Aiguille Noire de Peuterey, 3772 m

Die ungeheure dunkle Felsnadel wurde erstmals durch Lord Wentworth, Emile Rey und J. B. Bich am 5. August 1877 bestiegen. (Autor: Richard Goedeke)
9 km
1800 m
10.00 h
Westlich vom Bach über Moräne zum Firnfeld. Nun weit nach rechts queren zum Rinnensystem, das vom Sattel zwischen dem Fuß des Ostgrates und dem Mont Noir herabzieht. Zuerst auf der orografisch linken (südlichen) Begrenzungsrippe der obersten Rinne, erst kurz vor ihrer Gabelung in diese hinein. Im linken Ast mit einer nach links ansteigenden Querung über schrofige Platten zum Fuß eines auffallend viereckigen Turmes (etwa 20 m unter der Grathöhe). Auf der Südseite etwa eine Seillänge unterhalb des Grates weiter aufsteigen und erst bei zwei dicht beieinander stehenden Gendarmen (3291 m) auf die Grathöhe. Der erste von ihnen wird rechts (O) umgangen, der zweite südseitig. Am Grat bis unter den nächsten Turm (P. 3374). Diesen ebenfalls südseitig umgehen, danach in plattigem Couloir zur Grathöhe. Daran zum Gendarm P. 3519. Diesen wiederum südseitig auf Schutt umgehen und eine Seillänge wei- ter westlich durch Kamin wieder zur Grathöhe. Am Grat, teils nordseitig steigend, zu senkrechtem Gendarm. Südseitig über lockere Blöcke queren und hinauf zur Gratschulter vor dem Gipfelaufbau. Schräg links hinauf zum Gipfel.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied1800 m
Dauer10.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktPeuterey-Alm
EndpunktAiguille Noire de Peuterey
TourencharakterDer heutige Normalweg über den Ostgrat war die Aufstiegsroute von E. Allegra, L. Mussilon und H. Brocherel 1902. Die 50 Seillängen Kletterei umfassende Route über den von gewaltigen Felstürmen geprägten Südgrat gelang 1930 K. Brendel und H. Schaller, die 650 m hohe teils senkrechte und überhängende Westwand V. Ratti und G. Vitali vom 18. bis zum 20. August 1939.
Hinweise
Siehe Tour 62 in Karte.
Kartentippign-Karte 1 - 25000, Blatt 3531 est St-Gervais-les-Bains
VerkehrsanbindungMit Bus oder Auto vom Aostatal oder von Chamonix durch den Mont-Blanc-Tunnel nach Courmayeur (1200 m). Auf der alten Straße bis 1 km südlich vor Entrèves und auf Sträßchen hinauf ins Val Veni und zur Peuterey-Alm (1501 m, Zeltplatz).
GastronomieRefuge-Bivouac de la Noire (Lorenzo Borelli) (2316 m; CAAI, 30 L, im Sommer bew. Tel. 0039/11/546031)
Tipps
Aussicht. Nördlich gegenüber die Aiguille Blanche, überragt vom teils verdeckten Mont Blanc und westlich flankiert vom wild zerrissenen Frêneygletscher, östlich vom breiteren Brenvagletscher
Informationen
Schwierigkeit. Insgesamt PD (wenig schwierig), mit Kletterstellen III (mittlere Schwierigkeiten), weithin II und I (mäßig bis leicht). Mühen: Hüttenaufstieg 800 mH (2:30 Std.), Gipfelaufstieg 1000 mH (6 Std.). Gefahren: Ein weitläufiger, unübersichtlicher Berg mit allerlei Gelegenheit müde zu werden, sich mit Steinen zu behelligen und sich zu verlaufen. Freuden: Einen der sprödesten Berge der Alpen zu besteigen. Spezialführer: Eberlein, GF Mont-Blanc-Gruppe, Bergverlag Rother; Vallot, Devies, Henry et al., Mont Blanc I, Arthaud; CAI Chabot-Grivel-Saglio, Monte Bianco I.
Höchster Punkt
Aiguille Noire de Peuterey, 3772 m
Unterkunft
Refuge-Bivouac de la Noire (Lorenzo Borelli) (2316 m; CAAI, 30 L, im Sommer bew. Tel. 0039/11/546031)

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