Flüela-Passstraße

Alpenpässe in der Schweiz (Autor: Rudolf Geser)
28 km
825 m
1.00 h
Der Flüelapass ist die Verbindung von Davos durch das Flüelatal hinauf zur Passhöhe und von dort durch das Val Susasca hinunter ins Unterengadin, auf welches man in der kleinen Ortschaft Susch trifft. Im Mittelalter eine wichtige Handelsstraße wurde über sie Erz aus Graubünden nach Nordtirol transportiert und auf dem Rückweg dafür Salz mitgenommen. Der Flüela erhielt dabei den Vorzug vor den beiden anderen Übergängen in den Rhätischen Alpen, dem Albula- (Tour 54) und dem Julierpass (Tour 55), da er die einfachste und kürzeste Verbindung darstellte, was sich bis heute auch nicht geändert hat.Ausgangspunkt unserer Radtour ist einer der bekanntesten Fremdenverkehrsorte der Schweiz: Davos. Einst ein ruhiges Walserdorf verdankte es seinen Aufschwung zu einer geschäftstüchtigen Metropole in erster Linie dem Arzt Alexander Spengler, der hier ein Sanatorium für Lungenkranke errichtete und damit den Aufstieg zum Luftkurort einleitete. Besonders attraktiv gestaltet sich das Ortsbild mit seinen modernen Betonbauten allerdings nicht. Einige Bauwerke sind allerdings sehenswert, wie etwa die Kirche St. Johann in Davos-Platz mit ihrem merkwürdig »geschraubten« spitzen Turmhelm. Sehenswert ist auch das Bergkirchlein in Davos-Frauenkirch aus dem 15. Jahrhundert, dessen bergseitige Wand als Lawinenbrecher konstruiert wurde. Den Ort verlassen wir über den Ortsteil Dorf (km 0,0) und radeln bei Steigungen zwischen 8 und 10 % in das Flüelatal ein. Vorbei an alten, ursprünglichen Bauernhäusern erreichen wir bei der Talstation der Pischa-Seilbahn (km 4,0) den Talschluss, dann windet sich die gut ausgebaute Straße bei gleich bleibender Steigung höher und beim Gasthof Alpenrose (km 5,0) überfährt man die Waldgrenze. Nach dem Gasthaus Tschuggen (km 5,0) wird die Umgebung deutlich gebirgiger und über drei Kehren mit einer nun recht gleichmäßig bei 10 % liegenden Steigung gewinnt man, nur von Steinen und Geröll begleitet, an Höhe. Vorbei an einer kleinen Almhütte überquert man den Flüelabach, dann wird die vierte und letzte Kehre (km 12,0) überwunden und nur noch eine Kurve trennt uns von der Passhöhe beim Passhotel Flüela (km 13,0). Diese liegt inmitten einer öden und steinigen Hochgebirgslandschaft zwischen dem 3085 m hohen Flüela-Weißhorn im Norden und dem 3147 m hohen Schwarzhorn im Süden, wo es auch den beiden kleinen Seen nicht gelingen mag, die Umgebung reizvoller zu gestalten. Zehn Kehren mit Gefälle bis 11 % liegen nun auf der weiterhin gut ausgebauten Straße hinunter ins etwa 13 km entfernte Susch vor uns, das uns mit Kopfsteinpflaster, einigen alten Festungstürmen aus dem Mittelalter und dem Blick auf die Festung Rohan auf dem Hügel Chaschins empfängt. Sehenswert ist aber auch die im Jahre 1515 im spätgotischen Stil erbaute evangelische Kirche mit einer bemerkenswerten Orgel, das Ortsbild mit seinen alten Engadiner Bauern- und Handwerkerhäusern sowie die beiden Türme La Tuor und La Praschun.

Schwierigkeit:

Mittelschwere Radtour mit 10 % Höchststeigung / Mittelschwere Radtour mit 11 % Höchststeigung

Dauer:

1,25 - 2 / 1,25 - 2

Befahrbarkeit:

Ganzjährig befahrbar

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour28 km
Höhenunterschied825 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWestseite – Ausgangspunkt: Davos, 1560 m; Anfahrt: Autobahn Bregenz-Chur A 13 (Rheintalautobahn), Ausfahrt Landquart – Schiers – Klosters – Davos Ostseite – Ausgangspunkt: Susch/Süs, 1426 m, im Unterengadin; Anfahrt: Autobahn Innsbruck-Bludenz A 12 (Inntalautobahn), Ausfahrt Zams/Landeck Ost – Pfunds – Martina – Scuol – Ardez – Larin – Susch/Süs
Hinweise
Schwierigkeit: Mittelschwere Radtour mit 10 % Höchststeigung / Mittelschwere Radtour mit 11 % Höchststeigung, Dauer:1,25 - 2 / 1,25 - 2, Befahrbarkeit: Ganzjährig befahrbar
KartentippEuro Cart Regionalkarte 1:300.000, RV-Verlag, Blatt Schweiz
Höchster Punkt
2383 m

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