Sonntraten, 1096 m

Kurze Sonnentour ohne Schwierigkeiten.
Lawinengefahr: gering (Autor: Siegfried Garnweidner)
9 km
370 m
1.00 h
Die Route.
Aufstieg.
Vom Wanderparkplatz am südöstlichen Ortsrand von Grundnern die Straße queren und nach links auf einen Fahrweg. An einem Stadel vorbei und auf dem breiten Sonntratensteig gegen Norden in wechselnder Steigung hinauf. Über dem lichten Wald verengt sich der Fahrweg zu einem schmalen Steig, der bei hoher Schneelage nicht zu erkennen ist. Neben einem Treppenweg in ein paar Kehren den freien Hang hinauf bis zu einer Bank. Hier links abdrehen und wieder in den Wald hinein. Anschließend geht es in einen freien Hang, der zum höchsten Punkt ansteigt.
Abfahrt.
Entlang der Aufstiegsroute. Oder am Waldrand links halten, zum Ende des Waldes nach Osten weiter und über eine Wiese nach Süden hinab. Auf Fahrwegen oder freien Hängen talwärts und wieder zur Aufstiegsroute. Auf ihr die letzten Meter zurück.

kindgerecht
Exposition - Südwesten

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied370 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktGrundnern (725 m)
EndpunktGrundnern (725 m)
TourencharakterZur Sommerszeit ist der Sonntraten mittlerweile ein sehr beliebtes Ausflugsziel für die einheimische Bevölkerung geworden. Vor allem junge Mütter sprinten noch schnell zum Sonntraten hinauf, bevor sie die Kleinen von Kindergarten oder Schule abholen müssen. Und wenn in strengen, kalten Winterszeiten genügend Schnee liegt, tun sie das mit Tourenski. Wie schon der Name sagt, ist dieser Isarwinkler Vorbuckel stark der Sonne ausgesetzt und deshalb nicht immer mit Schnee bedeckt. Und die Qualität der weißen Pracht ändert sich bei mildem Wetter und Sonnenschein auch recht schnell. Deshalb muss man längere Frostperioden abwarten oder nach kräftigem Schneefall den Sonntraten ins Visier nehmen. Die Route ist übrigens so einfach zu finden, dass man nicht unbedingt – wie unten beschrieben – auf dem Sommerweg aufsteigen muss. Es genügt im Prinzip, von Grundnern im Wesentlichen nach Nordosten aufzusteigen und den kurzen Waldhängen einfach auszuweichen. Verirren kann man sich bei klarer Sicht kaum.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 182 (Isarwinkel)
VerkehrsanbindungOberlandbahn, Haltepunkt Gaißach-Mühle; mit dem Auto von Bad Tölz auf der Kreisstraße TÖL16 Richtung Lenggries und auf Nebenstraßen zum Ausgangspunkt
Tipps
Für Kinder und Anfänger. Diese nette Skitour eignet sich hervorragend für Kinder ab 8 Jahren und Skitourenanfänger. Zum Rechelkopf: Sollte jemand mit dem Sonntraten nicht ausgelastet sein, kann er gut durch den Wald nach Norden zur Schwaigeralm weiterspuren und von dort noch den Rechelkopf in Angriff nehmen. Allerdings ist dieser schöne Hang nur selten vom Schnee verwöhnt, und der weitere Anstieg zum Rechelkopf verläuft durch dichten, für Skifahrer wenig interessanten Wald. Eine spannende Variante für Aufstieg und Abfahrt beginnt in Greilling. Von dort kann man auf Fahrwegen ziemlich eben zur alten Liftschneise auf dem Vorberg hinübergehen und durch sie aufsteigen. Im dichten Wald nun auf Wanderpfaden und gelegentlich auch Forststraßen nach Süden hinauf, am Sulzkopf vorbei und zum Rechelkopf hinüber. Beliebt ist auch der monotone Anstieg von Marienstein auf der langen Forststraße zur Sigrizalm. Ein paar nette Skivarianten findet der nimmermüde Tourengeher, wenn er vom Rechelkopfgipfel über pfundige, freie Hänge zur Sigrizalm abfährt, eventuell von dort noch zum 1280 Meter hohen Mitterberg aufsteigt und über die schönen Nordhänge abfährt, um am Waldrand sich links haltend zur Sigrizalm und zum Rechelkopf weiterzugehen.
Höchster Punkt
Sonntraten, 1096 m
Tourismusbüro
Gaißach, Tel.: 08041/1889; www.gaissach.de
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