Gugel (1801 m)

Fahrwege und unerschlossenes Tourengelände, viel Wald Leichte Skitour, die bei normalen Bedingungen weitgehend lawinensicher ist.
Exposition: Norden / Lawinengefahr: Gering (Autor: Siegfried Garnweidner)
5 km
1140 m
4.00 h
Die Route.
Aufstieg.
Den Wimbach überqueren und dem Sommerweg auf der östlichen Bachseite folgen. Man kommt zu einem Wohnhaus und zur Forststraße. Auf ihr ein kurzes Stück dahin und in der ersten Linkskurve die Straße nach rechts verlassen. Auf dem Sommerweg im Wesentlichen gegen Südosten hinauf und in die Lichtungen der Stubenalm. Dort nicht nach links zur Mitterkaseralm abbiegen, sondern geradeaus durch eine breite Lichtung hinauf. Diese wird immer steiler, schwenkt ein wenig nach Südwesten und führt in schütteren Lärchenwald hinein. Durch ihn geradewegs zum Schluss ziemlich steil zur unbedeutenden Gugel, die vor der Watzmanngrube und unter dem eindrucksvollen Hocheck steht.
Abstieg.
Entlang der Aufstiegsroute.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour5 km
Höhenunterschied1140 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktRamsau, Wimbachbrücke (670 m); Bushaltestelle
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterRund um den Watzmann gibt es Skitouren, die von schärferem Kaliber und damit nicht für Anfänger geeignet sind. Das Hocheck, das mit 2100 Höhenmetern Aufstieg und einem absolut rassigen und gefährlichen Gipfelanstieg nur besten Skitourengehern vorbehalten bleibt, hat einen ziemlich unbedeutenden Trabanten, der in der Karte nicht einmal mit seinem Namen erwähnt ist. Die Rede ist von der Gugel (manchmal auch Gugelkopf genannt). Auch zu ihr hinauf ist der Anstieg lang und mühsam, und die meisten Tourengeher sind froh, wenn sie dieses Gipfelchen endlich erreicht haben. Anders ist das bei einheimischen Skitourengeherinnen und -gehern. Sie sind bekannt für ihr zackiges Tempo und ihre Bärenkondition und sie benützen die Gugel als kleine Trainingstour. Gugel ist übrigens die regionale Bezeichnung für eine lederne Kappe mit Nackenschutz, die früher die Holzknechte bei ihrer anstrengenden Arbeit trugen.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 14 (Berchtesgadener Land–Chiemgauer Alpen)
VerkehrsanbindungBusverbindung ab Bahnhof Berchtesgaden; mit dem Auto von der A 8 (Ausfahrt Siegsdorf) über Inzell und Unterjettenberg zum Ausgangspunkt
GastronomieGasthäuser in Ramsau
Tipps
Rasante Abfahrtsvariante. Es gibt die Möglichkeit, vom Sommerweg mal rechts abzubiegen und durch eine breite, aber satte 40 Grad steile Waldlichtung rund 100 Höhenmeter zackig hinunterzupreschen, bis man den Weg wieder erreicht, dem man zum Ausgangspunkt folgt.
Informationen
Dauer 4.30 Std. ('3.30 Std. '1 Std.)
Unterkunft
Gasthäuser und Pensionen in Ramsau und Schönau
Tourismusbüro
Ramsau, Tel.: +49(0)8657/988920; www.ramsau.de
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