Schafkopf, 2311 m

Bis in den Kessel vor dem Steilaufschwung einfach, auch im Bachbett problemlos. Erster Aufschwung steil, weitere Aufschwünge etwas flacher. Abfahrtsvariante je nach Strecke noch mittelschwer. (Autor: Andrea und Andreas Strauß)
11 km
1060 m
3.00 h
Aufstieg.
Auf der Brücke über den Bach und auf der oberen der beiden Forststraßen talauswärts (Nordwesten), bei einer weiteren Verzweigung wiederum die obere Straße nehmen. Schon bald folgt ein Hinweisschild der Gemeinde Gramais zum Wildschutz, das es zu beachten gilt (das eigentliche Schafkar darf großflächig befahren werden, im Bereich der Forststraßen und Almwege gilt Wegegebot). Im Verlauf zweigen zwei Straßen jeweils spitzwinklig nach links ab, wir halten uns aber immer geradeaus und folgen so der Straße im Linksbogen um einen Rücken herum und haben nun bereits unser Ziel hoch oben vor Augen. Auf der Straße hinein ins Tal des Schafkarbaches, den man kurz darauf erreicht und auf die rechte Seite überschreitet (Furt). Jenseits dem breiten Weg aufwärts folgen, bis er am Beginn des dort auslaufenden Gampenkars nach links zieht und eine Kehre nach rechts beschreibt. Hier in der Kehre in der ursprünglichen Gehrichtung weiter und schon bald über den deutlichen Graben, der vom Gampenkar kommt, nach links und in den anfangs unscheinbaren Graben, der vom Schafkar herunterzieht. Kurz darauf wird der Graben zu einem netten Tälchen, das sich immer mehr weitet und durch das man schließlich einen großen Kessel erreicht, 1600 m (hierher auch dem breiten Weg noch vier Kehren folgen und etwas weiter oben zum Kessel, zum Teil leicht fallend).
Auf der linken Talseite die Flanke hinauf bis knapp unter die Felsen, wo man einfach nach rechts ausqueren kann und zu einer weiteren Karstufe gelangt. Zuerst gerade hinauf (felsdurchsetztes Gelände bleibt links), bis man kleine Felsstufen erreicht, unter denen eine einfach zu begehende Rampe nach links ins oberste Kar hinaufzieht. Man hält dabei direkt auf die östliche Felseinrahmung des Kares zu und zieht dann im etwas gestuften Gelände unter den Felsen im weiten Rechtsbogen hinauf ins Schafkopfsattele, die Scharte zwischen dem Massiv der Großen Schafkarspitze und dem hier markant aussehenden Schafkopf. Vom Sattele nach rechts und in der rechten Gratflanke wenige Meter hinauf auf den Schafkopf, 2311 m.
Abfahrt.
Entweder die Traumskihänge entlang der Aufstiegslinie hinab oder vom Sattele nach rechts (Südwesten) ohne besondere Schwierigkeiten ins Kar queren und den Hang hinunter auf den Schafkarsee zu. Am besten bleibt dieser links liegen, um so die schönen Hänge nordöstlich unter dem Schafkopf zu erreichen, die es steil und sehr schön hinuntergeht bis zur Verflachung oberhalb des ersten Steilaufschwunges. Teils mit tiefen Gräben durchsetzt, die zwar grundsätzlich fahrbar, wenn auch sehr steil sind (schwieriger als entlang der Aufstiegslinie).
Weitere Tour Alblitjöchl, 2281 m, von Gramais durchs Otterbach- und Sacktal, schwierig (950 Hm, 3 Std.).

schneesicherheit
3 ¼ Std. gesamt, 1 ¼ Std. zum Kessel
1060 Hm gesamt, 350 Hm bis zum Kessel

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour11 km
Höhenunterschied1060 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortGramais, 1321 m
AusgangspunktParkmöglichkeit beim Bauhof Gramais im Ortsteil Riefen bzw. kurz vor der Brücke über den Otterbach, 1254 m. Etwa 1 km vor Gramais kurz nach einer Lawinengalerie erste Parkmöglichkeit rechts der Straße, vorteilhafter unmittelbar danach rechts auf ein schmales Sträßlein zum Weiler Riefen bis zu Parkbuchten nach dem Bauhof oder danach vor der Brücke.
TourencharakterWer eine geniale Abfahrt sucht mit hoher Ausgangslage, einfachem Zustieg, eingerahmt von einer wilden Felsszenerie, schattige Nordseiten, die den Pulverschnee lange konservieren, und auch noch eine Sonneninsel als Brotzeitplatz inmitten eines imposanten Felshufeisens, der hat mit dem Schafkopf sein Traumziel gefunden. Einzig mit einem renommierten Gipfel kann man nicht protzen, denn unser Ziel ist ein unbedeutender Felsbuckel in einem Sekundärgrat der Großen Schafkarspitze. Diese gibt sich im Winter ganz unnahbar, nur die kleine Schafkarspitze, die genau 27 Meter höher ist als unser Ziel, wird gelegentlich erstiegen.
Beste Jahreszeit
KartentippLandesvermessungsamt Umgebungskarte UK L 8 Allgäuer Alpen 1 - 50 000
VerkehrsanbindungVon Häselgehr auf schmaler Bergstraße Richtung SO nach Gramais; Busverbindung von Reutte nur bis nach Häselgehr.
Tipps
Lawinengefahr. Häufig lawinengefährdet, das weite Kar mit seinen Steilstufen und steilen Flanken erfordert sichere Verhältnisse.
Informationen
Tourismusbüro Lechtal, Tel.: +43/5634/53 15
Tags: 
Mehr zum Thema