Hochkönig, 2941 m, vom Arthurhaus

Bis zur Mitterfeldalm leicht. Dann steiler, speziell die Querung ins Kar unter der Torsäule und bis zum Schoberschartl. Bei schlechter Sicht am Plateau schwierige Orientierung! (Autor: Andrea und Andreas Strauß)
18 km
1500 m
5.00 h
Aufstieg.
Vom Parkplatz des Arthurhauses, 1502 m, einen kleinen Schlepplift queren und dann auf einer Forststraße in nordöstlicher Richtung teils steil, teils flach aufsteigen unter den beeindruckenden Türmen der Manndlwand hindurch. Nach etwa einer guten halben Stunde erreicht man eine Schulter und quert zur Mitterfeldalm, 1669 m, die auf einer hervorragenden Aussichtsloge platziert ist. Von hier traversiert man kurz höhengleich nordwestlich zu einer Rippe, um dann leicht fallend (ca. 30 Hm) hinüber zur Kleinen und Großen Gaißnase zu fahren, dem tiefsten Punkt der Manndlwand. Nun geht es mäßig steigend hinauf ins Untere Ochsenkar. Auf dieser nordostseitigen Querung gilt es besonders die Lawinengefahr zu beachten. (Vorsicht!) Rechts des Grabens zieht man seine Spur über gestuftes Gelände nun in westlicher Richtung bis unter die markante Torsäule. Unter deren Südwänden entlang und über den Steilaufschwung (»Kniebeißer«) und das Schoberschartl (Markierungsstange, ca. 2580 m) auf das Hochkönigplateau. Zunächst leicht südlich haltend, dann westlich, gelangen wir über zahlreiche Kuppen und Mulden (immer wieder Markierungsstangen, teils aber verschiedene Routen) zum Gipfelaufschwung. Über dieses letzte Steilstück steigt man am besten in einem Linksbogen und zum Schluss gerade hinauf. Das Matrashaus auf dem Hochkönig, 2941 m, ist zum Schluss bereits als Orientierungspunkt unübersehbar.
Abfahrt.
Die Abfahrt erfolgt entlang der Aufstiegsspur.
Variante.
An der Schweizertafel kann man den links ausholenden Bogen Richtung Schoberköpfe/Schoberschartl auslassen und stattdessen fast direkt nach Osten zum P. 2528 m abfahren. Ein Felsdurchschlupf leitet in eine steile Rinne, über die man nördlich des Kleinen Bratschenkopfs ins Obere Ochsenkar gelangt. Weiter ostwärts das Untere Ochsenkar am Felsansatz der Manndlwand entlang hinunter, bis man auf ca. 1750 Meter Höhe auf die Aufstiegsspur unmittelbar westlich der Gaißnase trifft (beim Aufstieg ist diese Rinne schon einsehbar und man sollte sich – falls diese Abfahrtsvariante in Betracht kommt – bereits entsprechend orientieren). Diese Abfahrtsvariante ist jedoch steiler und etwas schwieriger zu finden als die Abfahrt entlang der Aufstiegsspuren.
Weitere Tour siehe Tour Buchauer Scharte und Taghaubenscharte

schneesicherheit
5 Std. gesamt, ¾ Std. zur Mitterfeldalm, von dort zum Schoberschartl 3 Std.
1500 Hm gesamt, 170 Hm zur Mitterfeldalm, von dort zum Schoberschartl 940 Hm

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour18 km
Höhenunterschied1500 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
StartortMühlbach am Hochkönig, 854 m
AusgangspunktArthurhaus, 1502 m, von Mühlbach am Hochkönig auf steiler Bergstraße (beschildert) erreichbar; Busverbindung.
TourencharakterEine typische Frühjahrstour bis in den Juni hinein ist jene auf den Hochkönig. Wie schon bei der Taghaubenscharte gilt auch hier - Ein sehr hoher Ausgangspunkt verspricht sichere Schneelage, bis zur Mitterfeldalm kann man auf eine gute, durch viele Vorgänger verfestigte Spur entlang der Almstraße hoffen. Nun wird der Untergrund zwar steinig und grobblockig, aber man wechselt auch die Hangexposition, denn der Tourenverlauf knickt in ein nordostseitiges Kar ab, das zudem während des Hochwinters durch die Manndlwände ein wenig von der Sonne geschützt ist. Das Obere und Untere Ochsenkar wird dann auch während der Abfahrt zum Herzstück der Tour, das wegen der landschaftlichen Schönheit im Gedächtnis bleibt. Weiter oben wartet noch ein knapp eineinhalb Kilometer langes Auf und Ab über das ehemalige Gletscherplateau der Übergossenen Alm zum Matrashaus.
Die Sage behauptet, der Gletscher »Übergossene Alm« wäre deshalb entstanden, weil die Sennerinnen auf dem großen Almgelände unter dem Gipfel zu übermütig geworden wären. Aus dem reichen Ertrag der Alm hätten sie die Almwege mit Butter und Käse gepflastert. Zur Strafe für den sündhaften Umgang mit den wertvollen Lebensmitteln setzte andauernder Schneefall ein, bedeckte die Wiesen und hinterließ schließlich die mit Schnee und Eis »übergossene Alm«. Heute ist von dem Plateaugletscher nur noch ein spärlicher Rest übrig, den man auf der Skitour zum Matrashaus überhaupt nicht wahrnimmt.
Beste Jahreszeit
KartentippAV-Karte Nr. 10/2 Hochkönig – Hagengebirge 1 - 25.000 mit Skirouten
VerkehrsanbindungMühlbach ist von Osten aus dem Salzachtal (Tauernautobahn, Ausfahrt Bischofshofen) erreichbar und von Westen über Dienten oder Saalfelden. Mit der Bahn bis Bischofshofen und mit dem Bus weiter bis Mühlbach.
Tipps
Lawinengefahr. Häufig lawinengefährdet, erst für das Frühjahr geeignet. Kritisch sind vor allem die Steilstücke der Querung Mitterfeldalm – Torsäule.
Informationen
Tourismusverband Mühlbach am Hochkönig, Tel.: +43/6467/72 35
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