Leitner Berg, 2389 m

Die Route führt über freie, mäßig geneigte Almflächen mit prächtiger Nahsicht auf die Tribulaune. Nicht bei Nebel gehen! Die Genusshänge eignen sich ideal für frühwinterliche Abfahrten im Pulver (sofern der nicht zu tief ist) oder im Frühjahr bei Firn (sofern in der Waldzone nicht ausgeapert).
Exposition: Südost / Lawinengefahr: gering
(Autor: Christian Schneeweiß, Siegfried Garnweidner)
7 km
950 m
3.00 h
Aufstieg.
Gegenüber dem Gasthaus Spörr rechts von einem Bach über Almwiesen relativ steil nordwestwärts hinauf. Bei ca. 1580 m kurz rechts im Wald zu einem Hütterl am Beginn eines Rückens. Über diesen in licht stehendem Lärchenwald leicht rechts haltend (nordwärts) auf die freie geneigte Fläche der Taler Bergmähder oberhalb der Baumgrenze. Geradeaus (nordwestwärts) über eine Steilstufe zu einer Terrasse und über einen wenig ausgeprägten Rücken zu einem markanten Kopf. Wieder rechts haltend (nordwärts) über die Leitneralm bis zu einem Zaun und weiter in eine Senke mit Almhütte (ca. 2150 m). Links haltend (nordwestwärts) hinauf zum kupierten Gipfelplateau und rechts haltend (nordwärts) insgesamt kaum ansteigend zum Gipfel.
Abfahrt.
Entlang der Aufstiegsroute.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied950 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortObernberg am Brenner (1394 m)
AusgangspunktParkplatz/Haltestelle am Gasthof Spörr (1380 m)
TourencharakterNicht umsonst genießen die Stubaier Alpen einen guten Ruf – leider; denn wer an einem schönen Wochenende im beliebten Sellraintal eine Skitour gehen will, der wird sein Vergnügen mit Hunderten von Mitbegeisterten teilen müssen: Die Berge um das Sellraintal sind das Skidorado für Eintagsfliegen oder für Skitourengeher, die im Tal über-nachten wollen. Die normalerweise ab 1500 Meter hoch gelegenen Ausgangspunkte (Kühtai liegt gar auf 2000 Meter) garantieren eine bis weit ins Früh-jahr (meistens Mai) hineinreichende Ski-saison. Nur bei den unscheinbaren, aber genussreichen Wald- und Wiesenbergen des Wipptals und des Obernbergtals im Osten geht es niedriger los. Übrigens bie-ten die südlichen Stubaier westlich von Sterzing ein wunderschönes mittelschweres Tourengebiet bis 2700 Meter Höhe.
Die Länge der meisten Skitouren schwankt – mit Ausnahme der kurzen Schmankerln des Kühtai und des Ostens (ab 800 Hm) – vom Tal aus zwischen 1300 und gut 1600 Metern! Die eigentlichen Stubaier Alpen sind also nichts für Konditionsschwache. Selbst bei klassischen Hütten-touren muss man im vergletscherten Hochstubai noch bis zu gut 1300 Höhenmeter über meist gutmütige Gletscher bis zum Gipfel bewältigen. Bei den meisten Routen hält sich die Lawinengefahr jedoch in Grenzen (meist mäßig) – zumal man zumindest die Gletscherskitouren in der Regel wegen der dann stabileren Schneebrücken erst bei lawinensicherem Firn begehen wird.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass-Wanderkarte (mit Skirouten) 1 - 50000, Blatt 36, Innsbruck-Brenner oder Blatt 83, Stubaier Alpen; Freytag & Berndt-Wanderkarte 1:50000, Blatt 241, Innsbruck-Stubai-Sellrain-Brenner.
VerkehrsanbindungÜber die Brenner-Autobahn bis Ausfahrt Nösslach. Links (südwärts; evt. Schneeketten) auf einem Sträßchen etwas abwärts nach Vinaders und hier rechts aufwärts nach Obernberg ÖV - Mit der Bahn über Innsbruck Richtung Brenner bis Steinach am Brenner und mit dem Bus nach Obernberg
GastronomieRudolf Pfening-berger-Haus (alias Jugendheim Spot), gj. bew. außer November (an Wochenenden anmelden!), 80 Schlaf-plätze, Tel. (0043)(0)5274/87475
Höchster Punkt
Leitner Berg, 2389 m
Unterkunft
Rudolf Pfening-berger-Haus (alias Jugendheim Spot), gj. bew. außer November (an Wochenenden anmelden!), 80 Schlaf-plätze, Tel. (0043)(0)5274/87475
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