Auf den Hauptgipfel des Castell'Ermo

Die aussichtsreiche und nicht allzu anstrengende Besteigung des Peso Grande ist gut markiert. Am Schluss ist ein wenig Trittsicherheit hilfreich. Der Sonne ausgesetzte und im Schatten liegende Abschnitte wechseln sich ab. (Autor: Michael Pröttel)
5 km
650 m
4.00 h
In Onzo steht ein großer Feigenbaum, an dem scharf rechts eine Straße abzweigt (Straßenschild: »Monte Castell'Ermo« bzw. Wanderschild: »Colla d'Onzo«, rote Balken). Man folgt dieser, bis nach etwa 1 km ein erdiger Fahrweg abbiegt (rote Markierung, bis hierher auch mit dem Auto). Der Weg erklimmt in wenigen Serpentinen den Südrücken, der vom Passo d'Onzo herunterzieht. Wir wandern nun flacher immer der Kammlinie entlang und haben bald schöne Aussicht auf den vor uns liegenden Höhenzug des Castell'Ermo. An einer Weggabelung halten wir uns rechts und wandern durch einen schönen Buchenwald zum unscheinbaren Colla d'Onzo (1:15Std.). Am Pass folgen wir der Rechtskurve des Weges, welche entlang des vor uns liegenden Waldrandes führt (Markierung: rote Dreiecke). Kurz darauf treten wir aus dem Wald heraus und erblicken ein Wanderschild mit Zielort »Arnasco« (ab hier zusätzlich rote Andreaskreuze). Es leitet uns in den von der Fahrstraße abzweigenden Weg, der zwischen Ginster den Südwesthang des Castell'Ermo bergan führt.
Der Weg wird breiter, dafür aber auch steiler. Hellen Kalksteinen folgt Schatten spendendes Haselgebüsch. Und sogleich gelangen wir auf dem nun flacheren Weg zu der Terrasse, auf der die kleine Kirche San Calogero steht (2Std./1032m). Vor dieser biegen wir in einen scharf links gehenden Pfad (Rotes Andreaskreuz) und wandern an der Kirchenmauer entlang über eine kleine Wiese zu einem schönen Sattel: Hier liegt der Gipfel schon direkt vor uns. Wieder wenden wir uns nach links und gewinnen der guten Markierung folgend schnell an Höhe. Ein großer Kalkklotz wird südseitig umgangen, der Pfad ein kurzes Stück flacher und wir befinden uns schon im steileren Abschluss der Gipfelbesteigung. Der Gipfel des Peso Grande (1094m, 2:30Std.) hat seinen ganz besonderen Reiz. Große landschaftliche Gegensätze treffen an dieser Aussichtskanzel aufeinander: Vor uns fällt ein breiter Rücken gemächlich nach Südosten ab – hinter uns bricht der Kamm mit spektakulären Kalksteintürmen senkrecht ins Tal von Nasino ab. Unsere Augen erblicken das hellblau schimmernde Meer – hinter unserem Rücken türmt sich der dunkelgrüne Hauptkamm des ligurischen Apennin auf. Und bei guter Sicht ist Liguriens höchster Berg Monte Saccarello fast zum Greifen nahe. Der Rückweg erfolgt über den Anstieg, wobei sich die an der Kirche liegenden Wiesenflächen für eine ausgiebige Siesta geradezu aufdrängen (4:30Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour5 km
Höhenunterschied650 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktMit dem Bus Hauptstraße von Onzo; mit dem Auto Abzweigung nach 100m auf der Straße Richtung Monte Castell'Ermo
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterKeine 10 km Luftlinie von der Küste entfernt türmen sich die schroffen Kalkabbrüche des Castell'Ermo bis auf eine Höhe von fast 1100 m. Ihr Name lässt vermuten, dass in ungewisser Vorzeit die Klause eines Eremiten auf dem Gebirgskamm stand.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass-Wanderkarte 1:50000, Nr.641: Alassio – Imperia. (Achtung: anderer Wegverlauf eingezeichnet!)
Markierungenrote Balken, rote Dreiecke, rotes Andreaskreuz (in dieser Reihenfolge)
VerkehrsanbindungA10 Ausfahrt »Albegna« über die N543, Abzweigung hinter Castellaro nach Onzo.
GastronomiePension und Bar in Ortovero
Tourismusbüro
Keine

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Italien
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