Geigelstein (1813 m)

Fahrwege und unerschlossenes, freies und übersichtliches Tourengelände. Unschwierige Anfängertour für Einsteiger mit einwandfreier Kondition.
Exposition - Westen / Lawinengefahr: Gering (Autor: Siegfried Garnweidner)
8 km
1110 m
5.00 h
Die Route.
Aufstieg.
Vom Parkplatz folgt man einer breiten Straße gegen Osten den Waldhang hinauf. Dabei geht man eine ausholende Kehre nach Norden aus. Die folgende Straßenschlaufe, die bei einem Rechtsknick vor der Talalm beginnt, kann man auf dem beschilderten Sommerweg gut abkürzen, ehe der Fahrweg bei den Hütten der Talalm wieder erreicht wird. Auf ihm nach Osten weiter und relativ eben, zwischendurch sogar gering abwärts, bis über der Niederkaseralm die ganzjährig bewirtschaftete Priener Hütte erreicht wird. Von dort im Wesentlichen nach Norden in Richtung Oberkaseralm hinauf und über weite, freie Hänge in den Sattel zwischen Wandspitz und Geigelstein, wo die Ski bei geringer Schneelage deponiert werden. Von dort die letzten 20 Minuten durch Latschenbuschwerk geradewegs zum Kreuz hinauf.
Abstieg.
Entlang der Aufstiegsroute. Die Variante über die Mühlhornwand und die Schreckalm bietet die schöneren Abfahrtshänge, muss aber mit einer halben Stunde Gegenanstieg erkämpft werden.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied1110 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSachrang (nördlicher Ortsrand), Langlauf- und Wanderparkplatz (738 m)
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterDiese einfache und sehr beliebte Skitour führt über beachtliche Entfernungen durch Wald- und Almgelände. Oberhalb der Waldgrenze wird man jedoch von prächtigen Rundblicken erwartet.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 10 (Chiemsee–Simssee)
VerkehrsanbindungZugverbindung bis Aschau, Bus bis Sachrang; mit dem Auto von der A 8 (Ausfahrt Frasdorf oder Bernau) über Aschau zum Ausgangspunkt
GastronomiePriener Hütte
Tipps
Steilabfahrt nach Norden. Beliebt ist bei Ortskundigen die Abfahrt nach Norden über die Aschentaler Wände (fälschlicherweise auch Weitlahnerkopf genannt). Diese zackige, aber prächtige Abfahrt ist jedoch nichts für Neulinge und verlangt sehr stabile Verhältnisse.
Informationen
Dauer 5 Std. ('3.45 Std. '1.15 Std.)
Unterkunft
Priener Hütte
Tourismusbüro
Sachrang, Tel.: +49(0)8057/378; www.sachrang.de
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