Petersberg – Flintsbach

Schattig im kühlen Nordwald führt die Bahn das erste Stück zum Petersberg hoch. Dieser Teil vereist leicht; deshalb hat es hier auch schon einige Unfälle gegeben.
Diese Rodelbahn ist wirklich nur routinierten Rodlern zu empfehlen. Für den Besuch des Petersbergs sollte man sein Schlittenschloss nicht vergessen. Anstieg und Rodelbahn befinden sich auf einer gemeinsamen Trasse, deshalb sollte man aufmerksam hochwandern und vorausschauend abfahren. Auch mit Gegenverkehr durch die Fahrzeuge der beiden Wirte ist zu rechnen. Inoffizielle Rodelbahn, aber meist geräumt. (Autor: Johann Mayr, Nicola Förg Hrsg. Matthias Busch)
Aufstieg.
Schon die ersten Meter zeigen, dass ein zügiger Aufstieg zu erwarten ist. Durch den Bergwald führt der Weg in Serpentinen bergauf, nach etwa 5 Minuten sieht man links die Burgruine Falkenstein. Mit durchgängig guter Steigung führt der Weg weiter. Nach einer halben Stunde Wegzeit steht rechts eine kleine Kapelle. 10 Minuten später, auf einer kleinen Lichtung zweigt links der Weg zum Petersberg ab. Es lohnt sich nicht, den Schlitten mit hoch zu nehmen, selbst wenn genug Schnee liegt, ist es hier zu eng, zu kurvig und zu steil zum Abfahren. Von der Kirche aus hat man einen herrlichen Blick übers Alpenvorland. Kein Wunder, dass sich hier einst ein erstmals im 12. Jh. erwähntes Benediktinerkloster befand. Einkehren kann man dort in der Gaststätte Petersklause (Berggasthaus Petersberg, Ruhetag ist Montag (vom 1.11. bis 31.3. Montag+Dienstag), Tel. 08034/1820.
Wieder zurück auf dem Weg zieht man den Schlitten durch ein schattiges Waldstück und kommt 10 Minuten später auf die Alm »Bauer am Berg«, ein alter Bauernhof aus der ersten Hälfte des 17. Jhs. Hier zieht man den Schlitten 5 Minuten auf flacher Strecke über Almwiesen. Etwa 15 Minuten führt der Weg am Hang entlang durch den Wald, dann biegt er Richtung Hohe Asten an einer Weggabelung rechts ab. Die kleine Almhütte rechter Hand ist aber noch nicht unser Ziel, erst wenn man aus dem Wald herauskommt, sieht man links oben die Gaststätte Hohe Asten. Bis dahin sind es noch ca. 10 Minuten.
Abfahrt.
Unbedingt darauf achten, dass auf der ganzen Bahn Gegenverkehr möglich ist (Hüttenwirte). In langem Bogen fährt man zum Waldrand ab, dann wird es für ein kleines Stück flacher, ehe sich das richtige Gefälle für eine flotte Fahrt einstellt. Bis zur nächsten Lichtung geht es zügig bergab, dort zieht man den Schlitten ein kurzes Stück. Kurz vorm Wald geht der Weg in einer leichten Linkskurve beschwingt weiter. Ab dem Abzweig zur Peterskirche wird der Weg gefährlicher, diese Strecke ist häufig vereist und hat eine ausgesetzte Kurve, die nur mit größter Vorsicht zu fahren ist. Hier ist vor ein paar Jahren ein Rodler tödlich verunglückt. Bitte nehmen Sie diese Warnung ernst und fahren Sie den Rest der Bahn mit Bedacht ab. In Serpentinen zieht sich der Weg weiter ins Tal, kurz nach der Burg sollte man das Tempo reduzieren um rechtzeitig vor der Fahrstraße abbremsen zu können.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour3 km
Höhenunterschied620 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
StartortFlintsbach
TourencharakterGleich zwei markante Höhepunkte bietet die lange, aber kurzweilige Rodelbahn am Rand des Inntals. Im Schatten führt der Weg hinauf zum Petersberg, einem sehenswerten Kirchlein, das auf einem Fels hoch über dem Oberland thront. Dann führt der Weg weiter zur Hohen Asten, einer wunderschön gelegenen Hochalm.
Hinweise
Durchschnittsgefälle 14%
KartentippTopografische Karte Mangfallgebirge, Maßstab 1 - 50 000, Bayerisches Landesvermessungsamt München
VerkehrsanbindungInntalautobahn A 93 Richtung Kufstein bis Ausfahrt Brannenburg, in Brannenburg links Richtung Kiefersfelden, in Flintsbach den Astenweg rechts, nach etwa 500 m parken. Mit der Bahn bis Flintsbach, vom Bahnhof zum Ausgangspunkt sind es etwa 10 Min.
GastronomieWer alte Wirtshäuser und gute Küche mag, geht hinterher ins Gasthaus Waller (Tel. 08033/14 73) in Reisach bei Niederaudorf und probiert die Germknödel. Ruhetag - Montag.
Tipps
Einen Ausflug wert ist die Gießenbachklamm westlich von Kiefersfelden. Je nach Schneelage kann man in dem einsamen Tal des Gießenbachs weit wandern. Ganz in der Nähe ist einer der ältesten Bergbauernhöfe Bayerns, gegründet angeblich 500 v. Chr. Der Bauernhof, der heute noch auf dem Hochplateau steht, stammt aus dem 17. Jh. Man kann sich dort einmieten – es lohnt sich - Familie Fuchs, Trojer (Tel. 08033/ 72 20, Fax 65 51)
Informationen
In der gemütlichen Berggaststätte Hohe Asten auf 1108 m kann man sich von der Kochkunst der Familie Astl (Tel. 08034/21 51) überzeugen. Apfelstrudel und Kaiserschmarren sprechen für sich. Übernachtungsmöglichkeit gibt es keine. Ruhetag: Freitag.

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