfelnähe ist etwas Trittsicherheit im Wiesengelände vonnöten. Gutes Schuhwerk empfehlenswert. (Autor: Heinrich Bauregger)
10 km
707 m
4.00 h
Ob Blomberg und Zwiesel richtige Berge sind? Wo sie doch nicht viel höher sind als 1200 und 1300 Meter? Ob es sich doch vielleicht nur um waldige Voralpenhügel handelt? Weit gefehlt. Die Aussicht ins richtige Gebirge ist grandios, das Wandern beschaulich, die Einkehr verlockend und die Sommerrodelfahrt, so man sich traut, eine Riesengaudi zum Schluss. Wer möchte noch länger daran zweifeln, dass Blomberg und Zwiesel einen Ausflug wert sind?

Gleich bei der Talstation der Blombergbahn teilen sich die Wege - Wählt man den rechten, so erreicht man das Blomberghaus über breite, gemächlich ansteigende Forststraßen. Hält man sich links, so entscheidet man sich für den steileren, kürzeren, in der Regel auch schnelleren Weg hinauf in die Region der Voralpengipfel. Vom Blomberghaus, das man nach 1 bis 1.30 Stunden erreicht hat, führt der Weg zunächst als Forststraße nach Westen zur Kotlache, wo ein Steig nach Süden abzweigt. Anfangs durch Wald, bald durch freies Almgelände, gelangt man zum Gipfel des 1348 Meter hohen Zwiesels. Vom Blomberghaus bis hier herauf ist es gerade mal eine gute halbe Stunde – viel länger wird man nun verweilen wollen, um den ganz eigenen Reiz der Bayerischen Voralpen auszukosten. Der Abstieg führt zurück zum Blomberghaus. Dann auf dem steileren Weg (Bezeichnung 461) hinab Richtung Talstation der Seilbahn. Aber allzuweit geht man jetzt nicht. Bei der »Mittelstation« des Sessellifts können Kunststoffrodel entliehen werden. Auf der 1200 Meter langen Sommerrodelbahn ist die Abfahrt ins Tal eine Riesengaudi. Freilich nur, wenn man's nicht zu rasant angehen lässt.

Wer lieber ausgiebig wandert als rasant rutscht, der kann eine Variante begehen. Von der Bergstation des Sessellifts auf einem Höhenrücken südwärts zum Gipfelkreuz des Heiglkopfes (1205 m). Ein markierter Wanderweg führt dann in südlicher Richtung zunächst im Wald talwärts. Wo das Gelände freier wird, hält sich der Weg allmählich nach Osten, nach einer Dreiviertelstunde ist die beliebte Ausflugsgaststätte »Waldherralm« erreicht.

Eine reizvolle Talwanderung führt nun durch Wiesen und Felder zum »Quellenwirt«. Nun folgt man ein Stück einer wenig befahrenen Straße; wo die sich scharf rechts wendet, zweigt links ein Weg zur Blombergbahn ab.

Dauer: Für den Aufstieg vom Parkplatz zum Zwiesel sollte man 2 bis 2.30 Std. einplanen. Der Abstieg vom Gipfel zur »Sommerrutschn« erfordert etwa 1 Std.; insgesamt: 3.30 Std. (Wer aufs Rodeln verzichtet und ganz hinunter wandert, braucht 30 Min. länger.)

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied707 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortBad Tölz
AusgangspunktBlombergbahn, Talstation
EndpunktBlombergbahn, Talstation
TourencharakterBreite Wanderwege, die leicht begehbar sind. Lediglich in Gipfelnähe ist etwas Trittsicherheit im Wiesengelände vonnöten. Gutes Schuhwerk empfehlenswert.
Beste Jahreszeit
KartentippTopographische Karte 1 - 50 000 Bad Tölz – Lenggries und Umgebung (BLVA).
VerkehrsanbindungÜber Salzburger Autobahn bis Ausfahrt Holzkirchen, dann weiter nach Bad Tölz. Auf der Umgehungsstraße Richtung Kochel. Etwa 3 km westlich von Bad Tölz erreicht man den großen Parkplatz der Blombergbahn.
GastronomieDas Blomberghaus, 1203 m, ist ganzjährig bewirtschaftet. Blockhütte bei der Talstation der Blombergbahn.
Tipps
Und nach der Tour? Wem noch etwas Zeit bleibt, der sollte nicht versäumen, durch die Tölzer Marktstraße und durch die abzweigenden Gässchen zu bummeln. Hier ist das historische Zentrum, das bereits im Mittelalter Umschlagplatz für Salz und andere wertvolle Güter war. Die herrlichen Giebelhäuser sind im Kern noch mittelalterlich und weisen teilweise schöne Lüftlmalereien auf.
Höchster Punkt
Blomberg, 1248 m, Zwiesel, 1348 m

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