Benediktbeuern – Benediktenwand

Größtenteils unschwierige, aber lange Bergwanderung, die mit Gipfelanstieg sinnvollerweise auf 11/2 Tage verteilt wird; mächtiger Gipfelaufbau mit eindrucksvoller Nordwand, die neben schwierigen Kletterrouten von trittsicheren Bergwanderern auch auf gefahrlose Weise über eine (harmlose) West- und (relativ unschwierige) Ostumgehung zu besteigen ist; interessante Anstiegsalternativen (ab Jachenau) und Tourenvarianten (anspruchsvoller Übergang Brauneck – Benediktenwand). (Autor: Bernd Riffler, Heinrich Bauregger)
4 km
1140 m
8.00 h
Am traditionsreichsten ist wohl der nach wie vor viel benutzte Anstieg von Benediktbeuern aus, der zunächst durchs Lainbachtal zur Tutzinger Hütte am Fuß der Nordwand führt und über eine östliche oder westliche Umgehung den Gipfel erreicht. Ausgangspunkt ist der Benediktbeurer Ortsteil Gschwendt (660 m) am südöstlichen Siedlungsrand, wo auch ein Großparkplatz zur Verfügung steht. Der zuverlässig beschilderte Weg führt am Geröllbett des Lainbachs entlang und windet sich zunächst ohne merkliche Steigungen dahin. Zwischendrin wird der Bach verlassen und eine steilere Passage bewältigt. Anschließend geht es auf Forstwegen wieder geruhsamer dahin. Zuletzt erklimmt man auf einem zwar schattigen, aber zügig emporstrebenden Serpentinensteig den Sattel mit der Tutzinger Hütte (1327 m), bei der die Riesenmauer der Benediktenwand (1801 m) urplötzlich vor uns steht. Durch die Wand sind neben der »Maximiliansstraße« noch weitere Kletterrouten angelegt, die sich der Gelegenheitsalpinist natürlich nur von unten ansieht. Das Gros der »Benewand«-Besucher wählt hingegen für den Gipfelaufstieg die bestens markierte Westumgehung, die als unschwieriger Geröll- und Felssteig auch für den Abstieg wieder benutzt werden könnte, wenn man nicht im Sinne eines Rundwegs die Ostumgehung über den Rotöhrsattel bevorzugt, die trotz kurzer Drahtseilsicherungen und leicht exponierter Felspassagen von halbwegs trittsicheren Bergwanderern ebenso anstandslos gemeistert wird.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour4 km
Höhenunterschied1140 m
Dauer8.00 h
Schwierigkeit
StartortBenediktbeuern, Ortsteil Gschwendt (660 m)
AusgangspunktBenediktbeuern, Ortsteil Gschwendt (660 m) am südöstlichen Dorfrand, Parkplatz.
EndpunktBenediktbeuern, Ortsteil Gschwendt (660 m) am südöstlichen Dorfrand, Parkplatz.
TourencharakterDie 1801 m hohe Benediktenwand ist mit ihrer gewaltigen Nordwand eine der beeindruckendsten Felsgestalten der bayerischen Voralpen. Dementsprechend beliebt ist sie bei Bergwanderern, was sich auch in der Vielzahl der Gipfelzugänge widerspiegelt. So führt vom Lenggrieser Brauneck aus ein abwechslungsvoller Steig über den lang gestreckten Kamm bis zum Gipfel der Benediktenwand, der für geübte Bergwanderer zum eindrucksvollen Erlebnis wird. Ebenso kann man über die Südseite und von der Jachenau aus zum Gipfel gelangen.
Beste Jahreszeit
KartentippTopogr. Karte LVG 1:50000, Bad Tölz – Lenggries und Umgebung; Kompass Wanderkarte 1:50000, Nr. 182 Isarwinkel.
MarkierungenZuverlässig markierte und beschilderte Wege.
VerkehrsanbindungAutobahn München– Garmisch, Ausfahrt Penzberg, Bichl, B11 Benediktbeuern, hier in Ortsmitte links in Richtung Alpenwarmbad und nach Gschwendt; Bahn München – Kochel, Station Benediktbeuern, 1/2 Std. zu Fuß zum Ausgangspunkt.
GastronomieTutzinger Hütte.
Informationen
Kindgerecht, ab 10 Jahren
Unterkunft
Tutzinger Hütte (bewirtschaftet von Palmsonntag–Anfang November).
Tourismusbüro
Gästeinformation Benediktbeuern, Prälatenstr. 3, 83671 Benediktbeuern, Tel. 08875/248, Fax 9470, E-Mail: vamt@benediktbeuern.de, Internet: www.benediktbeuern.de

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