Loferer Schihörndl

Anspruchs- und eindrucksvolle Skitour, die über der Waldgrenze durch eine enge Steilrinne führt. Lawinengefahr: Die Tour erfordert absolut sichere Verhältnisse und sollte nur nach kalter, klarer Nacht im Frühjahr begangen werden (Autor: Janina und Markus Meier)
Zum Oberen Tret.
Vom Parkplatz im Loferer Hochtal (775 m) gehen wir an einem Felsblock und Marterl vorbei in den Kessel des Loferer Hochtals. Wir biegen nach zehn Minuten an einem Jägerstand und einem Hinweisschild zur Schmid-Zabierow-Hütte nach links ab und folgen dem Sommerweg durch den Wald. Dieser Abschnitt wird im Frühjahr meistens zu Fuß überwunden. Dies ist auch sicherer als bei Schneelage mit Skiern hochzusteigen. An einem schmalen, etwas ausgesetzten Felsvorsprung sollten wir die Skier aber auf alle Fälle abschnallen. Gedenktafeln zeugen davon, dass es hier bereits Abstürze gegeben hat. Hier darf man sich keinen Ausrutscher erlauben! Unterhalb der Schwarzwand, oberhalb der Abbrüche, queren wir nach Westen und erklimmen die Steilmulde, die bis in die kleine Wehrgrube zieht. Wir folgen der Steilmulde bis in eine Höhe von 1650 Metern. Hier können wir nach rechts hinausqueren und über flacheres Gelände das Obere Tret erreichen.
Zum Loferer Schihörndl.
Über angenehme Mulden wandern wir weiter Richtung Südwesten und stehen am Beginn der kleinen Wehrgrube. Hier sehen wir erstmals den Gipfel des Skihörndls vor uns. Wir queren unter den Reifhörnern hindurch zu einem Rücken unter dem Gipfel, den wir direkt aus der Wehrgrube erreichen. Diese Querung ist recht lawinengefährdet. Vom Rücken queren wir unter Felsen nach links in eine Scharte. Diese Querung führt an ein paar Felsen vorbei über ziemlich steiles Gelände. Schließlich kommen wir über den anschließenden breiten Rücken am Gipfelkreuz am Loferer Schihörndl (2286 m) an. Der Gipfel bietet eine wunderschöne Aussicht auf die Berchtesgadener Alpen, der Blick schweift bis in die Hohen Tauern. Insgesamt führt die komplette Tour durch die ausgesprochen schöne Landschaft der Loferer Steinberge.
Abfahrt.
Die Abfahrt erfolgt am Anstiegsweg. Wenn man sich in der Kleinen Wehrgrube rechts hält, so kann man direkt in die Steilmulde einfahren. Dem Felsvorsprung im unteren Bereich sollte man sich langsam nähern, um die Ski rechtzeitig abschnallen zu können.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour4 km
Höhenunterschied1500 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortLoferer Hochtal
AusgangspunktParkplatz im Loferer Hochtal
EndpunktParkplatz Loferer Hochtal
TourencharakterDas Loferer Schihörndl ist ein eher unbedeutender Gipfel in den gewaltigen Loferer Steinbergen. Im Sommer steht es eindeutig im Schatten seiner berühmteren Nachbarn, des Großen Ochsenhorn und Reifhorns. Das steile, nordseitige Kar konserviert den Schnee häufig bis in den Sommer, und so nutzen wir eine Steilrinne für eine genussvolle Firnabfahrt. Auch der Gipfelhang ist noch mal recht steil. Harscheisen erforderlich.
Hinweise
Gehzeit. Loferer Hochtal–Schwarzwand 1 Std., Schwarzwand–Oberes Tret 1.30 Std., Oberes Tret–Loferer Schihörndl 2 Std.
KartentippAlpenvereinskarte 1:25 000, Blatt Loferer Steinberge
VerkehrsanbindungVon Lofer kurz in Richtung Waidring, dann nach links ins Loferer Hochtal abbiegen
GastronomieKeine
Höchster Punkt
Loferer Schihörndl (2286 m)

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