Auf den Sassariente

Recht anspruchsvolle Gipfeltour über der Magadino-Ebene; zum Gipfel hin steile, gesicherte Passage. Bergerfahrung unerlässlich! (Autor: Eugen E. Hüsler)
Auf der Hauptstraße (Bushalt) kurz talauswärts zum Restaurant »Al Lago«, dann hinauf in das Dörfchen Berzona (502 m). Der markierte Weg quert das enge »Tal« (Valle) an seiner Mündung und steigt dann in vielen Kehren an – angenehm schattig – zum alten Maiensäß Lignasca (844 m; 1 Std.). Knapp oberhalb des malerischen Ensembles bietet sich ein hübscher Tiefblick auf den fjordähnlichen Stausee von Vogorno (470 m). Weiter über Corte di sopra (Brunnen) bergan in der Valle della Cazza. Knapp unter dem bewaldeten Kamm mündet der Steig in eine breite Fahrspur. Man folgt ihr über zwei Kehren bis zum Ende, nimmt dann den alten Wanderweg, der in ein paar Schleifen hinaufzieht zu den Rustici der Monti della Scesa (1279 m). Weiter in einem nach Norden ausholenden Bogen zur Alpe di Foppiana (1495 m) und auf den west-ost gerichteten Kamm. Die Markierungen leiten in die enge Scharte nördlich des Sassariente. Links vom Grat kurz abwärts, dann mit Hilfe einiger Sicherungen sehr steil, aber kaum ausgesetzt auf den Gipfel des Felszahns (3:45 Std.).
Auf dem Anstiegsweg zurück zur Straße. Man folgt ihr bis Monti di Motti (1067 m; 5 Std.), einst Maiensäß, heute Ferienhaussiedlung mit Einkehrmöglichkeit. Nun auf markiertem Wanderweg links abwärts zu den Rustici von Bazzadee (876 m) und weiter durch Buchen-, später Kastanienwald hinunter zu den Weinbergen oberhalb von Gordola (205 m; 6:15 Std.). Auf Asphalt geht es schließlich hinein in den Ort.

Weinwandern

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour16 km
Höhenunterschied1280 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBerzona (502 m), Weiler im untersten Verzascatal.
EndpunktGordola (205 m), stattlicher Ort am Südfuß des Sassariente.
TourencharakterIm Gegensatz zu der berühmten Frage nach dem Ei oder dem Huhn ist hier eindeutig klar: Der Berg war zuerst da. Dann erst kam – wohl von den Römern »eingeschleppt« – der Weinbau in die Gegend, und längst gehört der »Sassariente« zu den besten Tessiner Merlots. Wer auf den gleichnamigen Berg will, tut allerdings gut daran, eine Verkostung zu verschieben, zumindest auf den Abstieg. Der Aufstieg verlangt eine ordentliche Kondition und an den steilen Gipfelfelsen einen sicheren Tritt. Die letzten fünfzig Höhenmeter sind sehr steil und deshalb mit ein paar Eisenhaken und dicken Hanfseilen gesichert. Als Belohnung winkt eine faszinierende Rundschau auf viele Gipfel und Bergketten des Sotto und des Sopra Ceneri, dazu ein Seeblick vom Feinsten.
Beste Jahreszeit
KartentippLandeskarte der Schweiz 1:50 000, Blatt 276T »Val Verzasca« mit Wanderwegeaufdruck.
MarkierungenWeiß-rot-weiß, gelbe Wegzeiger.
VerkehrsanbindungVon Tenero (Bahnstation) fährt ein Postbus via Gordola in die Val Verzasca; weitere Busverbindungen mit Locarno und Bellinzona.
GastronomieGrotto Monti di Motti (1067 m).
Tipps
Sassariente und andere Merlots Bei Matasci Vini in Tenero kann man den »Wein vom Berg« und andere feine Gewächse aus dem Tessin nicht nur verkosten, sondern auch kaufen. Matasci Vini SA, Via Verbano (100 m vom Bahnhof), CH-6598 Tenero; Tel. 091/7 35 60 11, Fax 7 35 60 19, Internet www.matasci-vini.ch.
Tourismusbüro
Ente Turistico Tenero e Valle Verzasca, Via ai Giardini, CH-6598 Tenero; Tel. 091/7 45 16 61, Fax 7 45 42 30, E-Mail info@tenero-tourism.ch, Internet www.tenero-tourism.ch.

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