Spitzstein, 1596 m

Schöne Tour für Genussskifahrer. Für die Südhänge würde man sich meistens eine etwas üppigere Schneelage wünschen, also viel Schnee abwarten!
Exposition: Ost und Süd / Lawinengefahr: sehr gering (Autor: Christian Schneeweiß, Siegfried Garnweidner)
8 km
860 m
2.00 h
Aufstieg.
Auch mit Ski steigt man auf dem markierten Sommerweg auf. Er be-ginnt am südwestlichen Ortsrand von Sachrang, an der Straße nach Schweibern, beim Parkplatz unmittelbar vor der Brücke. Bis zur Mitterleiten schneiden wir am Wan-derweg den Straßenbogen ab. Dann geht es noch ein Stück über freie Wiesenhänge gegen Westen hinauf, doch schon bald wendet sich die Route nach Norden und taucht in dichten Wald ein. Liegt nicht genügend Schnee, dann wird es auf dem steinigen Weg ungemütlich und material-verschleißend. Das ungemütliche Routenstück endet kurz vor der Goglalm, denn dort kommt man wieder aus dem Wald heraus und auf ausgedehnte, freie Almhänge, wo es dann doch meistens etwas mehr Schnee gibt. Hinter der Almhütte sehen wir zum Spitzsteinhaus hinauf, auf das wir geradewegs zuhalten. Wer mit der Brotzeit noch bis zur Abfahrt warten kann, geht am Unterkunftshaus vorbei und über freie Hänge, nun etwas steiler, nach Norden hinauf. Zwischendurch kommt man ein wenig in schütteren Wald, und zuletzt schwingt sich der Spitzstein doch noch stattlich auf, ehe man durch Latschenbuschwerk das Gipfelkreuz und die kleine Kapelle erreicht.
Abfahrt.
Vom Gipfel folgen wir der Aufstiegsroute zum Spitzsteinhaus hinunter. Nach der Rast fahren wir neben der Aufstiegsspur über herrliche Hänge zur Goglalm weiter. Von dort kann man eine Alternativroute wählen.
Sie zweigt rechts ab und führt auf der westlichen Seite des Baches über schöne Wiesenhänge nach Stein hinab. Anschließend wird zweimal die Fahrstraße gequert, und dann erreicht man, etwas links haltend, einen schmalen Walddurchlass. Dort geht es wieder sportlich steil und leider auch arg steinig in einen Bachgraben hinunter. Auf der anderen Bachseite geht es flach am Hang entlang bis zum Aufstiegsweg. Hinter einer kleinen Baumgruppe wird die Aufstiegsroute aber wieder verlassen, und wieder finden sich pfundige Hänge, bis man, auf einem Weglein dem Bach entlang, die Tour bis zum Parkplatz auslaufen lässt.

kindgerecht

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied860 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
StartortSachrang (738 m)
AusgangspunktParkplatz an der Straße nach Schweibern vor der Brücke
TourencharakterAus dem Repertoire der Chiemgauer Ski- und Bergwanderer ist der Spitzstein nicht mehr wegzudenken. Bei ihnen hat er einen festen Platz, und viele Freunde dieses netten, kleinen Berges kommen immer wieder. Die Wandergesellen sieht man auch im Winter, denn auf den Südhängen bleibt der Schnee nicht gerade üppig liegen, da kann man gut zu Fuß aufsteigen. Den Brettlschwingern gefällt das weniger. Von der kleinen Gipfelkapelle hat man an klaren Tagen ausgesprochen schöne Ausblicke aufs Kaisergebirge hinüber, aber auch weit in die Kitzbüheler Alpen, und ein Wirtshaus gibt es auch auf halber Strecke, da braucht niemand zu darben.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippBayer. Landesvermessungsamt 1 - 50000, Blatt Chiemsee und Umgebung; Kompass-Wanderkarte 1:50000, Blatt 10, Chiemsee-Simssee
VerkehrsanbindungAuto - Autobahn München – Salzburg bis Frasdorf. Dann über Aschau und Hohenaschau nach Sachrang ÖV: RVO-Linienbus 9502 ab Bernau
GastronomieSpitzsteinhaus (1293 m), DAV S. Spitzstein, 20 Zimmer- und 50 Matratzenlager, gj. bew., geschl. ab 1. Wochenende nach dem 1. Nov. – 25. Dez.
Tipps
Die Tour eignet sich für Kinder (ab 13 Jahre).
Höchster Punkt
Spitzstein, 1596 m
Unterkunft
Spitzsteinhaus (1293 m), DAV S. Spitzstein, 20 Zimmer- und 50 Matratzenlager, gj. bew., geschl. ab 1. Wochenende nach dem 1. Nov. – 25. Dez.
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