Auf die Matona

Technisch einfache Gipfeltour, die aber wegen ihrer Länge und dem beträchtlichen Höhenunterschieds eine gute Ausdauer erfordert. (Autor: Karin Pegoraro, Manfred Föger)
14 km
850 m
5.00 h
Von Bad Innerlaterns wandern wir zunächst auf der Straße in Richtung Furkajoch. Nach etwa 350 Metern überschreiten wir die Brücke über den Garnitzabach. Am jenseitigen Ufer steigen wir links in das Tal auf. Stets folgen wir direkt dem Bachlauf. Der aufmerksame Betrachter kann im Wasser und an den Rändern interessante Tuffmoose entdecken. Diese niedrigen Pflanzen nehmen aus dem Wasser gelösten Kalk auf und lagern ihn in manche ihrer Teile ein – verkalkte, hübsch anzusehende Moose entstehen, die allmählich »versteinern«.
Weiter oben im Tal ignorieren wir die Abzweigung zu unserer Rechten, die zu den Hütten der Vorderen Garnitzaalpe führt. Wenig später queren wir auf einer Brücke einen Quellbach, der von den Hängen der Göfisalpe herunterzieht. Bald darauf erreichen wir die Hintere Garnitzaalpe, wo der Aufstieg deutlich steiler wird. Der Garnitzaweg leitet nun in einer weiten Linksschleife durch die Abhänge des Talschlusses; der Wasserreichtum des Tales veranlasst uns zu wiederholten Bachquerungen.
Erst an der Unteren Saluver Alpe wird es allmählich trockener. Von der Alm steigen wir über die Lushöhe zum Freschenhaus auf. Bei der Hütte folgen wir nicht dem Gipfelanstieg zum Hohen Freschen, sondern halten uns rechts und gehen sanft ansteigend zum Matonajöchle am Südwestgrat der Matona hinauf. Hier nimmt der Bergsteig seinen Ausgang, der uns nach links in knapp 300 Metern zum Gipfelkreuz bringt (1997 m; 3 Std.). Gegen Westen und Nordwesten fällt der Berg steil ins Mellenbachtal ab.
Wir kehren zum Jöchle zurück und folgen dem Anstiegsweg ins Tal. Im Freschenhaus gönnen wir uns eine erfrischende Einkehr, bevor wir uns im Garnitzatal nochmals nasse Füße holen. Dieses liegt jetzt bereits in tiefem Schatten und so erscheint das Gelände gegenüber dem Aufstieg völlig umgestaltet (5 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied850 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBad Innerlaterns an der Westrampe des Furkajochs (1147 m).
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterViele Berge des inneren Bregenzerwaldes haben einen ganz charakteristischen Aufbau. Eine Seite, zumeist die südexponierte, ist zwar steil, doch grasig, der Norden bricht jäh und unvermittelt gegen die Täler ab. Die Matona ist hier keine Ausnahme. Wir nähern uns diesem malerischen Gipfel durch ein wasserreiches Tal.
Beste Jahreszeit
Kartentippfreytag & berndt-WK Bregenzerwald, 1:50 000. Kompass-WK 2 Bregenzerwald – Westallgäu, 1:50 000.
MarkierungenÜbliche Wanderwegemarkierung; Wegweiser an allen wichtigen Kreuzungspunkten.
Verkehrsanbindungad Innerlaterns ist aus dem Rheintal kommend ab Rankweil über die Landesstraße ins Laternsertal, die in einem weiten Bogen die Üble Schlucht am Talbeginn umgeht, zu erreichen. Vom inneren Bregenzerwald bildet das Furkajoch ab Damüls die ideale Anbindung; beschränkte Parkmöglichkeiten im Ort. Eine Busverbindung aus dem inneren Bregenzerwald besteht nicht, man muss aus dem Rheintal mit der Linie 65 (Rankweil–Innerlaterns) anreisen.
GastronomieGasthof in Bad Innerlaterns; unterwegs Freschenhaus.
Tipps
Naturliebhaber sollten beim Freschenhaus unbedingt einen Blick in den kleinen Botanischen Garten werfen. Auf 700 Quadratmetern gedeihen hier die verschiedensten Alpenpflanzen, viele davon sind mit Namensschildchen versehen. Hauptblütezeit ist ab Anfang Juni bis etwa Mitte Juli.
Unterkunft
Verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten in Laterns und Damüls.
Tourismusbüro
Verkehrsamt Laterns, Thal 52, A-6830 Laterns, Tel. 05526/2 03, Fax 05526/2 14, www.tiscover.at/laterns
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