Von Benediktbeuern zur Aidlinger Höh

Gemütliche Tour; anfangs und am Ende ebene Fahrtstrecken, mit Bademöglichkeit zum Abschluss. Die 400 hm bewältigt man auf besten Forstwegen. Etwas Orientierungssinn ist im Wald nötig. (Autor: Lisa Bahnmüller)
7 km
450 m
3.00 h
Vom großen Benediktbeurer Klosterparkplatz radelnwir nach Westen, zunächst weiter auf der Don-Bosco-Straßehinter das Kloster und dann auf einem Feldweg mitten ins Moor.Die Biotope links und rechts des Wegs können wir uns auf demHeimweg genauer betrachten. Kurz nach den Naturteichen gabeltsich der Weg. Wir halten uns rechts, am Segelflugplatz nochmalsrechts und folgen dann links dem Hauptfeldweg, der schnurgeradedurch eine Allee auf die Loisach zuführt. Am Uferweg radelnwir rechts zur Bundesstraße und von dort auf dem gut ausgeschildertenRadweg nach Sindelsdorf (Kilometer 8). Der Ortdarf sich als Malerdorf bezeichnen, denn viele berühmte Künstler wie Franz Marc, HeinrichCampendonk oder Jean-BloéNiestlé lebten hier zu Beginndes 20. Jahrhunderts.Wir haltendirekt auf die DorfkircheSt.Georg zu und biegen dortrechts in die Hauptstraße ein.Dann radeln wir links in derWeilbergstraße bis kurz vordie Autobahn. Unmittelbarvor ihr wenden wir unsrechts und fahren auf demRadweg zunächst der Beschilderung»Habach« nach.Es geht flach durch die Felderdahin, und die erstenAbzweigungenlassen wir unberücksichtigt.Dann achtenwir auf den großen Hochspannungsmastenin derNähe unseres Wegs, denn kurz nachdem wir ihn passiert haben,biegen wir an einer kleinen Wegkreuzung links in den Feldwegbergauf ein. Dort geht es geradeaus zum Waldrand, dann zunächstlinks und schließlich in einer weiten Kurve nach rechtsüber den Moränenhügel des Stöcklesbergs. Es ist angenehmschattig imWald, und wir kommen über eine kleine Lichtung, dieschon fast Almcharakter hat. Auch einpassionierter Jäger wusste diesen Platzzu schätzen und bedankte sich für seineschönen Jagdstunden mit einer gestiftetenRastbank.Am Ende der Lichtung halten wir unsrechts. Der Weg ist nur teilweise ausgeschildert,und zur einfacheren Orientierungfolgen wir stets der Beschilderung»H3« bzw. bleiben auf dem Hauptweg.Noch einmal geht es rechts und dannnur mehr bergab zum Biergarten der Ausflugsgaststätte Höhlmühle,wo wir auf eine kleine, geteerte Straße stoßen (Kilometr14,6). Ihr folgen wir wenige Meter nach links und biegen indie nächste Straße rechts ein. Nach Süden öffnet sich nun ein herrlicher Blick über dieMoorwiesen, und wir hören das leise vor sichhin gurgelnde Wasser. Nach 200m biegen wir erneut rechts in einensteilen Feldweg bergauf ein, der mit »Aidlinger Höhenweg«bezeichnet ist (wobei man zunächst im Wald außer der Steigungnoch keineHöhe erkennen kann).An den nächsten größerenWanderwegkreuzungenbleiben wir stets links und verlassen dann schließlich denWald.Nun erst wird die Bezeichnung »Höhenweg« der Tour gerecht –nicht so sehr aufgrund schwindelnder Höhen, sondern wegen dersagenhaften Aussicht nach Süden. Hier oben findet man wirklichein magisches Fleckchen Erde, das zusätzlich noch durch vieleknorrige Solitäreichen verzaubert wird. Haben wir eine Brotzeitmitgebracht, dann ist hier der richtige Ort, um sie zu genießen.Eingebettet zwischen Felder liegt der idyllische Riegsee vor uns.Dahinter, nach einer fast endlos scheinenden Kette sanfter Hügel,erheben sich das Estergebirge und schließlich dahinter die Felswändedes Wetterstein mit der majestätischen Zugspitze. NachWesten sehen wir die Bergeum Oberammergau mit demEttaler Manndl und den dreiHörndln, und noch weiter imHintergrund tauchen die erstenAllgäuerAlpenim Trauchgaubei Füssen auf.Etwas wehmütig nehmen wirAbschied und radeln weiterins Dorf Aidling, das demHöhenzugseinen Namen verlieh.Von der Dorfstraße (Kilometer18) biegen wir links in dieHöhlmühlstraße (die nächstmöglichegrößere Straße – dasHinweisschild ist aus unsererRichtung nicht leicht zu finden).Nach ca. 800m verlassenwir die geteerte Straße an einerWeggablung nach rechtsauf einen kleineren Feldweg.Stets dem Hauptweg folgend,stoßen wir erneut auf eine geteerteStraße, in die wir links einbiegen. Nach nur 300m verlassen wir sie wieder und biegennun rechts in die Forststraße ein, um erneut den Stöcklesbergzu überqueren.Mit etwas Orientierungssinn lassen wir die erste Abzweigungrechts liegen, halten uns dann aber stets rechts, auch am markantenWegedreieck, wobei wir dem Hauptweg vondort nur mehr für knappe 100m folgen. Bevor essteil bergab geht, biegen wir nach rechts in den kleineren,holprigen Forstweg ein und fahren RichtungSüden. Der Weg wird nur kurz zum Pfad, undschon bald biegen wir nach links auf einen wiedergrößeren Forstweg. Noch einmal links haltend verlassenwir denWald oberhalb des einsamgelegenenBauernhofs Gröben und genießen wieder die herrlicheAussicht mit dem Kochelsee unter Herzogstandund Heimgarten und der weiten Ebene desKochler und Benediktbeuerner Moors.Nun rollen wir an Gröben vorbei bergab über denPferdehof Stern und dann zur Autobahn, die wirauf einer Brücke überqueren, um dann in den Ortsteil Zell (Kilometer28) der Gemeinde Großweil zu radeln. Nun 200m auf derAutostraße nach links, dann rechts in den Feldweg einbiegen. Immergeradeaus mündet er in einen weiteren Feldweg am Triftkanal,dem wir nun nach links folgen. Wer seine Badesachen dabeihat, kann 500m später einen Abstecher rechts zum Eichsee unternehmen,dessen dunkles Moorwasser sich sehr schnell erwärmt(im Sommer wird für die Badenden eine Liegefläche gemäht). Dereinsam gelegene See ist ein ultimativer Geheimtipp und wird vonden Vorbergen wunderbar umrahmt.Verzichten wir auf den Abstecher, radeln wir am Triftkanal entlangauf dem schmäler und sumpfiger werdenden Weg und folgendann rechts dem Schild »Benediktbeuern«. Mit einem kurzenLinksschwenk sind wir auf der Loisachbrücke und überquerenkurz danach auch den Lainbach. Unmittelbar hinter seiner Brückewenden wir uns nach links. Der Weg wird schmäler und schlängeltsich bald schon als Pfad ca. 2,5 km an der Loisach entlang.Holzstege und schmale Brücken führen über kleine Zuflüsse,dannmündet unser Loisachweg in eine Kreuzung imlichten Flussauenwald.Nun biegen wir rechts ab, sind wieder auf dem bekanntenHinweg und folgen der Beschilderung zurück zum KlosterBenediktbeuern.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied450 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortBenediktbeuern
AusgangspunktBenediktbeuern, Klosterparkplatz
Endpunkt Benediktbeuern, Klosterparkplatz
Tourencharakter Wo bitte geht’s hier zum Stöcklesberg?
KartentippKompass 1:50 000, Blatt 7 Murnau–Kochel–Staffelsee
VerkehrsanbindungAuto: Von München auf der A 95 Richtung Garmisch Ausfahrt Sindelsdorf/Bad Tölz. Weiter Richtung Bad Tölz, rechts nach Benediktbeuern. Direkt vor der Bahnüberquerung erneut rechts zum Kloster Benediktbeuern
GastronomieDie einsam gelegene Höhlmühlemit malerischemBiergarten unter alten Kastanienbäumen;in Benediktbeuerndas Klosterbräustüberlmit Biergarten undOtti’s Eis- und Cafégärtchenbeim Bahnhof mit vielenlauschigen Sitzplätzen
Informationen
Es lohnt sich auch einmal,die Räder stehen zu lassenund trockenen Fußes überStege und Brücken durchsnasse Moor zu streifen. Hiertummelt sich alles, was imMoor Rang und Namen hat:Frösche sind selbstverständlich,aber es gibt auchjede Menge Krabbelgetier,Schlangen, Schmetterlinge,Vögel, Fledermäuse undvieles mehr. Und: Vom Aussichtsturmhat man einenschönen Blick auf die Klosterkirche
Tourismusbüro
Gästeinformation Benediktbeuern, Tel. 08857/248, www.benediktbeuern.de
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