Auf der Südseite des Wilden Kaisers

Anspruchsvolle Tour, die vor allem beim Übergang über den Jubiläumssteig zur Gruttenhütte Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert. Einige Drahtseilsicherungen. (Autor: Heinrich Bauregger)
8 km
1074 m
5.00 h
Zuerst steigen wir hinauf zum Ellmauer Tor, der Aussichtswarte zur Süd- wie zur Nordseite, wo der leichteste der vielen anspruchsvollen Gipfel, die Hintere Goinger Halt, auf uns wartet. Anschließend queren wir durch das Wilde Gschloß hinüber zur Gruttenhütte; diese ist unsere Ausgangsstation für die Ellmauer Halt, den höchsten Kaisergipfel, bevor wir mit dem Abstieg zur Wochenbrunner Alm unsere abwechslungsreiche Runde beschließen.Von der Wochenbrunner Alm zur Gaudeamushütte Vom Wanderparkplatz folgen wir dem breiten Hüttenweg (Mark.-Nr. 812) durch Wald und steile Bergwiesen zur Gaudeamushütte.Von der Gaudeamushütte zum Ellmauer Tor Von der einladenden Hütte wandern wir links haltend über Bergwiesen und einen Strauchgürtel ins Küblkar. Durch Latschen und über die Schuttströme erreichen wir das weite Ellmauer Tor (1995m), das zu einer herrlichen, aussichtsreichen Rast einlädt.Vom Ellmauer Tor zur Gruttenhütte Wir steigen auf dem Anstiegsweg wieder hinab ins Küblkar. Noch vor der nächsten Geländestufe zweigt rechts der Jubiläumssteig ab (Wegweiser »Gruttenhütte«); diesem folgen wir nun durch das Wilde Gschloß, einen Felsabbruch, den wir mit Hilfe von Stufen, Leitern und Drahtseilen überwinden. Dann geht es hinauf zu der auf einer Terrasse gelegenen Gruttenhütte.Von der Gruttenhütte zur Wochenbrunner Alm Von der Alpenvereinshütte führt ein leicht zu gehender Hüttenweg direkt hinab zu unserem Ausgangspunkt.GipfelabstecherHintere Goinger Halt, 2192m: Einer der am leichtesten zu erreichenden Gipfel des Wilden Kaisers. Auf der Ostseite fällt er schroff ab, auf der Westseite hat er jedoch eine »schwache« Seite. – Vom weiten Ellmauer Tor führt uns rechts der markierte, steile, aber gut begehbare Steig hinauf zum Gipfelkreuz (mit Gipfelbuch).Ellmauer Halt, 2344m: Von der Gruttenhütte folgen wir zunächst dem markierten Steig ins Hochgrubachkar. Dort befindet sich der Einstieg zum Klettersteig, dessen Verlauf bis zum Gipfel mit roten Punkten markiert ist. Zunächst in direkter Linie gesichert bergan, dann Querung in westlicher Richtung zu den sogenannten Gamsängern. Nach einer Passage blockigen Geländes erreichen wir die glatte Jägerwand, die wir mittels eines Drahtseils gesichert über eine »Treppe« aus Eisenstiften überwinden. Über eine lehmige Passage dann hinauf bis zur Einmündung des Anstiegs über die Rote-Rinn-Scharte, der von Hinterbärenbad heraufführt. Dort rechts steil hinauf zu einem auffälligen Felskopf. Über Felsgelände weiter empor und durch eine große Rinne bis unter einen Felsturm zur sogenannten »Achselrinne«. Dort steigen wir entweder rechts exponiert, aber gesichert in einer plattigen Verschneidung weiter oder links durch einen schmalen Kamin mittels einer Leiter hinauf zum breiten Schuttband der »Maximiliansstraße«. Drahtseilgesichert nun auf dem breiten Grat hinauf zum Babenbergerstübchen (nur Unterstand, bei Gewitter meiden), das sich etwas unterhalb des Gipfels befindet; dann hinauf zum höchsten Punkt der Ellmauer Halt, den ein eisernes Kreuz schmückt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied1074 m
Dauer5.00 h
AusgangspunktWanderparkplatz Wochenbrunner Alm (1067m)
EndpunktWanderparkplatz Wochenbrunner Alm (1067m)
TourencharakterDieser Ausflug führt hinein ins Herz des Wilden Kaisers mit seinen Felsfluchten und steilen Gipfel. Auf unserer Route liegen dabei zwei klassische Bergsteigerstützpunkte, die Gaudeamus- und die Gruttenhütte.
Beste Jahreszeit
KartentippFreytag & Berndt-Wanderkarte 1:50000, Blatt 301 Kufstein–Kaisergebirge–Kitzbühel
VerkehrsanbindungAuto: Auf der Salzburger Autobahn (A8) bis zum Inntaldreieck; dann weiter auf der Inntalautobahn bis zur Ausfahrt Kufstein-Süd und auf der B173 auf die Südseite des Wilden Kaisers bis Ellmau; dort links auf der Mautstraße hinauf zur Wochenbrunner Alm (großer Wanderparkplatz). n Bahn/Bus: Mit der Deutschen Bahn über Rosenheim nach Kufstein oder Wörgl; von dort mit dem Bundesbus bis Going; dann weiter zu Fuß (ein Wanderweg mit der Mark.-Nr. 813 führt direkt hinauf zur Gaudeamushütte).
GastronomieWochenbrunner Alm (1087m), privat, ganzjährig bewirtschaftet, 30 Betten, Tel. 0043/(0)5358/2180 n Gaudeamushütte (1263m), AV-Hütte, Kat. I, bewirtschaftet von Mitte Mai bis Mitte Okt., 10 Betten, 50 Lager, Tel. 0043/(0)5358/2262 n Gruttenhütte (1620m), AV-Hütte, Kat. I, von Anfang Juni bis Mitte Okt. bewirtschaftet, 50 Betten, 100 Lager, Tel. 0043/ (0)5358/2242
Informationen
Gehzeiten: Von der Wochenbrunner Alm zur Gaudeamushütte 30Min., weiter ins Ellmauer Tor 2Std., vom Tor über den Jubiläumssteig zur Gruttenhütte 2Std., von der Hütte zur Wochenbrunner Alm 30Min.; insgesamt 5Std. (ohne Gipfelabstecher).
Unterkunft
Wochenbrunner Alm (1087m), privat, ganzjährig bewirtschaftet, 30 Betten, Tel. 0043/(0)5358/2180 n Gaudeamushütte (1263m), AV-Hütte, Kat. I, bewirtschaftet von Mitte Mai bis Mitte Okt., 10 Betten, 50 Lager, Tel. 0043/(0)5358/2262 n Gruttenhütte (1620m), AV-Hütte, Kat. I, von Anfang Juni bis Mitte Okt. bewirtschaftet, 50 Betten, 100 Lager, Tel. 0043/ (0)5358/2242

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