Heuberg (1603 m)

Unerschlossenes, unschwieriges Tourengelände, teilweise Wald. Kurzweilige und interessante Skitour durch Wald und auf freien Hängen. Gipfelanstieg steil und zuletzt ein paar Meter etwas ausgesetzt.
Exposition: Norden, Osten und Süden / Lawinengefahr: Gering (Autor: Siegfried Garnweidner)
10 km
870 m
3.00 h
Die Route.
Aufstieg.
Vom Parkplatz neben dem Tennisplatz in Walchsee auf Fahrwegen zum kleinen Privatparkplatz am Waldrand hinauf oder erst dort die Tour beginnen. In geringer Steigung von dort nach Südwesten zum Waldrand und nach links über eine freie Wiese nach Süden hinauf. Im Wald in der Nähe des Erzbaches aufsteigen und auf einem Fahrweg nach Südosten.
Bei der Wegtafel auf knapp 900 Meter Höhe rechts abbiegen und auf dem Sommerweg kurz recht steil durch den Wald. Dann nach links in eine breite Lichtung, in der man steil nach Süden ansteigt. Am oberen Rand dieser Lichtung ein Sträßchen queren und – auf dem Sommerweg bleibend – nach Südwesten weiter. Noch einmal über die Straße und durch Wald und breite Lichtungen zu den Hängen westlich der Wolfingeralm. Über der Alm fällt die Aufstiegsspur etwas ab und führt auf einen Fahrweg. Auf ihm eben nach Südwesten weiter, wieder durch einen Waldgürtel und über die Osthänge in wechselnder Steigung zur Hageralm.
Von hier sich etwas rechts haltend steil ins Jöchl und noch steiler auf dem Südgrat weiter. Kurz unter dem Gipfel die Ski abstellen. Die letzten Meter bis zum Kreuz muss man zu Fuß gehen.
Abstieg.
Im Großen und Ganzen entlang der Aufstiegsroute.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied870 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWalchsee, gebührenpflichtiger Parkplatz bei der Tennisanlage oder Privatparkplatz der Lippenalm oberhalb von Oed südwestlich des Walchsees (etwa 740 m). Zustimmung des Hüttenwirts einholen.
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterObwohl es dem Heuberg aus der Ferne nicht anzusehen ist, dass er ein lohnendes Skitourenziel abgibt, hat sich diese kleine Tour im Kreise der Skibergsteiger längst herumgesprochen. So ein schönes und obendrein auch weitgehend lawinensicheres Bergziel bleibt halt nicht geheim. Der Ausgangspunkt liegt relativ tief und ein paarmal muss man durch Wald ansteigen und abfahren, weshalb eine ausreichende Schneedecke sehr wünschenswert ist.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 9 (Kaisergebirge)
VerkehrsanbindungBusverbindung ab Kufstein-Bahnhof oder Kössen; mit dem Auto von Oberaudorf oder Kössen bis Walchsee
Tipps
Abfahrtsschmankerl für Nimmermüde. Besonders lohnend ist eine kleine Zwischenabfahrt, die dort beginnt, wo man unter der Hageralm am Waldrand den Fahrweg erreicht. Im schattigen Osthang kann man rund 100 Höhenmeter meist durch staubenden Pulverschnee hinunterwedeln, bevor man mit Fellen wieder zur Straße aufsteigt.
Informationen
Dauer 3.45 Std. ('2.30 Std. '1.15 Std.)
Unterkunft
Gasthäuser und Hotels in Walchsee
Tourismusbüro
Walchsee, Tel.: +43(0)5374/5223; www.tirol.at/walchsee
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