Hahnkopf, 1901 m

Leichte, aber – für Touren-Neulinge – einigermaßen steile Skitour. Wegen der sonnenseitigen Lage sind die Schneebedingungen am besten, wenn es frisch geschneit hat.
Exposition: Südwest / Lawinengefahr: gering (Autor: Christian Schneeweiß, Siegfried Garnweidner)
5 km
930 m
3.00 h
Aufstieg.
Vom Parkplatz in Inneralpbach gehen wir auf einer Brücke über den Alpbach und folgen der Straße gegen Osten, die zum Höhenweg hinaufführt. Schon in der ersten scharfen Linkskehre verlassen wir den Fahrweg und legen die Spur nicht zu steil im Almgelände gegen Nord-osten an. Beim Egg queren wir nochmals die Straße, und die Anstiegs-route wendet sich gegen Norden, führt beim Jochum (1216 m) zum letzten Mal über eine Straße hinweg und steigt in den weiten Wald-lichtungen immer steiler an. Etwa auf 1350 m Höhe wird die Lichtung mal etwas enger. Anschließend steigen wir durch ein Waldeck rechts herum und kommen in die freien Hänge der Gunaalm. Hinter der Alm drehen wir etwas nach links ab (gegen Nordosten) und erreichen den langen, freien Gipfelrücken. Auf ihm spuren wir am Wetterkreuz vorbei und bis zum höchsten Punkt hinauf.
Abfahrt.
Im Wesentlichen entlang der Aufstiegsroute.

kindgerecht

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour5 km
Höhenunterschied930 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktAlpbach (974 m). Parkplatz im Zentrum von Inneralpbach (1050 m) bei Bushaltestelle
TourencharakterWer vom Schicki-Micki-Skizirkus am Wiedersberger Horn über Alpbach hinweg nach Osten schaut, schaut auf etliche interessante kleine Tourenberge. Sie gehören alle zu den einfacheren ihrer Art und sind deshalb auch für Touren-Einsteiger lukrativ, wenn diese halbwegs sicher auf ihren Ski stehen. Der bekannteste Skiberg in dieser Reihe ist der Schatzberg. Von der gegenüberliegenden Seite, also von Wildschönau herauf, ist er mit Skiliften erschlossen, doch von der Alpbacher Seite haben ihn die alpinen Touristiker verschont, weshalb er ein lohnendes Tourenziel geblieben ist. Der südlich des Schatzbergs gelegene, durch einem sanften Grat mit ihm verbundene Hahnkopf erfreut sich geringerer Popularität, obwohl er den Schatzberg sogar um ein paar Meter überragt. Dieser unbedeutende Kopf bereitet aber, besonders wenn es kräftig ge-schneit hat, grenzenloses Tourenvergnügen. Er ragt kaum über die Waldgrenze hinaus und ist deshalb weitgehend lawinensicher.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippAV-Karte (mit Skirouten) 1 - 50000, Blatt 34/1, Kitzbüheler Alpen; Sommer-Winter-Wanderkarte Alpbachtal 1:25000, Blatt 29; Freytag & Berndt-Wanderkarte 1:50000, Blatt 151, Zillertaler Alpen-Jenbach-Schwaz
VerkehrsanbindungAuto - Durch das Inntal bis Rattenberg, dann auf guter Bergstraße zum Ausgangspunkt. ÖV: Linienbusverbindung ab Rattenberg
Gastronomiekeine
Tipps
Die Tour eignet sich für konditionsstarke Kinder ab 12 Jahre.
Höchster Punkt
Hahnkopf, 1901 m
Unterkunft
keine
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