Auf die Schlüterhütte

Leichte, aber lange Bergwanderung. Bei der Wegvariante von der Kreuzwiesenhütte nicht ganz einfache Orientierung; beim Übergang zur Peitlerscharte Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich: Kreuzwiesenhütte – Turnaretschhütte – Lüsener Joch – Würzjoch – Peitlerscharte – Schlüterhütte (Autor: Eva-Maria Troidl, Stefan Lenz, Ludwig Graßler)
11 km
1000 m
8.00 h
Variante über die Kreuzwiesenhütte: Der Übergang von der Kreuzwiesenhütte zur Schlüterhütte ist nicht ganz leicht zu finden. Man benötigt Orientierungssinn und sollte unbedingt eine Karte im Maßstab 1:25 000 mit sich führen. Nach unserem Aufbruch von der Hütte wandern wir nach links zunächst auf dem Weg 2A weiter bis zur ersten Kurve. Dort wenden wir uns erneut nach links und steigen entlang des Bettes des Putzerbachs Richtung Astjoch auf (Wegweiser). Wir stoßen auf einen Wirtschaftsweg, dem wir eine kurzes Stück nach rechts folgen. Nach links trennt sich dann unser Pfad mit der Nummer 2, der uns hinauf zur Campill-Alm bringt. Es lohnt sich jetzt, auf die rot-weißen Markierungen zu achten! Über Matten, Almwiesen und Weiden erreichen wir nach 1 1/4 Stunden das Jakobsstöckl. Der Wanderpfad mit der Nummer 10 bringt uns von hier zur Wieseralm (Wegweiser), die wir, an der Flanke des Jakobskopfes entlang, in einer guten halben Stunde erreichen. Hier schwenken wir nach rechts auf den Weg 10 und 11S Richtung Glittner See ein. Zuerst müssen wir aber auf das gleichnamige Joch, das eigentlich ein Gipfel ist, hinauf. Der in einer kleinen Seenplatte gelegene Glittner See (2151 m) wird hauptsächlich vom Schmelzwasser gespeist und ist nur rund einen Meter tief. An ihm vorbei steigen wir zur Turnaretschhütte ab (2030 m, von der Kreuzwiesenhütte knapp 3 Std.)
Auf der Zufahrtsstraße zur Hütte wandern wir in wenigen Minuten zum Lüsener Joch (2008 m, Markierung 11S). An der Weggabelung kurz davor halten wir uns rechts. Das Lüsener Joch ist ein alter Übergang von Lüsen in das ladinische Untermoi bzw. Antermoia. Auf der Südostseite am Maurerberg vorbei erreichen wir auf komfortablen Wegen, jetzt mit der Markierung Nummer 1, in gut 1 1/2 Stunden die aussichtsreiche Maurer Berghütte. Als nächstes steuern wir das Würzjoch an. Von der Hütte links hinab leitet uns eine Wirtschaftsstraße etwas umständlich im Zick-Zack zur Passstraße, der wir nun etwa 500 Meter bergauf Richtung Süden folgen. Der rechts abzweigende Weg 1 (und 8) bringt uns zum Würzjochhaus (2006 m, von der Kreuzwiesenhütte 53/4Std.). Dieses beliebte Ausflugsziel liegt direkt gegenüber der 700 Meter hohen Nordwand des Peitlerkofels. Wir mischen uns unter die Spaziergänger und schlendern gemütlich über Wiesen auf dem Weg 8A zum Peitlerkofel hin. Sobald wir dem Berg näher kommen, wird unser anfangs bequemer Weg zu einem hier und da auch recht luftigen Steig. Beim Schartenbach vereinigt sich der Pfad dann mit dem Dolomitenhöhenweg 2. Bevor wir aber unseren heute wohl verdienten Feierabend genießen können, heißt es noch 300 Höhenmeter zur Peitlerscharte (2357 m) aufzusteigen. Dort genießen wir die herrliche Aussicht und spazieren dann eben in gut 30 Minuten zur Schlüterhütte (2297 m).
Variante von Lüsen: Beim Aufbruch von Lüsen leitet uns der tiefe Einschnitt des Lasankenbachtals den größten Teil des Weges nach Süden. Im Ortskern von Lüsen beginnt der Wanderweg 1. Vorbei an St. Nikolaus und dem Weiler Stadeln kommen wir nach vier bis fünf Stunden am Talende auf der Müllerwiese an. Wir treffen auf die Passstraße zum Würzjoch, auf der wir etwa 250 Meter Richtung Süden wandern. An einer Spitzkehre trennt sich unser Weg geradeaus von der Straße und vereint sich nach einem Kilometer mit dem Dolomitenhöhenweg 2 (weiter wie oben).
Variante von Brixen: Den Aufstieg von Brixen erleichtern wir uns, indem wir am Busbahnhof im Stadtzentrum den Bus zur Talstation Plosegondel und dann die Ploseseilbahn nach Kreuztal nehmen. Auf fast gleich bleibender Höhe wandern wir auf dem Weg 17 bzw. 17A zur Roßalm. Etwa einen Kilometer nach der Alm stoßen wir auf den Dolomitenweg 2, dem wir nun nach rechts folgen. An der Halslhütte vorbei erreichen wir Peitlerscharte und Schlüterhütte in vier bis fünf Stunden.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour11 km
Höhenunterschied1000 m
Dauer8.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktKreuzwiesenhütte.
EndpunktSchlüterhütte.
TourencharakterDie Lüsener Alm und eine sich nach Süden erstreckende Kette von kleinen Gipfeln umschließen das Lüsener Tal wie ein Halbkreis. Auf beinahe gleich bleibender Höhe wandern wir auf einem aussichtsreichen Weg entlang dieser Kammlinie. Über die Peitlerscharte betreten wir dann die Dolomiten, eine der schönsten Landschaften Europas.
Beste Jahreszeit
KartentippKompasswanderkarte 56 Brixen/Bressanone, 1:50 000; Kompasswanderkarte 615 Brixen/Bressanone, 1:25 000; Tobacco 030, Brixen, Villnöss 1:25 000.
MarkierungenWandermarkierung 2A, 2, 10, 11S, 1, 8, 8A, Dolomitenhöhenweg 2 (rotes Dreieck mit der Nummer 2).
VerkehrsanbindungBusverbindung am Würzjoch.
GastronomieTurnaretschhütte, Maurer Berghütte und Würzjochhütte (jeweils auch Übernachtungsmöglichkeit).
Unterkunft
Schlüterhütte (Rifugio Genova), CAI-Sektion Brixen, Tel. 0472/ 84 01 32, geöffnet 1. Juli bis 10. Oktober.
Tourismusbüro
Verkehrsverein Lüsen,I-39040 Lüsen, Tel. 0472/41 37 50.

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