Wendelstein (1838 m)

Leichte Piste Landschaftlich sehr schöne, sonnenseitige Skitour im Pistenbereich. Nicht schneesicher. Der Aufstieg bis zum Wendelsteinhaus ist leicht, ebenso die Abfahrt. Der Gipfelanstieg auf der im Winter oft vereisten und gesperrten Steiganlage ist normalerweise nicht zu verantworten (Lawinen, Steinschlag, Absturzgefahr!).
Exposition: Süden / Lawinengefahr: Gering (Autor: Siegfried Garnweidner)
11 km
1050 m
3.00 h
Die Route.
Aufstieg.
Von der Talstation der Wendelsteinbahn nach Nordosten über eine Wiese zur Oberlandbahnstrecke, durch die Bahnunterführung und an den nördlichsten Häusern von Osterhofen etwas nach rechts in die Hänge von Oberberg. Der Piste folgend lange nach Osten weiter, an der Jagdhütte etwas links abdrehen und nach Norden zur Siglhütte.
Bei der Talstation des Lacherlifts noch ein Stück geradeaus weiter, dann ein wenig rechts abdrehen und geradewegs auf die markante, felsige Kesselwand zu. Unmittel- bar vor den Aufschwüngen der Kesselwand links schwenken und auf einer Pistenrampe in die Zeller Scharte (Vorsicht Steinschlag!). In der Scharte unter der Bergwachthütte links weiter und im kalten Schattenhang zu den Gleisen der Wendelsteinbahn. Durch eine Unterführung (bei sehr viel Schnee über die Gleise) und geradewegs zu Wendelsteinhaus und Wendelsteinkircherl.
Abstieg.
Entlang der Aufstiegsroute.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour11 km
Höhenunterschied1050 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktOsterhofen, Talstation der Wendelsteinbahn (800 m)
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterEs gab mal ein paar Jahre, da war am Wendelstein kein Pistenbetrieb möglich, weil ein engagierter Bauer seinen Grund und Boden nicht länger für die Skigaudi zur Verfügung stellen wollte. Leider ist er bei allen Gerichtsinstanzen durchgefallen. Jetzt werden die Pisten wieder präpariert und die Brettelrutscher fahren mit der Gondel zum Wendelsteinhaus hinauf und rutschen auf den Südhängen des Wendelsteins herum. Viele Skifahrer findet man dort allerdings nicht, und wer vor der Saison oder wochentags kommt, kann den Wendelstein als Tourenberg wiederentdecken.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 8 (Tegernsee–Schliersee–Wendelstein)
VerkehrsanbindungBahnverbindung bis Osterhofen; mit dem Auto von Miesbach über Schliersee oder von Kufstein über Bayrischzell nach Osterhofen
GastronomieWendelsteinhaus
Tipps
Zum Wendelsteingipfel. Der Gipfelsteig ist im Winter gesperrt und darf nicht begangen werden. Das hat seinen Grund, denn der Gipfelsteig kann bei hoher Schneelage oder Vereisung ausgesprochen gefährlich werden. Wer ihn trotzdem begeht, tut das (wie auf allen Wegen im Gebirge) auf eigenes Risiko. Dazu folgt man dem Geländer, wenn dieses aus dem Schnee ragt, und geht durch einen kurzen Tunnel, um nach einem halbstündigen, steilen Anstieg schließlich bei der Wetterstation, der Sternwarte und dem Fernsehsender anzukommen, wo man von einer fantastischen Aussicht erwartet wird.
Informationen
Dauer 3 Std. ('2.30 Std. '0.30 Std.)
Tourismusbüro
Bayrischzell, Tel.: +49(0)8023/648; www.bayrischzell.de
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