Hochwannig, 2493 m

Vom Jochlift unter den Handschuhspitzen oft harte Querung. Der Wannigkar ist anfangs flach, steilt sich immer mehr auf und wird schmaler. Oben 35-40°. (Autor: Andrea und Andreas Strauß)
Aufstieg.
Mit den beiden Sektionen des Marienberglifts fährt man hinauf bis zur Bergstation, ca. 1680 m, knapp unter dem Marienbergjoch. Nun geht es auf der Piste nach Westen kurz hinab zur Jochlift-Talstation, 1610 m, wo ein Sommerwegweiser bereits nach Südwesten zum Hochwannig/Alpgrat weist. Durch lichten Wald quert man höhengleich zum freien Hang unter den Handschuhspitzen und weiter zur nahen Schulter, an der der Alpgrat von unten her einmündet. Damit wird der Blick frei auf das riesige Kar im Osten unter dem Hochwannig. Nur wenig steigend erreicht man in der Flanke weiter querend die Muldenachse des Kares. Der weitere Aufstieg ist durch den Karverlauf vorgegeben. Zunächst nur mäßig steil, dann immer steiler geht es hinauf. Ziel ist die steile Schneerinne, die auf etwa 2200 Meter Höhe beginnt und nur wenig links des Hochwannig den Grat erreicht. Die Rinne ist zu Anfang nicht vollständig einzusehen, sondern wird von einem Felsgrat verdeckt. Sobald man unter dem Gipfelaufbau steht, ist der Aufstieg in die Scharte aber komplett sichtbar. Steil geht es zuletzt dort hinauf. Aus der Scharte folgt man rechts einem kurzen Tälchen, das direkt auf den Hochwannig, 2493 m, zuleitet.
Variante ohne Liftbenützung
Am Rande der Piste hinauf, bis nach der Mittelstation die Forststraße zum zweiten Mal nach rechts in den Wald abzweigt, 1240 m. Dieser folgt man anfangs steigend, nach einer Abzweigung nach links dann höhengleich nach Westen bis zu einer unten waldfreien Rinne (1300 m, 1 Std.). Entweder diese hinauf und, wo sie schlechter gangbar wird, rechts heraus auf den Alpgrat oder gleich auf der Forststraße nur wenig weiter und links auf dem Alpgrat (Wanderwegweiser) durch die auffällige Waldschneise aufwärts, bis man auf die Querung vom Marienbergjoch her trifft (1620 m, 1 Std.).
Abfahrt.
Wie Aufstieg. Der Gegenanstieg vom Jochlift hinauf zur Bergstation des Marienberglifts (ca. 70 Hm) lohnt sich, da man auf der Piste (Talabfahrt) die wesentlich bessere Abfahrt hat.
Weitere Tour siehe Tour Hinteres Tajatörl

schneesicherheit
2 ¾ Std. gesamt, zum Beginn der Steilrinne 1 ¾ Std., ohne Liftbenutzung 2 Std. zusätzlich
950 Hm gesamt, zum Beginn der Steilrinne 590 Hm, ohne Liftbenutzung 600 Hm zusätzlich

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied950 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
StartortBiberwier, 991 m
AusgangspunktBergstation der 2. Sektion des Marienberglifts, 1680 m, erreichbar mit den Marienbergliften vom südlichen Ortsrand von Biberwier, 1020 m, Tel. - +43/5673/21 11.
TourencharakterWer aus dem Ehrwalder Becken Richtung Fernpass fährt, kommt – meist ohne es zu bemerken – an einer der schönsten Skitouren der Region vorbei. Im äußersten Südwesten der Mieminger Berge tut sich vom Marienbergjoch aus das wunderbare Wannigkar auf. Etwa 900 Höhenmeter überwindet man von seinem unteren Ende bis zum Gipfel des Hochwannig, den man bei guten Verhältnissen mit Skiern erreichen kann. Für den unteren Teil der Tour nutzen wir die Marienberglifte bis ins Joch und auf der Piste geht es später nach einem kurzen Gegenanstieg auch schneesicher wieder hinab. So kommt man auf über 1600 Abfahrtsmeter.
Voraussetzung für diese Genusstour sind lawinensichere Verhältnisse und eine sichere Skitechnik, denn das Wannigkar steilt sich zur Scharte hin immer mehr auf und auch die Steilflanken, die das Kar begrenzen, schicken mächtige Lawinen herab.
Beliebt ist die Tour auch nach Schließung der Lifte noch, dann bieten die ostseitigen Hänge im Kar schönen Firn und der Gipfel weite Sicht auf die Zentralalpen.
Beste Jahreszeit
KartentippAV-Karte Nr. 4/1 Wetterstein- und Mieminger Gebirge Westliches Blatt 1 - 25.000
VerkehrsanbindungVon Ehrwald oder Lermoos nach Biberwier Richtung Fernpass; Busverbindung von Ehrwald und Lermoos.
Tipps
Lawinengefahr. Häufig gefährdet, vor allem das felsdurchsetzte obere Kar. Ab dem Jochlift werden steile Lawinenhänge unter den Handschuhspitzen gequert!
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