Albristhorn

Recht anspruchsvolle Gipfelüberschreitung, die etwas Bergerfahrung und einen sicheren Tritt verlangt. Unmarkierter, im Verlauf aber eindeutiger Weg über das Albristhorn mit einigen kurzen Passagen an der Grenze zur leichten Kletterei. Wichtig - gutes Wetter, keine Gewittergefahr! (Autor: Eugen E. Hüsler, Markus Meier, Peter Deuble)
12 km
940 m
6.00 h
Der »Gsürweg« Erstes (kleines) Gipfelziel der großen Tour ist der Schwandfälspitz (2025 m), keine Viertelstunde von der Seilbahnstation Tschentenalp (1940 m). Der Buckel bietet Aussicht auf die gesamte Bergkulisse von Adelboden. Im Blickfeld hat man auch die zerfurchte Südostflanke des Gsür. Der Weiterweg folgt zunächst ansteigend dem Wiesengrat, wendet sich dann in dessen Südhang. Unterhalb des Härdigen Höreli beginnt die spannende Querung der Gsürgräben. Vor dem Ausstieg lädt eine Bank (»Gsür-Bar«) zu einem entspannten Rückblick in die verwunschene Felsszenerie ein. Auf das Albristhorn Die Fortsetzung der Tour führt oberhalb des Chüebachgrabens hinüber zur Alp Furggi. An der Verzweigung hält man sich rechts und folgt dem weiß-rot markierten Weglein, das hinaufklettert zum Furggeli (2387 m). Hier startet die Kammüberschreitung. Eine deutliche Spur leitet bergan gegen den Hempliger (2483 m), lässt die Kuppe aber links liegen. Ein paar Felstürme am Ostgrat werden ebenfalls – kurz absteigend – rechts umgangen. In steilem Zickzack gewinnt man zuletzt den Gipfel des Albristhorns (2763 m). Gratwanderung und Abstieg Der Abstieg folgt im Wesentlichen dem lang gestreckten Südgrat des Bergstocks, der ostseitig über eine zerklüftete Steilflanke abbricht. Vor sich hat man dabei das Massiv des Wildstrubels, links wie rechts grüne Talmulden. Ein Vorgipfel (2728 m) des Albristhorns wird westseitig passiert, dahinter läuft die unmarkierte, aber deutliche Spur am Satteligrat abwärts und mit einigem Auf und Ab hinüber zum Seewlehore (2467 m). Der weitere Abstieg führt über den Tierberg (2371 m) zum grasigen Laveykamm, dem man bis zu einer Liftstation (2194 m) folgt. Hier spitzwinklig nach links und hinunter zum Sillerenrücken, zuletzt auf einer Asphaltstraße kurz bergan zur Seilbahnstation am Sillerenbühl (1973 m).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied940 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBergstation der Gondelbahn Adelboden – Tschentenalp (1940 m).
EndpunktLiftstation Sillerenbühl (1973 m).
TourencharakterDen höchsten Punkt der lang gestreckten Niesenkette, die Engstligen- und Diemtig- bzw. Obersimmental trennt, markiert das Albristhorn (2763 m). Auffallender mit seinen steilen, von tiefen Gräben durchfurchten Flanken ist allerdings das Gsür (2708 m). Quer durch das weiche Schiefergestein seiner Südostflanke verläuft der Auftakt zur großen, sehr aussichtsreichen Überschreitung auf dem vor einigen Jahren neu angelegten »Gsürweg« – ein spannender Gang, aber an keiner Stelle wirklich ausgesetzt. Gefährlich kann’s hier allerdings bei einem Gewitter mit Platzregen werden - Steinschlaggefahr! Wem die Knie angesichts der abschüssigen, tiefen Gräben doch etwas weich werden, der kann sich auf der Bank der winzigen »Gsür-Bar« stärken – das passende Getränk (lieber nichts Hochprozentiges!) muss allerdings mitgebracht werden … Hat man den Riesentrichter des Stigelbachs und seiner Zuflüsse verlassen, verwandelt sich der Fels- wieder in einen Wiesenweg. Erst oberhalb des Furggeli (2387 m), am Ostgrat des Albristhorns, wird das Gelände erneut anspruchsvoller und man muss beim Anstieg ab und zu die Hände zu Hilfe nehmen. Oben gibt’s – wenn das Wetter mitspielt – ein fantastisches Panorama.
Beste Jahreszeit
KartentippSwisstopo 1 - 50 000, 263 Wildstrubel, 1:25 000, 1247 Adelboden.
Markierungen»Gsürweg« weiß-blauweiß, Aufstieg zum Furggeli, Tierberg – Laveygrat und Abstieg zum Sillerenbühl weiß-rot-weiß markiert. Überschreitung des Albristhorn unmarkiert, aber deutliche Wegspur.
VerkehrsanbindungAdelboden (1348 m) erreicht man von Spiez über Frutigen auf einer guten Straße. Bahn bis Frutigen, dann Busverbindung.
GastronomieRestaurants an beiden Liftstationen, unterwegs keine Einkehrmöglichkeit.
Unterkunft
Restaurants an beiden Liftstationen, unterwegs keine Einkehrmöglichkeit.
Tourismusbüro
Adelboden Tourismus, Dorfstraße 23, CH-3715 Adelboden; Tel. +41/33/673 80 80, www.adelboden.ch