Felbespitze

Steiler Fußweg bis zum Kaser, dann immer wieder lange, steile Hänge. Lawinengefahr: Häufig lawinengefährdet, im gesamten Tourengelände. (Autor: Andrea und Andreas Strauß)
Pluspunkte kann die Tour Schneesicherheit oberhalb des Waldes, großartige Landschaftseindrücke und fast garantierte Einsamkeit bieten.
Aufstieg.
Vom Parkplatz überqueren wir sogleich auf einer Brücke den Pfitscher Bach; beschildert ist hier der Sommerweg zur Felbespitze und zur Viedalm. Man hält sich nach Süden flach über die Wiese auf den bewaldeten Hang zu, kommt über eine Forststraße und an einer Wildfütterung vorbei, und hält sich am Fuß des Steilhangs nach links. So gelangt man sogleich auf den leicht bewaldeten Schuttfächer, der den Auslauf des Padaunbachs bildet. Beim ersten großen Felsblock hält man sich schräg links und überquert den Schuttfächer ohne Höhengewinn. (Der Graben geradeaus oberhalb ist durch Eisfälle abgeschlossen und nicht gangbar.) Schon nach Kurzem erreicht man einen Bach, den man dort überquert, wo er zu beiden Seiten von Fichten gesäumt ist und sich beginnt stark einzuschneiden. Jenseits des Baches zieht im 45°-Winkel von ihm eine schmale Lichtungsschneise nach schräg links hinauf, über diese steigt man auf. (Die Sommerwegmarkierungen sind hier nicht erkennbar.) Am oberen Ende der Rinne leitet der Fußweg links heraus (Markierung) und man überwindet den nun beginnenden Hochwaldgürtel am besten zu Fuß (ca. 20 Minuten). Auf einem Hohlweg steigt man fast in Falllinie hinauf. Am Ende des Hochwaldes kommt man zu einer kleinen Hütte (»Kaser«, ca. 1720 m), die links liegen bleibt, und steigt die anschließende Lichtung gerade aufwärts zu deren linken oberem Ende. Die Trasse des Sommerwegs (gut markiert) führt nun schräg links in den lichten Wald hinein und mit einer großen Serpentine über eine Hangkante hinweg nach rechts heraus auf eine weitere Lichtung in einem Kessel. Rechts stehen hier zwei verfallene Almstadel. Wir halten uns taleinwärts (links) auf einen Stadel unter der abschließenden Steilwand zu und steigen vor ihm in Serpentinen auf den von Lärchen und Erlen licht bestandenen Rücken hinauf, der den Kessel rechts abschließt. Auf diesem Rücken geht es ansteigend weiter, bis man nach rechts in den riesigen Karauslauf hineinqueren kann, der vom felsigen Nordwestgrat der Felbespitze und einem matterhornartigen Felszacken zur Rechten (bereits aus dem Tal gut sichtbar) eingerahmt wird. Zwischen den beiden Felseinrahmungen überwindet man die hohe Steilstufe in vielen Serpentinen. Die oberhalb liegende Hangterrasse befindet sich bereits direkt unter dem Gipfelhang der Felbespitze. Auf diesen geht es in wechselnder Steilheit nun zu und anschließend den immer steiler werdenden Hang hinauf bis zum höchsten Punkt. Das letzte, sehr steile Stück zur Felbespitze, 2849 m, heißt es evtl. zu Fuß zurückzulegen.
Abfahrt.
Die Abfahrt erfolgt entlang der Aufstiegslinie.

Skitouren in Südtirol

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied1400 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortSt. Jakob
AusgangspunktParkplatz in St. Jakob, ca. 1450 m, gegenüber dem Feuerwehrhaus
EndpunktParkplatz in St. Jakob, ca. 1450 m, gegenüber dem Feuerwehrhaus
TourencharakterAus dem Hauptort der Pfitschtals, St. Jakob, ist ein großes Kar einsehbar, das von zwei felsigen Wächtern eingerahmt wird, oberhalb aber grosszügiges Skigelände bietet. Der dazugehörige Gipfel heißt Felbespitze und kann bis fast zum höchsten Punkt mit Skiern erstiegen werden – gute Verhältnisse und sichere Skitechnik vorausgesetzt. Ein einfaches Pflaster ist die Felbespitze nämlich nicht. Das beginnt bereits mit dem Weg durch den hier überall vorhandenen Waldgürtel und setzt sich mit den Steilstufen im oberen Teil fort. Als Am Gipfelhang bis 40°. Harscheisen empfehlenswert. Vorsicht im Gipfelbereich auf Wechten. Orientierung im unteren Teil schwierig.
Hinweise
4 Std. gesamt, bis zur Kaser 1 Std.
KartentippAV-Karte Nr. 31/3 Brennerberge 1:50 000
VerkehrsanbindungVon Sterzing ins Pfitschtal. Busverbindung von Sterzing.
Informationen
Tourismusverband Sterzing, Freienfeld, Wiesen-Pfitsch, Tel.: +39/0472/76 53 25, www.sterzing.com
Höchster Punkt
Felbespitze (2849 m)

Buchtipp

Andrea Strauß, Andreas Strauß

Schneesichere Skitouren zwischen Hohe Tauern und Dolomiten

Glitzernde Winterlandschaft und Powderträume im stiebenden Pulverschnee – diese Skitouren machen jeden Wedelfreund glücklich!

zum Shop
Tags: 
Mehr zum Thema