Auf den Siplingerkopf

Eine aussichtsreiche Rundtour auf Alpstraßen und schmalen Steigen. Der direkte Gipfelanstieg zum Siplingerkopf ist auch für Kinder geeignet und der Überschreitung von Heiden- und Siplingerkopf vorzuziehen, die Trittsicherheit erfordert. (Autor: Bernhard Irlinger)
9 km
760 m
4.00 h
Am Ortsrand von Balderschwang laufen wir nahe dem Hof »Bin schwarza Stürer« eine geteerte Alpstraße bergwärts (Wegweiser Siplingerkopf, Alpe Oberbalderschwang, Alte Eibe), die uns an der »Eibe von Balderschwang« und der Oberen Socheralpe vorbei teils steil aufwärts zu einer Wegkreuzung führt. Rechts zweigt die unbefestigte Alpstraße ab, über die nach der Überschreitung des Siplingerkopfs unser Abstieg verläuft. Wir folgen aber geradewegs dem Teersträßchen (Wegweiser Siplingerkopf), das uns an der Alpe Oberbalderschwang vorbei in eine flache Talmulde führt. Dort biegen wir rechts auf einen schmalen Steig ab (Wegweiser Siplingerkopf). Nach einem nahen Zaun halten wir uns rechts und steigen an einer einzeln stehenden Fichte vorbei zu einer Wegkreuzung. Wer nicht ganz trittsicher oder mit Kindern unterwegs ist, der wählt den rechten Weg (Wegweiser Siplingerkopf) sowohl für den Anstieg als auch für den Abstieg. Wir halten uns hier links (Wegweiser Heidenkopf, Siplingerkopf) und folgen der schmalen Spur, die uns über felsdurchsetzte Bergwiesen und links von einer bizarren Nagelfluhwand zu einer Kreuzung auf dem Bergrücken führt. Auf ihm steigen wir nach rechts (Wegweiser Heidenkopf, Siplingerkopf) und umgehen einen Felskopf mithilfe eines Drahtseils. Nun über einige harmlose Felstürme und eine enge Felsgasse auf den kreuzgeschmückten Heidenkopf (1685m). Vom Gipfel führt der gute Steig in eine bewaldete Scharte, dann auf schmalem Grat auf einen Bergkopf und jenseits über einen Grat in eine von bizarren Nagelfluhfelsen überragte Scharte hinab. Jetzt auf dem rot markierten Weg über eine niedrige Wandstufe zum bewaldeten Bergkamm, auf dem wir auf den erwähnten einfachen Direktanstieg treffen. Entweder über einen felsigen Grat oder auf einfacherem Weg wenige Meter rechts steigen wir zu einer Scharte, von der wir links nach wenigen Metern das Gipfelkreuz auf dem Siplingerkopf (1746m) erreichen. Dort öffnet sich eine fast grenzenlose Rundumsicht.
Vom Gipfel gehen wir wieder in die nahe Scharte und queren links (am Gipfel Wegweiser Alpe Obere Wilhelmine, Balderschwang) in gleich bleibender Höhe durch Grashänge zum Ostrücken. Auf ihm abwärts zu einer Steilrinne. In ihr steigen wir auf lehmigem Weglein abwärts und queren bald rechts mit Hilfe einer Kette über einen Gratrücken in eine weitere Rinne, durch die wir schnell den Bergfuß erreichen. Nun in gleich bleibender Höhe durch den Wiesenhang, bis wir rechts zur nahen Oberen Wilhelmine-Alpe absteigen können. Von der Alpe wandern wir auf einem anfangs ruppigen Alpsträßchen abwärts zu dem vom Anstieg her bekannten Teersträßchen, das uns links nach Balderschwang hinabführt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied760 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktDie Abzweig eines Alpwegs von der Hauptstraße ca. 400m östlich von Balderschwang nahe dem Hof »Bin schwarza Stürer«; Parkmöglichkeit am Straßenrand.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterAuf der Sonnenseite des bezaubernden Hochtals von Balderschwang steht der breitschultrige Siplingerkopf, dessen Südhänge schon im Frühsommer zu Wanderungen einladen. Vorbei an einer uralten Eibe führt der Weg über lichte Alpweiden zum Nagelfluhgipfel, der weite Ausblicke bietet.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte 1:50000 des Bayerischen Landesvermessungsamtes, Blatt Allgäuer Alpen.
MarkierungenWanderwegweiser und Farbmarkierungen.
VerkehrsanbindungMit dem Auto auf der B19 durch das Illertal nach Fischen und von dort auf der Riedbergpassstraße nach Balderschwang. Bahnstation in Fischen; von dort Busverbindung nach Balderschwang.
Unterkunft
In Balderschwang.
Tourismusbüro
Verkehrsamt Balderschwang, Tel. 08328/1056; www.balderschwang.de

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