Brecherspitz (1683 m)

Fahrwege und leichtes Tourengelände. Nach langem Fahrweg steigt man über mäßig geneigte Hänge zum Gipfelrücken an. Der Gratübergang (ohne Ski) kann bei ungünstigen Verhältnissen heikel werden.
Exposition: Osten und Südwesten / Lawinengefahr: Gering (Autor: Siegfried Garnweidner)
4 km
550 m
2.00 h
Die Route.
Aufstieg.
Die kleine Skitour beginnt direkt am Spitzingsattel. Man nimmt die obere der beiden Straßen, den so genannten Trautweinweg. Im Winter wird sie geräumt und als Rodelbahn benutzt. Das Sträßchen steigt ziemlich gerade nur mäßig steil gegen Westen an, flacht – bevor es ein wenig abfällt – deutlich ab und führt zum Punkt 1377 Meter in der Nähe des Freudenreichsattels. Dort rechts schwenken und durch einen kurzen, schütteren Waldgürtel. Anschließend in einen weiten, freien Wiesenhang. Er steigt neben der alten Liftanlage mäßig steil gegen Nordosten an. Am Waldrand in Kehren dort hinauf, an der Bergstation des Lifts vorbei und zum Gipfelgrat des Brecherspitzes. Dort wird's ein bisserl eng. Im Latschenbuschwerk die Brettel noch ein Stück dahinschieben, sie aber abstellen, bevor sich der Grat zusammenschnürt. Wer zum Gipfel will, geht nun etwa 30 Höhenmeter direkt auf dem Grat abwärts und dann rund 80 Meter gegen Nordosten wieder hinauf. Skifahrerisch lohnt sich der Gipfelanstieg nicht, außerdem ist der Grat bisweilen ausgesetzt und erfordert Konzentration beim Gehen. Vorsicht, Wechten!
Abstieg.
Entlang der Aufstiegsroute.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour4 km
Höhenunterschied550 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSpitzingsattel (1127 m)
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterZum Brecherspitz zieht sich vom Freudenreichsattel ein Skilift hinauf. Doch hat man ihn seit vielen Jahren nicht mehr in Betrieb gesehen. Vielleicht wird mit dem Ausbau des beliebten Skigebiets am Spitzingsee dieser Lift einmal reaktiviert. Noch ist der Berg ein Tourengipfel, ganz nach bayerischer Art, wie sich's gehört.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 8 (Tegernsee–Schliersee–Wendelstein)
VerkehrsanbindungBahnverbindung bis Fischhausen-Neuhaus, Bus zum Spitzingsee; mit dem Auto über Schliersee und die Spitzingseestraße zum Ausgangspunkt
GastronomieObere Firstalm
Tipps
Abfahrtsalternativen. Erfahrene Skitourengeher können bei sehr sicheren Verhältnissen durch das nordseitige Kar nach Neuhaus abfahren. Es ist auch möglich, von der Oberen Firstalm auf den Skipisten zum Spitzingsee hinauszuschwingen.
Informationen
Dauer 2.30 Std. ('1.45 Std. '0.45 Std.)
Unterkunft
Hotels in Spitzingsee
Tourismusbüro
Schliersee, Neuhaus/Spitzingsee, Tel.: +49(0)8026/60650; www.schliersee.de
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