Schnappen, 1546 m

Einfache Skitour, die allerdings, wenn sie nicht gespurt ist, etwas Orientierungsgabe erfordert. Nur in Talnähe etwas eng, steil und unbequem
Exposition: West und Süd / Lawinengefahr: allgemein gering, auf den steilen Wiesenhängen muss man aber bei ungünstigen Bedingungen das Lawinenrisiko beachten. (Autor: Christian Schneeweiß, Siegfried Garnweidner)
9 km
860 m
3.00 h
Aufstieg.
Vom Parkplatz neben dem Wiesen-Hof gehen wir über Wiesenhänge auf der Straße nach Osten und in vielen Kehren Richtung Einwallalm hinauf. Unmittelbar vor der Materialseilbahn ver-zweigt sich die Straße. Dort halten wir uns links, gehen unter den Seilbahnkabeln durch und überqueren zwei Bäche. Wir folgen der Straße noch bis zum Ende des Waldes. Dann wenden wir uns gegen Osten und gehen dem Weidezaun entlang. Die Route folgt dem Sommerweg, wird stellenweise etwas eng und weitet sich auf den weiten Almhängen in der Nähe der Stubenalm. Anschließend gehen wir an der Alm vorbei und hinter dem Zaun scharf links. Die Route steigt durch die gestuften Wiesenhänge zum Kotierungspunkt 1100 m an, von wo wir nach rechts dem Sommerweg folgen. Die Hänge flachen ab, und die Spur führt in weitem Bogen oberhalb des Schnappengrabens nach links, durch ein Gatter und in schütterem Wald gegen Norden zur Unteren Schnappenalm. Von dort sieht man schön zur Gipfelkuppe, zu der man geradewegs hinaufspurt.
Abfahrt.
Bis zur Unteren Schnappenalm folgen wir der Aufstiegsroute. Dann verlassen wir die Fellspur, fahren an der Alm rechts vorbei und folgen dem Verlauf der Almstraße. Sie führt um eine Geländekante, und nun kann man über steile, freie Almhänge direkt zur Stubenalm hinunterfahren. Auch von der Stubenalm können wir über hindernisloses, ideales, aber weniger steiles Gelände direkt zur Einwallalm abfahren. Hinter der Alm schwenken wir dann scharf rechts und steil zum Bach hinab, drehen nach Norden ab und stoßen wieder auf die Straße, der wir zum Ausgangspunkt folgen.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied860 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSchwendt (702 m). Wiesen im Kohlental (ca. 690 m), Parkplatz beim Wiesen-Hof
TourencharakterIn unmittelbarer Nachbarschaft des Kaisergebirges gibt es einen gemütlichen Berg, der bei Skifahrern ziemlich wenig bekannt ist. Und doch gewährt dieser Gipfel, der Schnappen, wie das bei unbekannten Vorbergen oft ist, eine Schau auf die alpinen Berühmtheiten des öst-lichen Wilden Kaisers, die ihresgleichen sucht. Insbesondere Lärcheck und Mauckspitze zeigen sich vom Schnappen in ihrer ganzen wilden Schönheit. Gemessen an der Schroffheit der benachbarten Kaiser-Berge ist der Schnappen ein ausgesprochen milder Vertreter der Berg-welt. Die Skitour auf den kleinen Berg bleibt eine ruhige Unternehmung, auch wenn in Talnähe, bis zur Stubenalm, der Anstieg ein wenig eng und unangenehm ist. Aber bei Skitouren im Vorgebirge sind wir das ja gewöhnt.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass-Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 9, Kaisergebirge; Freytag & Berndt-Wanderkarte 1:50000, Blatt 301, Kufstein-Kaisergebirge-Kitzbühel
VerkehrsanbindungAuto - Auf der relativ schmalen Verbindungsstraße St. Johann/Kirchdorf – Kössen (B 176) zum Ausgangspunkt ÖV: Linienbusverbindung zwischen Kirchdorf und Kössen
Gastronomiekeine
Höchster Punkt
Schnappen, 1546 m
Unterkunft
keine
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