Christlumkopf (1758 m)

Leichte, aber außerhalb der Liftsaison recht beliebte und schöne Eingeh- oder Anfängertour.
Exposition: Osten / Lawinengefahr: Keine (Autor: Siegfried Garnweidner)
7 km
815 m
2.00 h
Die Route.
Aufstieg.
Gleich vom Parkplatz bei der Lift-Talstation auf der Piste nach Süden gering ansteigend hinauf, rechts abdrehen, über eine Straße und etwas strammer gegen Westen, später Südwesten. Knapp über dem Wasserbecken (für die Schneekanonen) wieder auf eine Straße und ihr gegen Süden folgen. Dann rechts schwenken und auf breiter Piste mäßig steil gegen Westen weiter, abermals einen Fahrweg queren und zum riesigen Gasthaus Christlumalm (1231 m), das allerdings mit einer Alm nicht das Geringste zu tun hat. Dort sich etwas links haltend ein kurzes Stück eben dahin und zu den Talstationen eines Schlepplifts, einer Doppelsesselbahn und eines »Cabrio-Flitzers«. Neben dem »Cabrio-Flitzer« nun gegen Westen weiter und am nächsten Wirtshaus, der Gföllalm (1381 m), vorbei. Nach einer längeren, etwas steileren Etappe, die bei weichem Schnee und starkem Sonnenschein anstrengend werden kann, kommt man zwischen zwei Schneefangzäunen in eine breite Mulde, die sich nach oben aufschwingt. Durch sie zur Bergstation des »Cabrio-Flitzers« und sich links haltend zum Gipfelrücken. Dort rechts abdrehen und die letzten Meter zum Kreuz hinauf. Kurzausflug ins Tourengelände Eine interessante Aufstiegsvariante führt von der Christlumalm nach Norden und dreht in der Nähe der Liftanlagen links ab. Von dort auf breiter Piste mäßig steil nach Westen hinauf, kurz über der Bergstation des letzten Skilifts in ausholendem Schwenk auf einer Straße links herum und dann auf der nördlichen Seite des Latschenrückens auf einem Fahrweg zur Fernsehkamera. Ein kurzes Stück eben weiter, den letzten Aufschwung zur Bergstation des Lifts hinter sich bringen und gleich darauf zum Gipfelkreuz hinauf.
Abstieg.
Entlang der Aufstiegsroute oder auf einer anderen Piste, wenn genügend Schnee liegt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied815 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktAchenkirch, Talstation Christlumbahn (945 m)
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterNach Ostern, wenn die Schneebedingungen meist noch ausgezeichnet sind, werden am Christlumkopf die Lifte eingestellt. Die Luft ist warm, das Wetter oft schön und der Schnee auf der Piste prächtig aufgefirnt. Bei solchen Bedingungen kommen kaum noch Pistler, und deshalb lohnt sich der Betrieb der vielen Liftanlagen nicht mehr. Die Tourengeher freut's, denn sie können für ein paar Tage oder sogar Wochen ein Tourengebiet zurückerobern. Meist kann man ohne große Unterbrechungen vom Gipfel bis ins Tal abfahren, denn der von Pistenraupen gepresste Schnee hält sich erstaunlich lange. Aber auch im Frühwinter, wenn die Schneekanonen laufen, aber die Lifte noch nicht eingeschaltet sind, kommen viele Tourengeher, die auf Frau Holles Flocken nicht länger warten wollen. Und für Einsteiger eignet sich die Tour sowieso, wenn sie auch nicht unbedingt während der Pistenhauptsaison an Weihnachten oder Ostern unternommen werden sollte.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 28 (Vorderes ZillertalRofan–Wildschönau)
VerkehrsanbindungBusverbindung ab Jenbach oder Lenggries; mit dem Auto über Achenpass, Sylvensteinsee oder Achensee zum Ausgangspunkt
GastronomieGföllalm und Liftgaststätte Christlumalm (während der Liftsaison)
Informationen
Dauer 2.45 Std. ('2.15 Std. '0.30 Std.)
Unterkunft
Gasthäuser, Hotels und Pensionen in Achenkirch
Tourismusbüro
Achenseetourismus, Tel.: +43(0)5246/5300; www.achensee.com
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