Zur Tregleralm

Fahrtechnisch sehr einfache Tour, die etwas Kondition voraussetzt; fast ausschließlich auf Forststraßen. Unterwegs gute Einkehrmöglichkeiten (Autor: Lisa Bahnmüller)
31 km
800 m
3.00 h
Wir starten vom Parkplatz unterhalb des FeilnbacherRathauses und radeln zur Hauptstraße empor. Dort wendenwir uns nach links, biegen nach wenigen Metern rechts in dieWendelsteinstraße und folgen der Beschilderung ins Jenbachtalund Richtung Wirtsalm. Nach dem Wanderparkplatz steigt derWeg zunächst gemächlich, bald aber schon steiler an. Er ist nochautofahrerfreundlich geteert, und so teilen wir uns die Straße mitso manchem fußfaulen Pkw-Fahrer; doch der Verkehr hält sichzum Glück in Grenzen.Kurz vor derWirtsalm ist dann für Motorisierte Schluss, und nunbegleiten uns nur noch dieWanderer. Der Weg steigt weiterhin an, und wir nähern uns über Serpentinender steil aufragenden Schwarzwandunterhalb des Breitensteins.Früher ein begehrtes Kletterziel, istsie heute als Naturdenkmal mit einemstrengen Betretungsverbot geschützt.Von unserer Forststraße habenwir immer wieder freie Sichtauf den nahen Wendelstein, undkurz bevor wir die Lust an der ewigenSteigung verlieren, erreichenwir den Sattel. Sogar eine kleineRastbank steht bereit.Ab hier liegt zwar noch ein weitesStück Weg vor uns, aber der Verlaufist nun eher gemächlich. Auf weiterhinbreitem Weg radeln wir entlangderWestflanke des Hügels, derden Schwarzenberg mit dem Breitensteinverbindet. Bald schon habenwir weite Aussichten auf dasLeitzachtal mit den Orten Elbach und Fischbachau, dahinter erhebensich die Hügel des nahen Schliersbergs. So erreichen wirschließlich nach einigen unberücksichtigten Abzweigungen dasHauptziel der Tour, die Tregleralm. Die Alm ist einbeliebtes Ausflugsziel, und hier haben wir den bestenPlatz für eine Langschläferpause gefunden, dennvon der Terrasse genießt man eine atemberaubendeAussicht: Im Osten sehen wir die Kreisstadt Rosenheim,dahinter erheben sich Samerberg, Kampenwandund die Chiemgauer Berge. Die Einmündungins Inntal Richtung Kufstein erkennt nur das geübteAuge, und der Blick gen Westen wird vom Irschenbergbegrenzt. Direkt am Fuß der Alm liegt BadFeilnbach, dahinter schließen sich die weiten Moorean, die erst bei Bad Aibling und Kolbermoor enden.Nicht nur dasMangfalltal liegt vor uns, nach Nordenscheint die Sicht schier endlos, und nur das dunstigeWetter zeichnet ein Ende des Horizonts.Von der Alm radeln wir zunächst ein Stück auf demselbenWeg zurück, bis wir dann abwärts, nun fast geradeaus, der Beschilderung Richtung Parkplatz Deisenbergfolgen. Der sanfte Downhill erfordert keine großen Bremsübungen,und nach der gemütlichenAbfahrt durch denWald erreichenwir die große Bundesstraße mit dem Wanderparkplatz. Der direkteWeg zurück nach Feilnbach ginge zwar nach rechts ab, aberdie viel befahrene Straße zu beradeln, ist einfach zu gefährlich.Deshalb folgen wir ca. 400m der Straße nach links und biegen sodannauf der Kuppe nach rechts in die kleinere, geteerte Nebenstraßeein.Noch einmal bergauf radeln wir über Felder stets der BeschilderungHub, Schnitzenbaumerkapelle, Holz« nach. ImWeiler Holzbiegen wir unmittelbar nach dem ersten Haus rechts in den Feldwegein und folgen nun der Beschilderung zur Rastkapelle durchden Wald. Wir erreichen an einer geteerten Straße die zwei Bauernhöfeim Weiler Schnellsried. Genau zwischen den beiden Höfen hindurch führt unsere Radstrecke weiter. Es versteht sich vonselbst, dass wir nicht nur aus Rücksicht auf die freundlichen Besitzer,sondern auch für unsere eigene Sicherheit, denn auf einemBauernhof sind auch technische Maschinen im Einsatz, langsamdie Hofeinfahrten queren. Schon radeln wir leicht bergab in denWald, wo sich der Weg an einem Bildstock teilt. Nach links sindwir kurz darauf an der schönen Rastkapelle mit sensationellerAussicht – ein fast magisches Fleckchen Erde, wo wir für die letztenKilometer noch einmal Kraft tanken können.Weiter bergab führt unserWeg an den Höfen vorbei, bis er sich aneinem großen Wegedreieck mit zentralem Lindenbaum teilt. Hiernun rechts und dann links nach Gottschalling. Dort folgen wirderHauptstraße 100m nach rechts und biegen dann gleichwiederlinks auf den Radweg Richtung Sportplatz. Hier halten wir unsnun rechts über Felder und folgen am Bach entlang der Beschilderung»Bad Feilnbach«. Am Campingplatz erreichen wir den Ortsrandvon Bad Feilnbach und radeln nun die letzten Meter immerRichtung Ortsmitte am wildromantischen Jenbach entlang, wechselndabei ein paarmal die Uferseite und erreichen kurz nach demGasthof Bergsonne wieder unseren Startplatz.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour31 km
Höhenunterschied800 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortBad Feilnbach
AusgangspunktBad Feilnbach, kostenfreier Parkplatz unterhalb des Rathauses
Endpunkt Bad Feilnbach, kostenfreier Parkplatz unterhalb des Rathauses
Tourencharakter Willkommen beim Einkehrschwung
Beste Jahreszeit
KartentippKompass 1:50 000, Blatt 8 Tegernsee–Schliersee
VerkehrsanbindungAuto: Von München auf der A 8 Richtung Salzburg bis zur Ausfahrt Bad Aibling/ Kolbermoor. Dort rechts nach Bad Feilnbach; Parkplatz in der Ortsmitte unterhalb des Rathauses, in der Nähe des Freibads
GastronomieWirtsalm; Tregleralm (sehr schöne Aussicht! Öffnungszeiten: MI-SA ab 9 Uhr, Sonntag 9 - 18 Uhr, Küche von 11 - 20 Uhr, Bis 31.3.2011: MO & DI Ruhetag (ausser an Feiertagen). Ab Anfang April 2011: Kein Ruhetag. Aktuelle Öffnungszeiten stets zu finden unter www.tregleralm.de oder telefonisch unter Tel. 08066/1420); in BadFeilnbach der Gasthof Pfeiffenthaler(einer unserer kulinarischen Lieblingstipps: leckere bayerische Küche,sehr netter Biergarten)
Tipps
Jedes Jahr findet im Oktober in Bad Feilnbach Bayerns größter Apfelmarkt statt, ein Fest für die ganze Familie: Kulinarische Köstlichkeiten und frisch gepresster Apfelsaft werden angeboten, Bauernmarkt, Musik, Streichelzoo, Karussell, Kutschenfahrten und natürlich viel Wissenswertes rund um den Apfel.
Informationen
Die Rastkapelle am Auerbergliegt wunderschönüber dem Mangfalltal undist ein geradezu magischesFleckchen Erde. Eine verwitwete,kinderlose Bäuerinließ sie 1845 vom Geld ihresverkauften Hofs errichten.Der Ort dient schonseit vielen Jahrhundertenals Rastplatz. Früher führtehier eine Straße vorbei, dieFischbachau mit dem zuständigenAmtsgericht inBad Aibling verband. DerLandschaftsbalkon war genauauf der Hälfte der Strecke,so konnten sich dieWanderer ausruhen. Ebensodie vielen Pilger, die ab derBarockzeit den Weg auf ihrerWallfahrt nach MariaBirkenstein passierten.Heute ist die Rastkapelleverschlossen, zu oft wurdesie von Dieben heimgesucht.
Tourismusbüro
Gästeinfo Bad Feilnbach, Tel. 08066/14 44, www.bad-feilnbach.de
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