Rassasspitz

Skiläuferische Genusstour, die häufig perfekten Firn bietet. Lawinengefahr: Mitunter lawinengefährdet, Vorsicht bei Schneebrettgefahr. Im Frühjahr rechtzeitig abfahren. (Autor: Janina und Markus Meier)
7 km
1220 m
4.00 h
Zur Sesvennahütte.
Vom Parkplatz am Ortsrand von Schlinig (1738 m) wandern wir über die Wiesen relativ flach taleinwärts. Wir passieren die Schlinigalm und kommen zur Talstation der Materialseilbahn der Sesvennahütte. Der Weg wird nun endlich etwas steiler, sodass wir auch allmählich an Höhe gewinnen. Wir gehen dabei auf die Schwarze Wand zu, einen sperrenden Felsabbruch. Wir queren steil nach rechts, umgehen den Abbruch und wenden uns dann nach links in einen flacheren Talboden. Diese Passage ist die schwierigste Stelle der Tour. Sie sollte lawinenmäßig sichere Verhältnisse aufweisen, und besonders bei Hartschnee sollte man vorsichtig sein. Der restliche Weg zur Hütte ist wieder einfach, und bald schon sind wir an der gemütlichen Sesvennahütte (2256 m).
Zur Rassasspitz.
Wir wandern von der Sesvennahütte ein wenig taleinwärts in Richtung Schlinigpass. An einem Rücken biegen wir nach rechts ab und steigen über recht steiles Gelände bergauf. Dabei halten wir uns immer ein wenig links des Rückens. Bald sehen wir den Gipfel vor uns. Hier wird das Gelände wieder deutlich flacher. Dann halten wir uns rechts und erklimmen über wieder steileres Gelände den Südostgrat, der uns auf einen kleinen Vorgipfel bringt. Von hier sind es nur noch wenige Minuten auf dem unschwierigen, aber durchaus steilen Grat auf den Gipfel der Rassasspitz (2941 m) mit seiner wunderschönen Aussicht. Direkt nach Süden ist der Blick auf den Ortler frei. Gleich neben uns grüßt von Osten die Weißkugel herüber, der zweithöchste Ötztaler Gipfel. Auch der Hausberg der Sesvennahütte, der Piz Sesvenna, steht nicht weit entfernt.
Abfahrt.
Die Abfahrt zurück zur Hütte und weiter ins Tal folgt dem Anstiegsweg. Bei sicheren Verhältnissen lohnt sich die direkte Abfahrt zum Schlinigpass (2309 m). Hierzu wedeln wir den Hang nördlich vom Gipfel hinunter und halten uns weiter in Richtung Pass. Der Rückweg zur Sesvennahütte (2258 m) erfolgt über sehr flaches Gelände in 20 Minuten. Von dort können wir am anderen Tag auf den Piz Sesvenna (3204 m) steigen, oder weiter am Anstiegsweg über die Schwarze Wand ins Tal fahren.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied1220 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortSchlinig
AusgangspunktSchlinig (1738 m)
EndpunktSchlinig (1738 m)
TourencharakterDie Rassasspitz steht ein wenig im Schatten des berühmten Nachbarn, dem Piz Sesvenna. Die schönen südwestseitigen Skihänge bieten häufig eine genussreiche Firnabfahrt. Weil der Aufsteig von der Hütte nicht zu lang ist, lässt sich die Tour gut an den Hüttenaufstieg anhängen. Anspruchsvolle Stelle am Hüttenaufstieg.
Hinweise
Gehzeit. Schlinig-Sesvennahütte 2 Std., Sesvennahütte-Rassasspitz 2 Std.
KartentippTabacco Karte 1:25 000, Blatt 043 Obervinschgau
VerkehrsanbindungVon Landeck zum Reschenpass, weiter nach Burgeis und von dort nach Schlinig
GastronomieSesvennahütte (2256 m), Ende Februar bis Mitte Mai, Tel. 0039/0473-83 02 34, www.sesvenna.com
Höchster Punkt
Rassasspitz (2941 m)

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