Schwarzkogel, 2030 m

Die fast permanent mäßig ansteigende Tour führt in klarer Linienführung zu einem aussichtsreichen Gipfelgrat mit nicht ganz ungefährlichen Wechten.
Exposition: Nordwest / Lawinengefahr: gering bis mäßig (Autor: Christian Schneeweiß, Siegfried Garnweidner)
7 km
1000 m
3.00 h
Aufstieg.
Auf der Piste des Aschauer Schlepplifts hinauf und rechts haltend zum Ansatz des Nordwestrückens. Kurz durch Fichtenwald, dann über den meist freien Almrücken zwei Fahrwege kreuzend und eine kurze Steilstufe nehmend hinauf zur Kleinmoosalm (1624 m). Zur Umgehung einer Steilstufe auf knapp 1700 m links ansteigend in den relativ flachen Nordhang (die Böden der Oberen Kleinmoosalm) queren. Über diesen südwärts hinauf zum Nordwestkamm des Schwarzkogels und unter Beachtung der nordostseitigen Wechten (evtl. etwas rechts unterm Kamm gehen) aufwärts zum Gipfel.
Abfahrt.
Entlang der Aufstiegsroute.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied1000 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktAschau bei Kirchberg/Tirol (1014 m). Schlepplift in Aschau (ca. 1020 m)
TourencharakterViele der Halbtages- bis Tagestouren der Kitzbüheler Alpen (es gibt hier kaum geeignete Unterkunftshütten für Mehrtagestouren) sind für Anfänger ideal und ermöglichen gleichzeitig Fortgeschrittenen das allwinterliche Einfahren für die höheren Ziele eines Tourenwinters; zumal man an fast jedem Berg zwischen gemäßigteren und steileren Skirouten auswählen kann. Die höheren Berge in den südlichen Talschlüssen können allerdings durchaus alpinen Charakter annehmen (Salzachgeier-Hauptgipfel 2469 m, Großer Galtenberg 2424 m, Großer Rettenstein 2362 m). Bis auf Gipfel- und Kammbereiche ab 2000 Meter sind fast alle Kitzbüheler Skiberge auf den Normalrouten praktisch lawinensicher (was gelegentliche Lawinengefahr in einzelnen steilen Hangabschnitten nicht ausschließt), können also spätestens zwei Tage nach stärkeren Schnee-fällen mit ungeteiltem Genuss bestiegen und befahren werden. Im Prinzip ist die direkte Route auf den Schwarzkogel eine Aneinanderreihung von Aussichtspunkten, erst vom Aufstiegs-Almrücken hinüber zum Brechhorn und seinen Nachbarn. Nach der Fläche der Oberen Kleinmoosalm ändert sich schlagartig das Bild - Vom Ab-schlusskamm des Schwarzkogels wirken der Große Rettenstein (2362 m) und sein kleiner Bruder mit ihren Felsspitzen und Schrofenwänden zwischen den eher sanften, im Schnee versunkenen Kitzbühelern völlig deplaziert. Hinterm Gipfel türmen sich die Hohen Tauern auf, während im Norden und Osten die Kalkmassive zwischen Wildem Kaiser und Hohem Dachstein unterm strahlenden Winterhimmel stehen.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippAV-Karte (mit Skirouten) 1 - 50000, Blatt 34/2, Kitzbüheler Alpen; Kompass-Wanderkarte (mit Skirouten) 1:50000, Blatt 29, Kitzbüheler Alpen; Freytag & Berndt-Wanderkarte (mit Skirouten) 1:50000, Blatt 121, Großvenediger-Oberpinzgau.
VerkehrsanbindungAuto - Auf der Inntalautobahn bis Ausfahrt Wörgl und weiter Richtung Kitzbühel. Nach wenigen Kilometern rechts ins Brixental Richtung Kirchberg. Dort rechts ab nach Aschau. ÖV: Mit der Bahn auf der Inntalstrecke bis Wörgl, umsteigen Richtung Kitzbühel (einige Züge fahren dorthin durch) und in Kirchberg aussteigen. Mit dem Bus nach Aschau zum Lift
GastronomieOberlandhütte (1041 m), DAV S. Oberland, 69 Schlafplätze, nach Ostern und im November je 3 Wochen geschlossen, Tel. (0043)(0)5357/8113
Höchster Punkt
Schwarzkogel, 2030 m
Unterkunft
Oberlandhütte (1041 m), DAV S. Oberland, 69 Schlafplätze, nach Ostern und im November je 3 Wochen geschlossen, Tel. (0043)(0)5357/8113
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